The Outer Worlds 2 im Test: Hübsche Details, aber auch Bugs

Test Matthias Dammes
The Outer Worlds 2 im Test: Hübsche Details, aber auch Bugs
Quelle: PC Games

Im Test von The Outer Worlds 2 nehmen wir die Grafik und Technik unter die Lupe und kommen schließlich zu einem Fazit.

Stilistisch Hübsch

Bei der Präsentation halten sich die Entwickler am im Vorgänger etablierten Stil mit vielen bunten Farben, abwechslungsreichen Designs bei NPCs und Landschaften sowie vielen liebevollen Details.

Ebenfalls wie beim Vorgänger werden auch diesmal damit keine grafischen Maßstäbe gesetzt, aber den Entwicklern ging es ohnehin mehr um Stil als um modernste Technik. Trotzdem macht die optische Präsentation dank Unreal Engine 5 einen hübscheren Eindruck als im ersten Teil.

Zur Darstellung werden dabei natürlich die üblichen modernen Features wie DLSS 4, FSR 4 und auch Raytracing unterstützt. Frei von technischen Problemen kommt das Spiel aber leider nicht daher. Sowohl auf dem PC als auch auf der PS5 haben wir nachladende Texturen und Objekte beobachten können, die gelegentlich auch mit kleinen Rucklern einhergehen. Bei eingeschaltetem Raytracing kommt es zudem zu unschön flimmernden Schatten. Dafür fallen die Anforderungen recht moderat aus, wenn man auf Raytracing verzichten kann. Dann läuft The Outer Worlds auch auf einem Mittelklasse-Rechner noch wunderbar.

Eine ausführliche Analyse der technischen Performance von The Outer Worlds 2 lest ihr bei den Kollegen von PC Game Hardware.

Viele kleine Fehlerchen

Auf den Konsolen stehen mehrere Grafik-Modi zur Verfügung. Im Leistungsmodus werden recht stabile 60 FPS erreicht, während im Qualitätsmodus 30 Bilder pro Sekunde geboten werden. Wer einen entsprechenden Bildschirm mit 120 Hz angeschlossen hat, kann sich zudem einen ausgewogenen Modus mit 40 FPS aktivieren. Da die sichtbaren grafischen Unterschiede aber nur gering ausfallen, gibt es eigentlich wenig Gründe, auf den Leistungsmodus mit höherer Bildrate zu verzichten. Sehr löblich ist auch, dass die Konsolenversion von Haus aus eine Unterstützung für die Steuerung mit Maus und Tastatur integriert hat.

Ein Lob müssen wir bei all der Technik auch der Soundabteilung machen. Nicht nur hat das Spiel tolle Soundeffekte für Natur, Waffen und dergleichen, man hat sich auch bei der musikalischen Untermalung ins Zeug gelegt. Gefallen haben uns dabei vorwiegend die verschiedenen Radiostationen, die wir auf unserem Abenteuer einschalten können. Neben witzigen Moderationen laufen da auch zahlreiche toll gemachte und extra fürs Spiel erschaffene Songs, die in Stil und Stimmung zu ihrer jeweiligen Fraktion passen.

Im Inventar dieses NPCs sollten wir eigentlich eine Keycard finden, sie fehlt aber. Solche kleinen Fehler gibt es im Spieler leider immer wieder. Quelle: PC Games Im Inventar dieses NPCs sollten wir eigentlich eine Keycard finden, sie fehlt aber. Solche kleinen Fehler gibt es im Spieler leider immer wieder. Wo die Entwickler aber unbedingt noch nachbessern müssen, sind die vielen, zwar eher kleinen, aber doch zahlreichen Bugs und Fehlerchen. Das gravierendste Problem während unseres Durchspielens war eine Nebenquest, die sich durch eine fehlende Dialogoption nicht abschließen ließ. Abgesehen davon konzentrierten sich die beobachteten Bugs hauptsächlich auf Fehler im Benutzer-Interface, fehlende Voice-Lines oder Gegenstände, die nicht dort auftauchten, wo sie eigentlich sollten. Das meiste davon ist für sich genommen eher insignifikant und stört nicht wirklich den eigentlichen Spielspaß. Aber in ihrer Häufung fallen sie dann eben doch auf und verhindern leider eine bessere Wertung für das Spiel.

Rollenspiel mit klassischen Tugenden

Denn eigentlich ist The Outer Worlds 2 ein fantastisches Rollenspiel. In manchen Bereichen ein wenig oldschool, aber genau das macht auch seinen Charme aus und lässt die Traditionen von Fallout weiterleben. Dennoch emanzipiert sich das Spiel mit diesem Teil auch von seinem spirituellen Vorbild und hat uns in rund 60 Stunden mehrmals mit seiner spielerischen Freiheit begeistert.

Das ist eine der wichtigen Tugenden von Rollenspielen, die das Spiel nicht aufgibt. Die Vielfalt bei der Charakterentwicklung, die unzähligen kleinen und großen Entscheidungen, die verschiedenen Lösungswege für alle möglichen Probleme führen zu einem sehr hohen Wiederspielwert.

Im Grunde bietet The Outer Worlds 2 genau das, was Fans des ersten Teils sich erhofft haben. Mehr von der abgedrehten Welt, ausgefeiltere Spielsysteme und ein größerer Umfang. Es wurde an den richtigen Stellen weiterentwickelt und wo nötig ergänzt. Wer also bereits mit dem Vorgänger seinen Spaß hatte, wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen.

Meinung

Wertung zu The Outer Worlds 2 (PC)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu The Outer Worlds 2 (PS5)

Wertung:

8.5 /10
Fazit

The Outer Worlds 2 hat sich an den richtigen Stellen weiterentwickelt, bietet viele Rollenspiel-Freiheiten und macht einfach verdammt viel Laune. Jetzt müssen nur noch die Bugs verschwinden.

The Outer Worlds 2 wird von Obisidian Entertainment entwickelt und von Microsoft vertrieben. Das Rollenspiel ist ab dem 29. Oktober 2025 für PC, Xbox Series S/X und Playstation 5 erhältlich. Transparenzhinweis: Zur Erstellung dieses Artikels wurde uns eine Releasefassung von The Outer Worlds 2 durch Publisher Microsoft zur Verfügung gestellt.

  1. Seite 1 Story, Setting, Entscheidungen
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  4. Seite 4 Grafik, Technik, Bugs, Fazit
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