Legend of Zelda-Timeline erklärt: Die komplette Zelda-Story im Überblick

Special Nicolai Brülke Lukas Schmid
Legend of Zelda-Timeline erklärt: Die komplette Zelda-Story im Überblick
Quelle: Nintendo, Bildmontage: PC Games

Wir blicken zurück auf die ebenso verworrene wie auch hochspannende Timeline von The Legend of Zelda und erklären euch alles, was ihr Zelda-zur Story wissen müsst!

In der Zeit zwischen Ocarina of Time und A Link to the Past gelingt es Ganondorf, im Goldenen Land wieder an das Triforce zu gelangen. Mit der dadurch erlangten Macht erschafft er das Schattenreich und nimmt seine Bestienform Ganon an. Mit seiner Armee an Monstern attackiert er Hyrule. Die Soldaten des Landes opfern sich, um es den sieben Weisen zu ermöglichen, mithilfe eines Zaubers Ganon und seine Anhänger im Schattenreich zu versiegeln. Darauf folgt eine weitere, jahrhundertelange Epoche der Ruhe, an welche dann die Geschehnisse in A Link to the Past anknüpfen.

Diese beginnen damit, dass Hyrule von einer Welle schlechter Ereignisse heimgesucht wird, welche das Land verwüsten. Aus dem Nichts taucht der Magier Agahnim auf und beendet die Katastrophen, was ihm die Gunst des Königs einbringt. Agahnim ist aber in Wahrheit als das Alter Ego Ganons. Er tötet den König, erlangt die Herrschaft über Hyrule und entführt die Nachfahren der sieben Weisen, darunter auch die neue Reinkarnation von Zelda, um mit ihnen das Siegel zum Schattenreich zu brechen.

Aus dem Gefängnis schickt die Prinzessin telepathisch eine Botschaft an Link und bittet ihn, sie zu befreien. Nachdem das geglückt ist, liegt es mal wieder an ihm, das Master-Schwert zu suchen, da Agahnim nur damit aufgehalten werden kann.

Ein weiteres wichtiges Element, das A Link to the Past erstmals einführte, war die Existenz von Parallelwelten. Beim Kampf gegen Agahnim verbannt dieser Link nämlich zusammen mit Zelda in die Schattenwelt, die von Ganon beherrscht wird und das dunkle Gegenstück zu Hyrule darstellt.

In dieser muss er dann die sieben Weisen befreien und zu Ganons Turm vordringen. Im letzten Kampf gegen Agahnim offenbart sich Ganon als dessen eigentliche Seele und es kommt zum finalen Kampf mit dem Dämonenlord. Link gewinnt, tötet Ganon und erlangt das Triforce, welches ihm einen Wunsch erfüllt. Dadurch werden alle bösen Taten rückgängig gemacht und Hyrule scheint vorerst wieder sicher zu sein.

The Legend of Zelda: A Link to the Past Quelle: Nintendo

Was wäre, wenn ...?

Dass die Fallen-Hero-Timeline nicht wirklich die erlebte Geschichte von Hyrule widerspiegelt, zeigt sich auch daran, dass hier ein paar Spiele zu finden sind, die man, wäre The Legend of Zelda eine Serie, problemlos als Filler-Folgen bezeichnen könnte; grandiose Spiele zwar, aber solche, die auf die übergreifende Story nur wenig oder keinen Einfluss haben.

So ist es auch mit The Legend of Zelda: Link's Awakening. Es erschien ursprünglich 1993 für den Game Boy und wurde 2019 für die Nintendo Switch als Remake noch einmal veröffentlicht. Nach den Ereignissen in A Link to the Past hat sich der legendäre Held wohl nach einem kleinen entspannten Abenteuer außerhalb seiner Heimat gesehnt. Also bricht er mit einem Segelboot auf, um verschiedene Länder auf einer Art spirituellen Reise zu besuchen. Auf dem Rückweg nach Hyrule gerät er jedoch in einen schweren Sturm, der sein Boot kentern lässt.

Hier beginnt Link's Awakening. Alles, was in diesem Spiel passiert, hat keinerlei Auswirkungen auf die eigentliche Geschichte Hyrules, da es sich bei der Story nur um einen Traum handelt. Aber nicht um den von Link selbst, sondern um den des Windfischs auf der Insel Cocolint, auf welcher Link angespült wird und nun aufbricht, um den Fisch aus seinem Schlaf zu wecken, weil er die Insel nur dann wieder verlassen kann.

Da die Story aber, wie gesagt, keine Auswirkungen auf die Timeline hat und auch die Charaktere außerhalb von Link's Awakening nie wieder auftauchen, wollen wir auch gar nicht weiter darauf eingehen. Widmen wir uns also gleich den nächsten beiden Spielen, die Timeline-technisch wieder eine größere Relevanz haben: Oracle of Seasons und Oracle of Ages.

Dass diese beiden Spiele in der Regel zusammen genannt werden, hat den Grund, dass sich Nintendo hier ein bisschen von Pokémon hat inspirieren lassen und die beiden Oracle-Teile als zusammenhängende Titel entwickelt hat. Wenn man eines von ihnen durchspielt, bekommt man ein Passwort, welches man beim Start des zweiten Spiels eingeben kann. Dadurch können dann gewisse Vorteile und Easter Eggs freigeschaltet werden.

