The Quarry im Test: Im Ferien-Camp des Grauens - Seite 3
Test 53,99 €
Erst Until Dawn und die Dark Pictures Anthology, nun The Quarry: Supermassive bleibt sich selbst treu. Ob das ausreicht, klären wir im Test plus Video!
Zugleich aber krankt The Quarry an bekannten Problemen. Die Steuerung der Figuren etwa ist sehr hakelig. Immer wieder bleiben wir an Objekten hängen oder müssen unseren Charakter oder auch die Kamera ausrichten. Die Perspektive machte uns im Test ebenfalls einen Strich durch die Rechnung: Häufig ist die Kamera einfach viel zu dicht hinter den Protagonisten. Dadurch geht zum einen Übersicht verloren, zum anderen beeinträchtigt dies auch die grundsätzliche Steuerung. Ebenfalls störend: die Laufgeschwindigkeit der Figuren. Sie schlendern förmlich durch die Levels und nehmen sich selbst im Angesicht des Todes noch zu viel Zeit. Der zuschaltbare Turbo ist nicht mehr als "schnelles Gehen", aber weit weg von Joggen oder gar Laufen. Vor allem das Treppensteigen zehrt massiv an den Nerven, weil es schlicht viel zu langsam ist - gerade bemessen am jungen Alter der Figuren.
Umfang und Wiederspielwert
The Quarry besteht aus zehn Kapiteln plus Prolog sowie einem Epilog samt Grusel-Podcast. Beim ersten Durchspielen benötigten wir im Test rund zehn Stunden. Danach öffnet sich für diesen Spielstand auch die Kapitelauswahl, sodass ihr in frühere Abschnitte zurückkehren könnt. Allerdings überschreibt ihr so auch eure bisherigen Daten.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Rufen, schießen oder still sein? Eure Entscheidungen prägen maßgeblich den Spielverlauf.
Einfach einzelne Momente neu spielen? Geht leider nicht. Sehr schade zudem: Es gibt keine Vorspultaste, um die teils äußerst langen Dialoge zu überspringen. Wer also etwa gezielt an die dramatischen Stellen des Spiels springen will, muss erst den Aufgalopp dazu überstehen.
Ihr habt keine Lust auf jegliche Form der Interaktion? Dann wählt den Filmmodus. Schaut euch The Quarry einfach an und wählt aus Bildfiltern wie Indie- oder 80er-Horror aus. Wie schon frühere Titel von Supermassive Games könnt ihr auch diesmal im Couch-Koop bis zu acht Freundinnen und Freunde vor dem Bildschirm versammeln.
Quelle: PC Games
Ryan ist eigentlich eher der zurückhaltende Typ. Allerdings wächst er im Verlauf der Geschichte über sich hinaus.
Abhängig von der Spieleranzahl verteilt ihr im Anschluss die Figuren untereinander.
Später pausiert das Spiel kurz, sodass ihr den Controller durchwechseln oder den Platz an Maus und Tastatur freiräumen könnt. Der Couch-Koop ist gerade in kleinen Gruppen mit viel Zeit unterhaltsam. Bei mehr als vier Spielern allerdings kommt man arg selten zum Zug. Dafür fördert diese Spielart zweifellos die Diskussionen vor dem Schirm - gerade in den späteren Abschnitten.
Positiv: The Quarry besitzt durchaus einen gehobenen Wiederspielwert. Wenn ihr das Abenteuer einmal durch habt, solltet ihr mindestens noch einen zweiten Durchlauf dranhängen und gezielt andere Entscheidungen treffen.
Dann kitzelt ihr nämlich nicht nur einige sehr blutige Todesszenen aus dem Abenteuer heraus, sondern könnt auch die Beziehungen der Figuren und viele der Dialogsequenzen stark beeinflussen. Selbst wenn also zehn Spielstunden zunächst nach eher wenig klingen, landet ihr schnell bei 20 oder mehr Stunden für euer Geld. Durchaus ein fairer Deal!
Meinung
The Quarry, entwickelt von Supermassive Games und veröffentlicht von 2K Games, ist ab dem 10. Juni 2022 für den PC, für Playstation 5 und Playstation 4, sowie die diversen Konsolen der Xbox-Familie zu haben. Wenn ihr wissen wollt, wie viele mögliche Enden das Spiel hat, haben wir darauf die Antwort für euch parat.
