The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Module, Klamotten und Crafting
Test
The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test: Die Legende lebt! Heroe Link begibt sich in sein bisher größtes Abenteuer - und wir haben ihn viele Stunden dabei begleitet. Nun klären wir die brennende Frage: Lohnt es sich, dem Ruf der Wildnis zu folgen - oder wandert Nintendo hier in eine Sackgasse? Die Antwort geben wir in unserem großen Review - inklusive Test-Video!
Zelda: Breath of the Wild im Test: Modulare Gameplay-Kost
Quelle: PC Games
Mit dem Magnet-Modul heben wir allerlei metallische Objekte hoch und lösen auf diese Weise entweder Rätsel oder bewerfen auch einmal nichts ahnende Bösewichte.
Die Gleichförmigkeit der Dungeons kommt zudem nicht von ungefähr: Dadurch, dass Breath of the Wild fast völlige Freiheit bei der Reihenfolge der Aufgaben lässt - eben auch bei der Wahl der Dungeons - ergibt sich diese fast zwingend, da jedes der mechanischen Monster sowohl als erster als auch als letzter Dungeon sowie für alles dazwischen herhalten können muss. Ebenfalls ergibt sich dadurch, dass nicht mehr in jedem Dungeon ein primärer Gegenstand gefunden wird, der in diesem dann von besonderer Bedeutung ist. Stattdessen bekommt man alle zwingend notwendigen Helferlein ganz zu Beginn im Rahmen einer Handvoll Tutorial-Schreine in die Hand gedrückt und wird danach in die spielerische Freiheit entlassen: Anstatt dass es sich dabei um physische Gegenstände handelt, greift Link diesmal auf eine Art Tablet - den sogenannten Shiekah-Stein - und diverse Module zurück, die darauf installiert sind. Die Smartphone-Apps sind nun auch in Hyrule angekommen! - allerdings dann doch deutlich durchschlagskräftiger als Snapchat oder Instagramm.
Quelle: PC Games
Das Stasis-Modul kann Gegenstände und Gegner einfrieren, Bewegungsenergie stauen und mit Schlägen malträtierte Objekte zig Meter weit durch die Pampa pfeffern.
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Via Shiekah-Stein können wir auf zwei verschiedene Arten von Bomben zurückgreifen, mittels Magnet-Modul metallische Gegenstände wie Kisten oder Eisenwürfel herumschleudern, dank des Cryo-Moduls in Wasserflächen Eissäulen entstehen lassen, an denen wir emporklettern können, und das Statis-Modul nutzen, um Gegenstände und manche Gegner einzufrieren. Sehr cool: Attackieren wir ein so eingefrorenes Objekt während seiner Stasis, entwickelt es gestaute Bewegungsenergie und fliegt dann oftmals Dutzende Meter weit durch die Prärie - was häufig im Rahmen von Rätseln Anwendung findet. Als letzte Module erwarten uns eine Foto-Funktion sowie eine Amiibo-Anwendung - mehr zu Letzterer findet sich im entsprechenden Extrakasten. Und obwohl ihre Anzahl gering ist, ist es erstaunlich, wie viel spielerische Varianz diese Module erlauben.
Quelle: PC Games
Das Cryo-Modul erfordert, dass wir irgendeine Form von Gewässer in der Nähe haben. Dann können wir im Nass eine Säule entstehen lassen, die man erklimmen kann.
Zelda: Breath of the Wild im Test: Heldenhafte Klamottenkiste
"Richtige" Items hingegen existieren nur noch wenige und sie beschränken sich auf drei via Schnellzugriff-Menü anwählbare Kategorien: Unter "Waffen" fällt alles von Schwertern über Äxte, Fackeln, Feuerstäbe, Lanzen und mehr. Die Kategorie "Schilde" hingegen beinhaltet eben solche, in verschiedenen Ausführungen wie Holz, Eisen oder dem futuristischen Material der Wächter-Ausrüstung. Ähnlich sieht es bei Pfeil und Bogen aus - hier dürfen wir zusätzlich aber noch zwischen verschiedenen Pfeilarten wie Holz, Eis, Feuer oder Bomben wählen. All diese Gegenstände unterscheiden sich bezüglich ihrer Angriffskraft, diverser Zusatzeffekte - und vor allem ihrer Haltbarkeit. Richtig gelesen, fest im Menü einzementierte Waffen, Schilde und Bögen gibt es nicht mehr, stattdessen gibt jedes Objekt nach einer gewissen Anzahl von Einsätzen den Geist auf. Gutes Haushalten und fleißiges Sammeln ist also Pflicht, vor allem wenn man gegen einen besonders starken Widersacher bestehen will. Anders sieht die Sache hingegen bei der Kleidung aus: Diese wandert fix in unser Inventar und muss je nach Areal gewechselt werden. So gilt es in verschneiten Gebieten, sich warm einzumummeln, in der Wüste müssen wir uns freizügig kleiden (Links Kostüm in diesem Abschnitt des Spiels ist ein wahres Highlight!) oder uns am Todesberg feuerfest ausstaffieren. Zusätzlich erwarten uns Gewänder, die etwa unsere Angriffskraft steigern, uns schneller klettern lassen oder unser Schwimmtempo erhöhen. Anders als die Waffen lassen sich unsere Klamotten übrigens auch verbessern; auf welche Weise, wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten.
