Vorschau zu Trials of Mana: Runderneuertes Remake mit viel Potenzial
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Als Fan von japanischen Rollenspielen hat man es derzeit angesichts einer tollen Veröffentlichung nach der anderen sehr gut! Und mit Trials of Mana erscheint nächstes Jahr ein weiteres echtes Schwergewicht im neuen Gewand. In unserer Vorschau fassen wir zusammen, was es zu dem Abenteuer zu wissen gibt und erklären, warum es weit mehr ist als bloß eine hübschere Neuauflage des Originals von 1995!
Eigentlich ist Trials of Mana (jetzt kaufen 49,99 € / 43,99 € ) schon vor einigen Monaten bei uns erschienen - im Rahmen der Collection of Mana für die Nintendo Switch! Wieso dann eine Vorschau? Ganz einfach: Der dritte Teil der Rollenspielreihe Seiken Densetsu, in Deutschland als Mana-Serie bekannt, erscheint Anfang 2020 in einer Neuauflage mit moderner Grafik. Aber das ist noch nicht alles! Das Kampfsystem wurde einer Frischzellenkur unterzogen, Dialoge wurden erweitert, Teile des Soundtrack sind ebenfalls neu. Da lohnt sich ein zweiter Blick!
Drei Helden sollt ihr sein
Quelle: Square Enix
Eure Charaktere verfügen über Angriffe mit Waffen, können aber auch Zauber und Beschwörungen wirken. Hier sehen wir die Speerkämpferin Riesz.
In der Collection of Mana, bei der Seiken Densetsu 3 zum ersten Mal offiziell europäische Luft schnuppern durfte, mussten sich das Abenteuer seinen Ruhm noch mit anderen Spielen teilen - schließlich findet sich in der Sammlung auch der erste und der zweite Teil der Reihe. Nun geht es aber ausschließlich um Trials und wir geben zunächst eine Entwarnung: Ihr müsst die beiden anderen Spiele nicht kennen, um mit Trials of Mana im April 2020 Spaß zu haben. Die Handlungen sind durch das Setting nur lose miteinander verbunden. Trials of Mana war auf jeden Fall schon 1995 ein ambitioniertes Rollenspiel mit großem Umfang, hohem Wiederspielwert und sogar Tag-und-Nacht-Wechseln. Von insgesamt sechs Charakteren, alle mit unterschiedlichen Eigenschaften, Persönlichkeiten und Geschichten, wählt ihr drei aus - einen Protagonisten und zwei Begleiter für eure Party.
Nicht nur die Wahl der Figuren, auch eure Entscheidungen wirken sich auf den Verlauf der Handlung aus, sodass ihr nach einem Durchgang noch lange nicht alles gesehen habt. Euer Ziel ist - wie so oft in Spielen - die Rettung der Welt. Abhängig von der Wahl eures Protagonisten (oder eurer Protagonistin) erlebt ihr in unterschiedlichen Situationen, wie eure Heimat und euer Leben aus den Fugen gerät. Das hat mit dem Erwachen von acht bösen Monstern zu tun, die von der Mana-Göttin einst mit dem Mana-Schwert besiegt und gebannt wurden. Seitdem schläft die Gute im Mana-Baum, doch ihre Kräfte schwinden und finstere Mächte versuchen, die acht Monster für ihre Zwecke zu nutzen. Zeit für einen Helden - oder drei!
Sinnvolle Modernisierungen
Quelle: Square Enix
Statt in der altbekannten Iso-Draufsicht vieler SNES-Rollenspiele bewegt ihr euch im Remake aus der Third-Person-Perspektive durch dreidimensionale Welten.
Wie üblich in den Mana-Spielen setzt ihr euch in Echtzeit zur Wehr. Allerdings wurde das Kampfsystem für das Remake deutlich erweitert und mit modernen Aspekten versehen. So könnt ihr nun etwa ausweichen, springen und diverse Kombos entfesseln. Eure Helden nutzen Waffen und Magie, um den Feinden einzuheizen; wie üblich im Genre steigen sie im Level auf, wenn ihr genug Erfahrung sammelt. An bestimmten Punkten der Entwicklung habt ihr die Möglichkeit, Klassen zu wechseln und eure Party so noch besser an eure Vorlieben anzupassen. Gesteuert wird immer nur ein Mitglied des Trios, die anderen beiden folgen den von euch festgelegten Anweisungen.Welche taktischen Möglichkeiten euch offen stehen, hängt natürlich auch davon ab, für welche Figuren ihr euch am Anfang des Abenteuers entschieden habt.
Quelle: Square Enix
Beim Kampf gegen das Böse und für die Rettung der Welt dürfen natürlich auch eindrucksvolle Obermotze nicht fehlen.
Eine große Herausforderung für die Entwickler des Remakes von Trials of Mana - niemand aus dem Team des Originalspiels ist mit von der Partie - war die Optik. Bei der klassischen Pixel-Grafik bleibt dem Spieler recht viel Raum, um sich Details der Helden selbst auszumalen. Das Aussehen der Figuren mit der Unreal Engine 4 in die dritte Dimension zu übertragen, dabei ihrer ursprünglichen Erscheinung gerecht zu werden und für Wiedererkennungswert zu sorgen, bereitete den Designern eine Weile Kopfzerbrechen. Ebenfalls kompliziert war die Umsetzung der Animationen: Im 16-bit-Abenteuer waren die Bewegungen überzeichnet, passend zur detailärmeren Optik, bei der subtile, aber realistischere Reaktionen der Figuren untergegangen wären. Und zuletzt die größte Schwierigkeit: Da Seiken Densetsu 3 nur in Japan erschien, das Remake aber auch in Nordamerika und Europa veröffentlicht wird, muss es dort ganz ohne Nostalgiebonus überzeugen. Ziel ist, dass diejenigen, die das Original nicht kennen, in der Neuauflage zwar an die goldene Ära der SNES-Rollenspiele erinnert werden, aber auch ohne rosarote Nostalgiebrille ein durchweg gelungenes Rollenspielabenteuer erleben. Ob das gelingt, wissen wir erst in einem halben Jahr. Am 24. April erscheint Trials of Mana weltweit auf Switch, PS4 und PC.
Wieso das Original nie den Weg in den Westen geschafft hat? Eine endgültige Antwort blieb Square Enix immer schuldig. Ursprünglich war ein Release in der zweiten Jahreshälfte 1995 in den USA geplant. Gescheitert ist die Veröffentlichung von Trials of Mana dann gerüchteweise an den hohen Kosten, die die Übersetzung verschlungen hätte, Bugs, deren Bearbeitung nicht schnell genug möglich gewesen wäre, und dem Aufstieg der Konkurrenzkonsolen Playstation und Sega Saturn. 24 Jahre später ist das aber zum Glück gar nicht mehr so wichtig, denn die Originalversion ist in der Collection of Mana erhältlich und die frische Fassung des Kult-Rollenspiels wartet ab Ende April auf begeisterte Fans und all die Neulinge, die zuvor noch nicht mit dem Spiel Bekanntschaft schließen konnten.