Anders als in Pokémon ist der Unterschied zwischen den beiden Editionen jedoch nicht bloß subtil. Spielwelt, Gameplay, Items und sogar die Story unterscheiden sich zwischen Seasons und Ages in allen Bereichen. Wirklich gleich ist eigentlich nur der Anfang der Spiele. In diesem findet Link auf seiner Reise ein Schloss, in welchem sich das Triforce befindet. Dieses teleportiert ihn in ein fremdes Land, woraufhin er die bösen Mächte dort aufhalten muss.

In Oracle of Seasons hört die Spielwelt auf den Namen Holodrum. Sie wird vom bösen General Onox heimgesucht, der Din, das Orakel der Jahreszeiten, entführt und damit das Wetter in Holodrum komplett durcheinanderbringt. Mithilfe des Stabs der Jahreszeiten kann unser Protagonist das Wetter im Spiel verändern und damit neue Orte erkunden.

Hierbei liegt das Hauptaugenmerk des Gameplays vor allem auf dem Kampf. Man kloppt sich mit Schwert und Items durch die Dungeons, besiegt General Onox und befreit Din. Viele der Kämpfe sind dabei durchaus anspruchsvoll und bedürfen des richtigen Einsatzes der Items, um zu bestehen.

The Legend of Zelda: Oracle of Seasons Quelle: Nintendo Nach dem Abschluss von Oracle of Seasons geht das Abenteuer in Oracle of Ages direkt weiter. Hier wird Link nach Labrynna geschickt, wo die böse Zauberin Veran ihr Unwesen treibt. Durch Links unfreiwillige Hilfe gelingt es ihr, Besitz über Nayru, das Orakel der Zeit, zu ergreifen und dadurch die Zeit zu kontrollieren.

Dieses Konzept ist also keinesfalls erst mit Ocarina of Time eingeführt worden. Zeitreisen spielen auch in Oracle of Ages eine wichtige Rolle. Um Veran aufzuhalten, muss der legendäre Held nämlich selbst Herrscher über die Zeit werden. Dafür braucht er eine spezielle Harfe, mit der es möglich ist, in die Vergangenheit zu reisen.

Dieses Item ist das Äquivalent zum Stab der Jahreszeiten aus Oracle of Seasons und spielt für das Gameplay eine wichtige Rolle. Während Seasons sehr auf Combat und anspruchsvolle Kämpfe setzt, stehen in Ages die Rätsel im Vordergrund. Man muss immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechseln, um verschiedene Teile der Oberwelt zu verändern und im Spiel voranzukommen. Auch die Dungeons sind sehr viel labyrinthartiger aufgebaut und man muss deutlich länger nachdenken, um auf die richtigen Lösungen zu kommen.

The Legend of Zelda: Oracle of Ages Quelle: Nintendo Nach dem finalen Showdown gegen Veran und dem Abschluss beider Spiele enthüllt sich aber erst der wahre Antagonist. Denn sowohl Onox als auch Veran waren die ganze Zeit nicht mehr als Spielbälle der beiden Gerudo-Hexen Kotake und Koume. Ihr Ziel ist es, Ganon wieder auferstehen zu lassen. Dafür müssen drei heilige Flammen entzündet werden. Nachdem Onox und Veran jeweils eine davon zum Brennen gebracht haben, benötigen die beiden Hexen nur noch Zelda, um die dritte Flamme zu entzünden.

Link besiegt die Hexen zwar, es gelingt ihnen aber dennoch, Ganon in einer wütenden, willenlosen Version seiner Selbst wiederzubeleben. Der Kampf gegen ihn ist das eigentliche Finale der Oracle-Teile. Er kann nur durch das Beenden beider Storylines freigeschaltet werden. Erst, wenn man ihn besiegt, ist das Spiel wirklich abgeschlossen und die Welt wieder für eine Weile sicher. Auch wenn Oracle of Seasons und Oracle of Ages zusammenhängende Titel sind, unterscheiden sie sich sehr voneinander. Dieses Konzept ist für die Zelda-Reihe bis heute einzigartig.

Der offizielle Platz von Oracle of Seasons und Oracle of Ages in der Timeline ist nicht ganz klar, da verschiedene offizielle Einordnungen existieren. Mal wird die Doppeledition vor und mal nach Link's Awakening eingeordnet, was wieder zeigt, wie unsicher sich die Entwickler teilweise selbst über ihre Spiele waren.

Es würde aber deutlich mehr Sinn ergeben, wenn Oracle of Seasons und Oracle of Ages vor Links Traumabenteuer spielen, da die Geschehnisse dieser Games sehr wahrscheinlich jene sind, die Link auf seiner spirituellen Reise nach A Link to the Past erlebt. Das lässt nahelegen, dass wir in allen vier Spielen die gleiche Reinkarnation des bemützten Helden spielen, da dazwischen nur eine Zeitspanne von wenigen Jahren liegt.

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