Extrakasten: Die Zelda-Amiibo im Anwendungs-Check
Kaum ein neuer Nintendo-Titel ohne Amiibo-Support. Wir haben ausprobiert, wie sinnvoll die Plastik-Kumpane für den Einsatz in Breath of the Wild sind.
Als Nintendo die Amiibo zu Breath of the Wild ankündigte, ohne deren Funktion im Spiel zu verraten, verdutzte das schon so manchen Beobachter. Angesichts der Tatsache, dass Amiibo ohnehin schon lange nicht mehr primär dazu dienen, Nintendo-Titel zu bereichern, sondern Sammlern neues Material an die Hand zu geben und Nintendos Bankkonto zu füllen, gingen viele Fans davon aus, dass der Amiibo-Einsatz im neuen Zelda eher mauer Natur sein würde. Und sie sollten auch Recht behalten. Platziert man Link, Zelda, Reiter-Link oder den Wächter aus der neuen Garnitur oder eine der bereits seit längerem erhältlichen Zelda-Figuren auf dem NFC-Sensor, purzeln vor uns diverse Items wie Essen oder Ressourcen auf den Boden. Zusätzlich gibt's jedes Mal eine Kiste mit einem etwas wertvolleren Goodie wie einem scharfen Schwert oder Bombenpfeilen. Ab und an bekommen wir statt Items auch ein zahmes Pferd spendiert. Übrigens: Auch Nicht-Zelda-Amiibo lassen Items hageln - in diesem Fall fehlt die begleitende Schatzkiste allerdings. Die sinnvollste und coolste Amiibo-Anwendung lässt sich mittels Wolf-Link aus Twilight Princess HD aktivieren: Auf diese Weise rufen wir Wolflink höchstselbst herbei, der uns anschließend für eine begrenzte Dauer zur Seite steht. Nett, aber auch kein Muss. Wer Breath of the Wild ohne Amiibo spielt, verpasst also nichts von Relevanz.
Zelda: Breath of the Wild im Test: Nahrung für Weltenbummler
Quelle: PC Games
Das Stasis-Modul kann Gegenstände und Gegner einfrieren, Bewegungsenergie stauen und mit Schlägen malträtierte Objekte zig Meter weit durch die Pampa pfeffern.
In diesem Artikel
- Seite 1 The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Story, Entscheidungsfreiheit, Gestaltung der Spielwelt
- Seite 2 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Aktivitäten, Abwechslungsreichtum, Dungeon-Gestaltung
- Seite 3 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Module, Klamotten und Crafting
- Seite 4 The Legend of Zelda: Breath of the Wild: Kämpfe, Technik und Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Ebenso viel Zeit im Menü wie mit unserer Kleidung verbringen wir mit den von uns gesammelten Ressourcen. An speziellen Kochstellen können wir Wildfleisch, Rüben, Hyrule-Gras, Barsch, Pilze und Co. nutzen, um uns leckere Gerichte zu kochen - entweder nach an allerlei Orten auffindbaren Rezepten oder frei Schnauze. Mit etwas weniger geschmackvollen Inhaltsstoffen wie Fledermausaugen oder Monster-Zehennägeln brauen wir hingegen praktische Medizin. Nahrung ist vor allem deswegen wichtig, da kleine Herzen zum Auffüllen unserer Gesundheit nun gar nicht mehr existieren. Wer will, kann zwar auch die Zutaten direkt verputzen, erhält dann aber nur den Bruchteil der Heilkraft, die ein lecker zubereitetes Gericht bietet. Medizin verleiht uns diverse Buffs und kurzzeitige Status-Verbesserungen, indem etwa unsere Ausdauer für eine Weile erhöht wird, unsere Angriffskraft zunimmt oder wir temporär gegen Effekte wie Strom oder Feuer immun sind.
Keine Frage, dieses ausgeprägte Crafting- und Ressourcen-Management-System ist Geschmacksache und sehr weit weg von dem, was man von Zelda kennt. Allerdings: Es funktioniert einfach klasse und in der Anwendung extrem einfach und komfortabel! Wir hielten beim Spiel ständig die Augen nach stärkeren Waffen offen oder einem Inhaltsstoff, den wir für ein Rezept dringend benötigten. Übrigens: Auch Rubine findet man nicht mehr so wild über die Gegend verstreut wie in den Vorgängern. Staubt man sie nicht zufällig als Inhalt einer Schatzkiste ab (was jedoch vergleichsweise selten der Fall ist), sind sie nun primär als Tauschobjekt zu haben, wenn wir gesammelte Ressourcen beim Händler unseres Vertrauens verhökern. Dank teilweise gesalzener Preise für Objekte in den diversen Läden macht das Handelssystem zum allerersten Mal in der Zelda-Geschichte wirklich Sinn und man rennt nicht andauernd mit viel zu viel Kohle durch die Gegend.
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