Tom Clancy's XDefiant angespielt: Ist der Ubisoft-Shooter eine ernsthafte Konkurrenz für Call of Duty?
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Wir haben die Open Beta von XDefiant ausführlich gespielt. Kann es der Free2Play-Shooter von Ubisoft wirklich mit Call of Duty aufnehmen? Im Artikel verraten wir, was uns gefallen hat und an welchen Baustellen noch gefeilt werden muss.
Es ist die große Shooter-Hoffnung des Jahres: XDefiant. Die Closed Beta im April erregte ordentlich Aufmerksamkeit. Spieler zeigten sich begeistert vom Gameplay des Ubisoft-Titels und seitdem machen immer wieder Begriffe wie "CoD-Killer" die Runde. Machen wir uns nichts vor, die Marke Call of Duty schwächelt seit Jahren, aber laut Verkaufszahlen des aktuellen Spiels der Reihe - Modern Warfare 2 - zeigen sich keine großen Konsequenzen. Die fehlende Konkurrenz ist sicherlich einer der Faktoren für diese Tatsache.
xDefiant wird unter anderem von ehemaligen CoD-Mitarbeitern entwickelt und soll in diesem Jahr noch seinen Release feiern: und zwar mit Free2Play-Modell. Eine Map-Auswahl, gute Menüführung, überschaubare Loadouts, spannendes Gameplay und vor allem kein skillbasiertes Matchmaking: Was nach recht simplen Features im Ubisoft-Shooter klingt, erfreut vermutlich viele Spieler, die durch Call of Duty derzeit hart gebeutelt sind. Doch an einigen Ecken hakt es noch ordentlich. In der vor kurzem spielbaren Open Beta haben sich einige Schwächen offenbart.
Worum geht's eigentlich genau?
Rainbow Six Siege wurde im Jahr 2015 von Ubisoft veröffentlicht und hat nach wie vor noch eine relativ aktive Fan-Base. Seit längerer Zeit versuchen die französisch-kanadischen Entwickler, eine neue Shooter-Marke zu etablieren, die die taktische PvP-Ballerbude ablöst.
XDefiant könnte in diese großen Fußstapfen treten, allerdings mit schnellerem, actiongeladenem Gameplay. Die Spielmechaniken und das Gunplay erinnern mehr an CoD-Shooter der Black-Ops-Reihe als an Rainbow Six Siege.
In 6-gegen-6-Kämpfen gegen menschliche Spieler erobern wir Flaggen, eskortieren Roboter oder sammeln Marken ein, um am Ende als Sieger vom Schlachtfeld zu gehen. Auf die recht klassischen, aber spaßigen Spielmodi kommen wir im Verlauf des Artikels nochmal zurück.
Bekannte Fraktionen
Zunächst einmal möchten wir auf die Operator eingehen, die wir zum Beginn einer Runde auswählen, aber auch nach jedem Tod wechseln können. Die Fraktionen, aus denen die Charaktere entspringen, basieren nämlich allesamt auf Ubisoft-Titeln.
Wir schnappen uns Figuren aus The Division, Splinter Cell, Far Cry, Ghost Recon und Watch Dogs und stürmen mit denen in den Kampf. Allerdings stehen uns dabei keine Ikonen wie Sam Fisher oder Aiden Pearce zur Verfügung. Für das fertige Spiel können die aber noch dazukommen.
Vielmehr sind unsere Skins unbekannte Charaktere beispielsweise von der Gruppierung Libertad aus Far Cry oder den Cleaners aus The Division. Jede Klasse hat zwei einzigartige Fähigkeiten und eine Spezialattacke.
Für eine der beiden Fähigkeiten müssen wir uns jedoch entscheiden. Die Echelon-Operator haben beispielsweise die Möglichkeit, sich für kurze Zeit unsichtbar zu machen oder per Aufklärungsanzug die Positionen der Gegenspieler offenzulegen.
Die Phantoms aus Ghost Recon können dagegen eine elektromagnetische Barriere gegen Kugeln und Granaten vor sich errichten oder einen Nahkampfschild mit sich führen. Alle Fraktionen sind ziemlich ausgeglichen, wodurch abwechslungsreiche Gefechte entstehen.
Einfach ist manchmal besser
Bei den Waffen schöpfen wir bereits aus dem Vollen. Klassenübergreifend können wir mit allen Figuren jede Wumme benutzen. Da gibt's unter anderem ganz klassische Sturmgewehre wie die AK47, die ACR oder die M4, außerdem Maschinenpistolen wie die MP7, P90 oder MP5 und natürlich Scharfschützengewehre sowie Handfeuerwaffen.
