Tom Clancy's XDefiant angespielt: Ist der Ubisoft-Shooter eine ernsthafte Konkurrenz für Call of Duty?
Special
Wir haben die Open Beta von XDefiant ausführlich gespielt. Kann es der Free2Play-Shooter von Ubisoft wirklich mit Call of Duty aufnehmen?
Auf die Knarren lassen sich noch fünf Aufsätze basteln. Von Visieren über Griffe bis hin zu Magazinen sind da die wichtigsten Dinge dabei. Bei XDefiant bleibt das Anpassen der Waffen überschaubar. Während wir in Call of Duty: Modern Warfare 2 bei manchen Schießeisen mittlerweile alleine über 20 verschiedene Visiere anschrauben können, haben wir im Ubisoft-Shooter nur die Klassiker zur Auswahl. Das ist auch genau richtig, denn großartig unterscheiden sich die meisten Aufsätze in CoD eh nicht. Sie machen den Waffenschmied nur unnötig unübersichtlich. In der Open Beta hatten wir dagegen immer einen sehr guten Überblick, inwiefern sich unsere Knarren beim Anbringen von Griffen und Co. veränderten. Nachdem wir mit den Waffen im Level aufsteigen konnten, gehen wir zudem davon aus, dass wir im fertigen Spiel die Aufsätze nach und nach freischalten sowie zusätzliche optische Anpassungen freispielen. Ein Slot für Skins war bereits vorhanden.
Spaßiges Gunplay mit einigen Problemen
Sobald wir uns dann mit den Wummen ins Getümmel schmeißen, haben wir viel Spaß bei den Ballerorgien. Das Gameplay ist schnell und erinnert tatsächlich an frühere CoD-Titel. Auch die Spielmodi kommen uns allesamt bekannt vor.
Quelle: PC Games
Vorherrschaft ist quasi identisch zu Herrschaft aus Call of Duty. Auch Besatzung, Eskortieren und die restliche Auswahl kennen wir schon aus anderen Shootern. Eventuell kommen aber auch hier zum endgültigen Release noch mehrere Modi hinzu.
In den Kämpfen wirken die meisten Waffen relativ ausgeglichen. Schrotflinten und MPs fühlen sich jedoch ein wenig zu schwach an. In unseren Matches hat das dafür gesorgt, dass die meisten Spieler eher auf Sniper und Sturmgewehre zurückgriffen.
In den wenigen Runden, in denen wir mit Maschinenpistolen durch die Maps gesprintet sind, hatten wir das Gefühl, dass die Gegner doch zu viele Treffer einsteckten. Das kann allerdings auch an der allgemein recht hohen Time-to-kill gelegen haben.
Mehr Probleme machen dagegen die Hitboxen mancher Spieler. Hin und wieder setzten wir recht sichere Treffer, die uns jedoch nicht angerechnet wurden. Im Gegenzug hielten wir nur äußerst wenige Schüsse unserer Gegner aus. Die Entwickler haben die Schwierigkeiten auf dem Schirm und arbeiten bereits an Verbesserungen.
Das könnte auch ein Grund sein, warum die ansonsten recht beliebten Abschusskameras nicht im Spiel integriert sind. Zwischendurch hätte uns nämlich schon interessiert, wie es unsere Widersacher geschafft haben, uns zu killen.
Verbindungsabbrüche gab's ebenfalls immer wieder. Nachdem eine Open Beta auf allen Plattformen als Stresstest genutzt wird, ist das jedoch recht normal. Auch hier kann Ubisoft bis zum Release nachbessern.
Von New York bis nach Yara
Nachdem wir ausführlich über Operator, Waffen und Gunplay berichtet haben, kommen wir nun zu den Maps. Bestimmte Abschnitte mancher Karten kennen wir bereits ebenfalls aus bekannten Ubisoft-Spielen.
Da finden Schlachten in einem Einkaufszentrum im verschneiten New York statt, was uns natürlich sofort an The Division 1 denken lässt. Die Map Pueblito befindet sich im fiktiven Yara aus dem Insel-Shooter Far Cry 6. Und Nudleplex erkennen Fans der Watch-Dogs-Reihe ebenfalls im Handumdrehen.
