The Casting of Frank Stone: Macht Supermassive Games wieder einen Schritt nach vorn?

Special Michael Grünwald
The Casting of Frank Stone: Macht Supermassive Games wieder einen Schritt nach vorn?
Quelle: Behaviour Interactive

Der Release von The Casting of Frank Stone steht kurz bevor. Doch worum geht's überhaupt? Wir durften bereits einen Prolog anspielen und bringen ein wenig Licht ins Dunkel.

Spiele von Supermassive Games kann man manchmal mit einer Tüte Chips vergleichen: Von außen sieht sie prall aus, innen fehlt es dafür häufig an Inhalt - lecker schmecken die Kartoffelleckereien aber trotzdem. Die letzten Horrortitel der Entwickler schwankten nicht selten in Sachen Qualität. Da wäre Until Dawn, das größtenteils viel Lob abbekam und im Herbst sogar ein Remake erhält. The Quarry konnte nicht in die Fußstapfen treten, hatte aber zumindest einige Höhepunkte.

Mit der Dark Pictures Anthology wählte Supermassive dagegen eine andere Herangehensweise und veröffentlichte kürzere Horrorabenteuer in Episodenform. Man of Medan, Little Hope, House of Ashes und The Devil in Me konnten jedoch nie komplett überzeugen und kämpften allesamt mit den gleichen Problemen. Nun haben die Entwickler neue Spiele in der Pipeline:

Einerseits arbeitet ein Teil des Studios an Little Nightmares 3, das im nächsten Jahr erscheinen soll. Andererseits erscheint mit The Casting of Frank Stone bereits in wenigen Wochen eine neue Marke, die im Universum von Dead by Daylight spielt. Das ist für euch alles ziemlich verwirrend? Kein Problem, wir helfen euch auf die Sprünge.

Immer der Nase nach

In The Casting of Frank Stone übernehmen wir wie bereits in Until Dawn und The Quarry die Rollen von einigen Jugendlichen. Im beschaulichen Cedar Hills, einer Kleinstadt in den Vereinigten Staaten, schürft die Gruppe bei Nachforschungen jedoch ein wenig zu tief und bekommt es mit dem titelgebenden Frank Stone zu tun.

Dessen Vermächtnis und Vergangenheit reicht über Generationen hinaus und könnte brutaler kaum sein. Wie üblich in Spielen von Supermassive Games kämpfen wir mit der bunt zusammengewürfelten Truppe ums Überleben eines jeden Einzelnen.

Recht viel mehr über die Geschichte wissen wir aber noch nicht, denn auch unsere Anspiel-Session hatte kaum etwas mit der eigentlichen Story zu tun. In der spielbaren Demo - wohl der Prolog des Spiels - steuern wir den Polizisten Sam Green durch das Stahlwerk von Cedar Hills.

Zwei Personen stehen vor einem Stahlwerk Quelle: Behaviour Interactive Auf der Suche nach einem vermissten Kind führt eine Fährte unsere Spürnase ins Industriegebiet der Region. Nach einem Dialog mit dem Wachmann des Stahlwerkes erkunden wir das Gelände vorerst im Alleingang.

Dunkelheit, enge Räume und viel Blut

Was uns dort erwartet, ist eine klassische Horrorerfahrung à la Supermassive. Das muss jedoch nichts Schlechtes bedeuten, schließlich sind die Spiele der Entwickler atmosphärisch häufig auf einem Top-Niveau. Die Probleme tauchen meist an anderen Stellen wie dem story writing und einigen fragwürdigen Emotionen in den Gesichtern der Charaktere auf.

Mit unserem Polizisten suchen wir im Stahlwerk nach Hinweisen beziehungsweise Geheimnissen und gehen verdächtigen Geräuschen nach. Ab einem gewissen Zeitpunkt erhalten wir Hilfe von dem trinkfreudigen Wachmann, der seinen Hund vermisst.

Eine Frau hält sich mit beiden Händen an einer Kante fest Quelle: Behaviour Interactive Die dunklen Hallen sind furchteinflößend und der Lichtkegel unserer Taschenlampe sorgt für typisches Horror-Feeling. Zusätzlich gibt's wie immer eine ordentliche Portion Blut und Gemetzel. Da werden abgetrennte Ohren gefunden, Leute aufgespießt und Augen ausgestochen - die rote Suppe tropft an allen Ecken und Enden.

Doch auch das gehört als Stilmittel dazu und wird glücklicherweise nicht zu häufig eingesetzt. Die Levels sind erneut recht linear aufgebaut. Nur ganz selten müssen wir uns an Abzweigungen für einen Weg entscheiden. Meistens führt der eine Part dann zu Sammelgegenständen, während uns der andere in der Story vorankommen lässt.

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