25 Jahre Tief: Das Spiel, das Stealth zum Massenphänomen machte

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
25 Jahre Tief: Das Spiel, das Stealth zum Massenphänomen machte
Quelle: Eidos/Square Enix/CDE Entertainment

Heute kennen wir Thief: The Dark Project als Stealth-Klassiker. Die Entwicklung des Ego-Schleichers stand jedoch mehr als einmal auf der Kippe.

Laut Leonard zog Eidos' Test- und Produktionsteam in den finalen Wochen in den Looking-Glass-Büroräumen ein und unterstützte das Team bei der Fertigstellung. Anfang November ging Thief: The Dark Project schließlich Gold, sodass das Spiel rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 1998 auf den Markt kommen konnte.

Ende gut, alles gut?

Thief: The Dark Project erschien schließlich am 1. Dezember 1998 und wurde von der Fachpresse in den Himmel gelobt. Die Kritiker feierten die spielerischen Freiheiten, aber auch den Mut der Entwickler. Thief war neu, anders und dadurch auch herausfordernd. Features wie die Immersion und auch der Sound wurden in den höchsten Tönen gelobt.

Im Gegensatz zu früheren Projekten wirkten sich die positiven Schlagzeilen und die hohe Produktqualität diesmal auch auf die Verkaufszahlen aus: Bis Mai 2000 verkaufte sich das Spiel weltweit über eine halbe Million Mal und avancierte so zum bis dato erfolgreichsten Werk der Looking Glass Studios.

Das Entwicklerteam setzte die Franchise im Anschluss weiter fort; Ende März 2000 erschien Thief 2: The Metal Age (bei uns Dark Project 2: The Metal Age). Allerdings konnte auch dieses Spiel Looking Glass nicht mehr retten. Die bereits während der Produktion des ersten Teils vorherrschenden finanziellen Probleme trieben das Unternehmen im Mai 2000 schlussendlich in den Bankrott.

Heranstürmende Feinde Quelle: Moby Games Das Studio wurde geschlossen und der geplante dritte Teil zunächst gecancelt. Dieser erschien schließlich 2004 unter der Flagge von Ion Storm als Thief: Deadly Shadows. Danach wurde es zehn Jahre still um die Serie, ehe Eidos Montreal Thief im Jahr 2014 wieder zum Leben erweckte. Allerdings konnte das Spiel nicht mehr an die ganz großen Erfolge von einst anknüpfen.

Ob es irgendwann einen Nachfolger geben wird, steht in den Sternen. 2017 erteilte David Anfossi, Studioleiter bei Eidos Montreal, etwaigen Gerüchten über Thief 5 noch eine eindeutige Absage.

2022 übernahm die schwedische Embracer Group Crystal Dynamics, Eidos Montreal und auch Square Enix Montreal. Damit gehört dem Unternehmen auch die Thief-Lizenz. Bislang gibt es aber weder eine offizielle Ankündigung noch Gerüchte, ob ein neues Spiel der Schleich-Saga in der Mache sein könnte.

Der Meisterdieb bleibt also erst einmal im Dunkeln und hält sich versteckt. Thiefs Einfluss auf First-Person-Spiele und das Stealth-Genre bleiben aber unbestritten. Das Mittelalter-Abenteuer von Looking Glass war ein wichtiger Wegbereiter, ohne den es etwa spätere Hits wie Dishonored nie gegeben hätte.

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