The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom Vorschau: Das wird eine grandiose Sandbox!
Special
Nintendo hat endlich zusammenhängendes Gameplay zu The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom gezeigt! In unserer Preview klären wir, was Link für kreative neue Fähigkeiten hat und wieso das uns Spielern unglaubliches Potenzial an die Hand gibt, wenn wir ab 12. Mai 2023 den Streifzug auf Nintendo Switch starten.
In gerade mal sechs Wochen, also schon am 12. Mai 2023, erscheint das von Fans langersehnte The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom exklusiv für die Nintendo Switch. Dank moderner Marketing-Maschinerie wissen wir üblicherweise so kurz vor Release schon eine ganze Menge zu kommenden Blockbuster-Spielen. Beim neuen Abenteuer mit Link sieht das aber ganz anders aus. Bis auf ein paar recht kurze Trailer (hier unsere Analyse zum letzten Trailer) zeigte sich Nintendo bisher sehr bedeckt mit Informationen und Gameplay-Ausschnitten. Doch nun hat Zelda-Oberhaupt Eiji Aonuma in einer etwa 13-minütigen Gameplay-Präsentation spannende neue Features enthüllt. Und was sollen wir sagen? Wie schon beim Vorgänger haben sich die Entwickler für Tears of the Kingdom sehr kreative Spielmechaniken einfallen lassen, die den Entdeckerdrang ebenso wie die Experimentierfreude anregen. In unserer Vorschau gehen wir all diese Neuheiten durch, sprechen aber auch darüber, welche wichtigen Aspekte immer noch offenbleiben.
Während sich die Gameplay-Präsentation hauptsächlich um die Himmelsinseln dreht, sehen wir Link zu Beginn jedoch noch am Boden in Hyrule. In einem offenkundig frühen Spielstand reitet der spitzohrige Held als erstes über die saftigen Wiesen direkt bei den Zwillingsbergen. Dabei fallen sofort viele bekannte Interface-Elemente aus Breath of the Wild ins Auge. Die Anzeigen für Temperatur, Lautstärke und Wetterprognose sind alle wie gehabt neben der Mini-Map. Letztere hat allerdings ein neues, kleines Detail spendiert bekommen: Drei Ziffern, die unserer Vermutung nach für Längen-, Breiten- und Höhenangaben stehen. Damit können wir also immer genau bestimmen, wo in der Spielwelt wir gerade unterwegs sind.
Herzen sowie eine Schnellwahl für Waffen, Schilde und Neuerdings auch Mahlzeiten sind dagegen wie gewohnt im linken oberen Eck verstaut. Das auffälligste Novum ist hier zweifelsfrei die Anzeige für die aktuell ausgewählte Fähigkeit von Link - also das, was früher die Module des Shiekah-Steins waren. Gewährt werden Link diese neuen Talente durch seinen mysteriösen, künstlichen Arm, den wir bereits mehrfach in Trailern gesehen haben.
Wer hat an der Uhr gedreht?
Die erste der Fähigkeiten ist die Zeitumkehr, mit der unser Held den zeitlichen Ablauf bestimmter Objekte umkehren kann. In der Präsentation nutzt Aonuma die digitale Rückspultaste zum Beispiel auf einen Gesteinsbrocken, der von einer der Himmelsinseln herabgefallen ist. Dadurch fährt Link ganz gemütlich wie in einem Open-Air-Fahrstuhl bis zur schwebenden Insel hoch - nur die dudelige Fahrstuhlmusik fehlt.
Weitere Anwendungsbeispiele hat Aonuma unserer Fantasie überlassen - und die legt uns unter anderem Nahe: Mensch, das wäre doch perfekt für Rätsel! Am besten in großen Tempeln, wie wir sie in Breath of the Wild leider vermisst haben. Oder wenigstens in Schreinen. Ob wir eines von beidem in Tears of the Kingdom erkunden dürfen, behält Nintendo jedoch weiterhin für sich. Es besteht also weiterhin Hoffnung für eine Rückkehr waschechter Tempel!
Kombiniere Pfeil mit Auge
Sicher sind wir uns allerdings jetzt schon, dass Link seine Fähigkeiten wie im Vorgänger sehr früh im Spiel erhalten wird und die Entwickler uns wie ein neugieriges Kind in die weite, offene Welt damit entlassen. Wie wir darauf kommen? Ganz einfach: die beiden nächsten präsentierten Fähigkeiten schreien regelrecht danach!
Die wohl größte Überraschung der Präsentation hört auf den Namen Synthese und dreht sich um Waffen, Schilde und andere Ausrüstung. Mit dieser neuen Macht kann Link jederzeit zwei Gegenstände miteinander kombinieren, um somit teils sehr krude neue Waffen zu erschaffen. Ist die Lanze zu kurz? Gar kein Problem, einfach mit einem langen Stock kombiniert und schuppdiwupp ist Link zum Stabhochsprung bestens ausgestattet. Oder eben, um Moblins schön auf Abstand zu halten.
Quelle: Nintendo
Durch die Synthese lassen sich auch verrückte Dinge erzeugen - selbst einen Pilz könnt ihr anbringen.
Dabei scheinen uns quasi keine Grenzen gesetzt zu sein. Wer einen Pfeil mit einem Monsterauge verbindet, erhält etwa einen zielsuchenden Pfeil. Klebt man dagegen einen Qualmerling-Pilz an ein Schild und fängt damit eine Attacke ab, explodiert der Pilz in einer Sporenwolke und verwirrt davon betroffene Gegner. Genial! Die Synthese eröffnet damit ganz wilde Taktiken und birgt enormes Ausprobier-Potenzial.
Auch lesenswert: Unsere ausführliche Trailer-Analyse zum Story-Trailer
Außerdem geht Nintendo damit zumindest teilweise einen der größten Kritikpunkte von Breath of the Wild an: die zerbrechlichen Waffen. Zunächst mal die schlechte Nachricht für alljene, die sich daran gestört haben: Ja, die Haltbarkeit von Waffen, Bögen, Schilden und so weiter ist wieder zurück. Doch die gute Nachricht ist, dass bei der Kombination auch mitunter die Werte von Waffen und Schilden verbessert werden - inklusive der Haltbarkeit. Und wer weiß? Vielleicht gibt es ja bestimmte Erze im Spiel, die durch Kombination für sehr robuste Ausrüstung sorgen. Wir fänden das jedenfalls sehr passend.
