Im Test von The Outer Worlds 2 nehmen wir die Charakterentwicklung, die Kämpfe und das Itemsystem unter die Lupe.
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Fertigkeiten und Schwächen
Beim Gameplay haben die Entwickler von Obsidian die Systeme im Vergleich zum Vorgänger sinnvoll weiterentwickelt, ohne das typische Spielgefühl aufzugeben.
Unseren selbst erstellten Helden statten wir zu Spielbeginn mit einem Hintergrund aus, der besondere Dialogoptionen eröffnet. Zusätzlich legen wir Eigenschaften sowie Schwächen fest und verteilen erste Punkte auf Fertigkeiten wie Schlossknacken, Schleichen oder Rhetorik.
Diese Fertigkeiten sind der zentrale Pfeiler unserer Charakterentwicklung. Mit jedem Stufenaufstieg verteilen wir weitere Punkte auf die insgesamt zwölf verschiedenen Eigenschaften unseres Charakters. So eröffnen wir uns neue spielerische Möglichkeiten und verbessern unsere Kampffähigkeiten. Hinzu kommen dann noch sogenannte Vorteile. Von diesen Perks können wir uns jedes zweite Charakterlevel einen aussuchen. Welche uns dabei zur Auswahl stehen, hängt direkt davon ab, welche Fertigkeiten wir wie hoch gelevelt haben. Mit den Perks können wir gezielt die Fähigkeiten unseres Helden für unseren bevorzugten Spielstil entwickeln.
Quelle: PC Games
Bei der Charaktererstellung legen wir Hintergrund, Stärken und Anfangsskills unseres Helden fest.
Während des Spiels können sich zudem anhand unserer Spielweise zusätzliche Schwächen entwickeln. Die müssen wir nicht annehmen, aber manchmal ergeben sich daraus wirklich spannende Gameplay-Optionen. So haben wir früh im Spiel die Schwäche "Leicht ablenkbar" angeboten bekommen, weil wir beim Verteilen unserer Skillpunkte auf den ersten Stufen noch sehr unentschlossen vorgegangen sind.
Mit der neuen Schwäche haben wir uns dann quasi zu einem Alleskönner-Spielstil verpflichtet. Die Schwäche gewährte uns einen zusätzlichen Fertigkeitspunkt pro Stufenaufstieg, allerdings waren wir mit ihr gezwungen, die Punkte gleichmäßig zu verteilen. So gilt es stets abzuwägen, ob die Vorteile einer Schwäche sich so sehr lohnen, dass wir die damit verbundenen Nachteile in Kauf nehmen.
Quelle: PC Games
In den actionreichen Kämpfen nutzen wir die zahlreichen Schusswaffen oder gehen in den Nahkampf. Dabei aber immer auf die eigene Gesundheit achten.
Ballern oder Schleichen
In den Kämpfen steht meist die Action im Vordergrund. Wir beharken die Gegner mit einer Vielzahl von verschiedensten Feuerwaffen oder gehen auch mal in den Nahkampf. Ausgeklügelte Shooter-Mechaniken wie ein Deckungssystem solltet ihr nicht erwarten. Trotzdem ist es immer wieder von Vorteil, sich hinter Objekten in Sicherheit zu bringen, wenn mal wieder sehr viel Schaden auf uns einprasselt.
Um Heilung müssen wir uns dabei aktiv kümmern, eine automatische Regeneration gibt es nicht. So weisen wir Gefährten wie Valerie an, uns zu heilen, oder greifen auf den medizinischen Inhalator zurück. Dieser kann mit mächtigen Heileffekten ausgestattet werden, vergiftet bei jeder Nutzung aber auch unseren Körper. Einfach ständig Heilung zu spammen, ist also nicht möglich. Außerhalb des Kampfes stellen wir unsere Gesundheit durch den Verzehr von Lebensmitteln wieder her.
Quelle: PC Games
Alternativ können wir unseren Charakter auch zum lautlosen Assassinen entwickeln, der arglose Feinde von hinten ausschaltet.
Alternativ können wir Gegner auch lautlos beim Schleichen ausschalten. Auch hierbei solltet ihr kein ausgeklügeltes System wie bei Assassin's Creed erwarten, aber je mehr wir uns aufs Schleichen spezialisieren, umso besser geht es auch von der Hand.
Bei besiegten Gegnern finden wir neben Munition auch jede Menge Ausrüstungsgegenstände. Seien es neue Waffen, Rüstungen, Helme oder Mods. Allerdings ist das Item-System in The Outer Worlds 2 der schwächste Teil der Charakterentwicklung. Wirklich nennenswerte Fortschritte bei den Itemwerten machen die Gegenstände im Verlauf des Spiels nicht. Vielmehr bieten die unterschiedlichen Items immer wieder andere Ansätze für unseren Spielstil.
Das trifft besonders auf die einzigartigen Gegenstände zu. Diese verfügen jeweils über eine spezielle Mod, die ihnen einzigartige Fähigkeiten verleiht. Über Werkbänke lassen sich viele Gegenstände noch mit weiteren individuellen Mods ausstatten. Die Möglichkeiten, die eigene Ausrüstung an den eigenen Spielstil anzupassen, sind also durchaus vielfältig. Hat man aber einmal seine optimale Kombination zusammengestellt, kommt man nur noch selten in Verlegenheit, einen Austausch vorzunehmen. Auf der nächsten Seite sprechen wir über Technik, Bugs und ziehen unser Fazit.
