Zelda: Tears of the Kingdom endlich gespielt! Vertraut und doch frisch.
Special
In knapp zwei Wochen erscheint The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom endlich für Nintendo Switch! Wir haben es vorab gespielt und uns einen Eindruck vom Open-World-Abenteuer verschafft. In unserer Vorschau gehen wir auf den Fahrzeug-Bau, die Himmelsinseln, die Haltbarkeit von Waffen und mehr ein.
Was es genau mit dem zuvor genannten Turm auf sich hat, dürfen wir leider nicht verraten. Dieser steht allerdings in Verbindung mit den neuen Himmelsinseln, auf denen man auf Umgebungsrätsel stößt. Und auch da gibt es wieder allerhand Lösungswege. So mussten wir an einer Stelle rausfinden, wie wir von einer Insel auf eine andere kommen, ohne einen Gleiter zu besitzen. Später ging es darum, mit einer Vorrichtung ein großes Steingebilde so im dreidimensionalen Raum zu drehen, dass wir es als Weg nutzen können. Die Art der Rätsel hat uns stark an die Schreine und Titanen aus dem Vorgänger erinnert - nur eben diesmal an der frischen Luft.
Wir sind auf den Himmelsinseln aber nicht nur an der frischen Luft unterwegs, wir erkunden auch Höhlen. Dort ist es in Tears of the Kingdom jedoch stockfinster, weshalb entweder die gute alte Fackel zum Einsatz kommt oder wir Leuchtsamen mit einem Pfeil an die Wand schießen. Dadurch wachsen dort Pflanzen, die in einem bestimmten Umkreis die Umgebung erleuchten und so die Geheimnisse unter Tage zum Vorschein bringen. Wir konnten zudem beobachten, wie kleine automatisierte Golem-Wesen nach irgendwas geschürft haben. Womöglich haben die Zonai diese Maschinenwesen erschaffen, um Rohstoffe zu sammeln, die sie für ihre Technologien verwenden.
Quelle: Nintendo
Manche der Umgebungsrätsel auf den Himmelsinseln haben uns an die Schreine und Titanen aus Breath of the Wild erinnert.
Lego der Marke Hyrule
Und diese Technologien treffen wir bei der Erkundung der Welt immer wieder an und können sie nutzen, um damit Fahr- oder Flugzeug mit der Ultra-Hand-Kraft zusammenzuzimmern. Auch hier sind unserer Kreativität anscheinend nur wenig Grenzen gesetzt. Ob es ein raketenbetriebener Baumstamm ist oder ein Brett mit einem Heißluftballon - wenn man es sich vorstellen kann, ist es meist möglich.
Grundsätzlich erfüllt dabei jedes Bauteil eine bestimmte Funktion, die per Schlag aktiviert wird. Sind die Bauteile miteinander verbunden, werden dagegen alle Triebwerke und anderen Dinge aktiviert, wenn wir eines davon mit einem Hieb treffen. Direkte Kontrolle erlaubt uns eine verbaute Steuereinheit, sofern unser Gefährt über Antriebe in die nötigen Richtungen verfügt. Wie lange unser Vehikel Saft hat, hängt von Links Energiespeicher und dem Verbrauch der Bauteile ab. Falls die Energie nicht reicht, verbauen wir externe Batterien, die für eine begrenzte Zeit mehr Strom liefern.
Quelle: Nintendo
Auf den Himmelsinseln finden wir Kapselautomaten, die mitnehmbare Bauteile ausspucken.
Hobby-Mechaniker können dabei einerseits in der Welt verstreute Baumaterialien und alte Zonai-Gerätschaften nutzen. Andererseits sind wir aber auch auf eine Art Kapselautomaten gestoßen, der Bauteile zum Mitnehmen ausspuckt, wenn man ihn mit Zonai-Ladungen füttert. Das ist nicht nur eine witzige Idee, sondern auch verdammt praktisch. Solange wir ausreichend Bauteile im Inventar haben, können wir im Bedarfsfall immer kleine Gerätschaften basteln.
Selbst mobile Kochstationen, die nur für eine Nutzung zur Verfügung stehen, erhalten wir auf diese Weise. Um das wiederholte Bauen zu erleichtern, haben die Entwickler eine weitere Funktion implementiert, mit der man Gebilde mit weniger Aufwand zusammenstöpseln kann. Doch auch hier müssen wir euch bis zum Test für mehr Details vertrösten.
Sammelfreunde, frohlocket!
Was wir hingegen jetzt schon verraten können, ist die Rückkehr der Krogs! Wie schon in Breath of the Wild verstecken sich die Kerlchen in der Spielwelt oder stellen uns kleine Aufgaben. Neu dabei ist ein Aufgaben-Typ, bei dem wir zwei voneinander getrennte Krogs vereinen. Dafür packen wir das kleine Wesen an dem überdimensionierten Rucksack und setzen ihn auf ein Vehikel, um ihn ans Ziel zu bringen. Als Belohnung winken erneut Krog-Samen, die wir wahrscheinlich wie im Vorgänger gegen Inventar-Upgrades eintauschen.
Während das ähnlich wie im letzten Zelda-Spiel funktioniert, haben wir beim Spielen den Eindruck bekommen, dass die Welt selbst in Tears of the Kingdom ein paar Veränderungen erfahren hat. Die grundlegende Landschaft von Hyrule ist natürlich noch, wie man sie aus Breath of the Wild kennt, aber stellenweise haben sich Details anscheinend geändert. Das stimmt uns hoffnungsvoll, dass es erneut viel zu entdecken gibt.
Selbst nach unserem Hands-on bleiben zahlreiche Fragen offen. So haben wir etwa keine Charaktere getroffen, nur wenige Rätsel ausprobieren dürfen und nichts zur Story erfahren, was nicht schon aus den Trailern bekannt war. Welche Rolle spielen die mysteriösen Zonai? Was ist mit Zelda passiert? Was wird es diesmal statt der Titanen geben? Doch letztlich spielt nur eine Frage eine wirklich wichtige Rolle: Vermag es Nintendo, mit Tears of the Kingdom erneut ein so magisches Abenteuer voller Entdeckerlust und Kreativität zu erschaffen, dass wir noch Jahre später darüber reden werden - so wie über Breath of the Wild? Das wird die Zukunft zeigen. Unser jüngster Ausflug nach Hyrule hat uns jedenfalls mit einer riesigen Portion Lust auf mehr zurückgelassen. Zum Glück müssen wir uns nicht mehr lange gedulden.
