Tom Clancy's XDefiant angespielt: Ist der Ubisoft-Shooter eine ernsthafte Konkurrenz für Call of Duty?

Special Michael Grünwald
Tom Clancy's XDefiant angespielt: Ist der Ubisoft-Shooter eine ernsthafte Konkurrenz für Call of Duty?
Quelle: Ubisoft

Wir haben die Open Beta von XDefiant ausführlich gespielt. Kann es der Free2Play-Shooter von Ubisoft wirklich mit Call of Duty aufnehmen?

Insgesamt gab's in der Open Beta bereits 14 Karten. Zum Vergleich: Call of Duty: Modern Warfare 2 hatte zum Release lediglich zehn 6-gegen-6-Maps zu bieten. Die Arenen in XDefiant fallen außerdem sehr abwechslungsreich aus. Uns stehen kleine, geschlossene Karten zur Verfügung, aber auch ein wenig weitläufigere sowie vertikalere Maps wie Attica Heights, die sich über mehrere Etagen erstrecken. Alle sind perfekt für actionreiche Gefechte ausgelegt. Wir hatten nie das Gefühl, dass wir vom Spawnpunkt aus zu weit bis zum nächsten Hotspot laufen mussten.

In manchen Spielmodi verlagern sich die Kämpfe durch veränderte Eroberungspunkte sogar während einer Runde. Das sorgt zusätzlich für mehr Abwechslung und kann ein Match tatsächlich auch zugunsten des anderen Teams wenden. Das hat was! Vor jedem Spiel dürfen wir in der Lobby zwischen drei Maps wählen. Zwei stehen uns direkt zur Auswahl, wer beide nicht mag, kann noch für eine zufällige Karte stimmen. Hier hat XDefiant deutlich die Nase vor der CoD-Konkurrenz, schließlich gibt's in den letzten Teilen der Activision-Reihe keine Map-Auswahl. Und wer aktuell Modern Warfare 2 spielt, dem wird gerne zwischendurch auch dreimal hintereinander die gleiche Karte vorgeworfen.

Spieler zielt mit Scharfschützengewehr Quelle: PC Games

Die Mischung macht's

Womit wir wohl zu einem der wichtigsten Punkte aus Fan-Sicht kommen: dem skillbasierten Matchmaking. Denn das spielt auch bei eben jener Map-Rotation in Call of Duty eine Rolle. Wie genau das funktioniert, wissen die CoD-Entwickler wohl nur selbst, aber hier geht es jetzt um xDefiant und der Ubisoft-Shooter kommt gänzlich ohne die skillbasierte Spielersuche aus.

In den Runden können also absolute Anfänger auf Pro-Gamer treffen. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht unfair, doch auf den zweiten ist der Lernprozess der Neulinge um einiges höher, sobald sie in Lobbys mit stärkeren Spielern zusammengeworfen werden.

Operator macht Siegerpose in Kamera Quelle: PC Games

In unseren ersten Matches haben wir uns Taktiken abgekupfert, Laufwege einstudiert und Waffen von Gegnern oder Teammitgliedern aufgehoben, um besser zu werden. Sobald wir in einer größeren Gruppe Call of Duty spielen, ist dieses skillbasierte Matchmaking eh hinfällig und ebenfalls nicht mehr fair - dann doch lieber komplett darauf verzichten.

Die Parallelen zwischen XDefiant und CoD sind nicht zu leugnen und daher ist ein Vergleich unumgänglich. Wir bleiben gespannt, wie sich der Shooter bis zum Release weiterentwickelt. Ob er dem großen Call of Duty den Rang ablaufen kann, bezweifeln wir zwar noch, aber zumindest eine tolle Alternative scheint Ubisoft damit in den Startlöchern zu haben.

Fazit

Eine spaßige Angelegenheit mit einigen Kinderkrankheiten. Die Konkurrenz sollte den Shooter dennoch im Auge behalten.

Einen genauen Veröffentlichungstermin gibt's noch nicht, wir rechnen aber mit einer baldigen Ankündigung und einem Release in diesem Jahr. Bis dahin können die Entwickler an den vorhandenen Problemen arbeiten. Außerdem steht bereits fest, dass XDefiant permanent mit Charakteren, Maps und zusätzlichen Gadgets erweitert werden soll.

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