Zelda A Link to the Past: Ein Meisterwerk für die Ewigkeit - Retro-Special
Special
Wir blicken im Retro-Special zurück auf eines der einflussreichsten und besten Videospiele aller Zeiten - The Legend of Zelda: A Link to the Past für SNES!
Gut, es ist freilich nicht alles Gold, was glänzt, und bei allem verdienten Lob hat auch A Link to the Past im Laufe der Jahre einige Altersflecken abbekommen. Ja, wir wagen diese blasphemische Aussage: Eines der besten Spiele aller Zeiten ist nicht perfekt gealtert! Bevor wir jetzt geteert und gefedert mit Heugabeln aus der Stadt gejagt werden: Die Menge an Makeln ist sehr übersichtlich. So finden wir, dass in Sachen Bossfeinde damals noch nicht die richtige Balance gefunden wurde. Alle sind sie prinzipiell schön gestaltet, aber während einige frühe Bosse vergleichsweise schwer zu bezwingen sind, erweisen sich manche der späteren Obermotze als Kinderspiel; egal, ob man gut ausgerüstet ist oder nicht. Auch die Strategien gegen sie sind nicht immer ideal lesbar, und oft genug kommt in den Kämpfen nicht einmal das Item zum Einsatz, das man im jeweiligen Dungeon gefunden hat.
Ja, das ist eine Eigenheit, die erst später ihren Weg in die Serie gefunden hat, aber sie ergibt schon Sinn. Bei A Link to the Past wirken die Strategien hingegen manchmal willkürlich. Schön ist hingegen, dass viele der Bosskämpfe unterschiedliche Methoden für den Sieg erlauben. Ja, schau an, sogar, während wir kritisieren, kommen wir nicht ganz ohne Lob aus!
Zeitverschwendung in Hyrule
Unser zweiter und größter, aber auch schon letzter Kritikpunkt: Das Spiel schätzt eure Zeit nicht immer wert. Bei doofen Aufgaben wie einem Schaufel-Minispiel, bei dem an einer zufälligen Stelle ein Herzteil verbuddelt ist, das man innerhalb der 30 zur Verfügung stehenden Sekunden finden kann oder eben nicht, rauft man sich dann doch einmal die Haare.
Quelle: PC Games
The Legend of Zelda A Link to the Past: Ein Meisterwerk für die Ewigkeit - Retro-Special (13)
In diesem Zusammenhang merkt man auch, dass Quality of Life damals noch nicht der wichtigste Faktor bei der Gestaltung war. Startet man das Spiel neu, ist man nicht dort, wo man sich beim Speichern aufgehalten hat, sondern wird an eine von mehreren vorgegebenen Stellen zurückversetzt. In der Schattenwelt hat man sogar keine Auswahl, wo man wieder anfängt und wird immer auf die Spitze der in der Mitte der Spielwelt thronenden goldenen Pyramide verfrachtet.
Egal, wie viel Lebensenergie man beim Abspeichern hatte, gönnt einem das Spiel beim erneuten Hyrule-Besuch nur einen Bruchteil der Lebensenergie. Die Folge: nerviges Auffüll-Grinding und lange Laufwege dorthin, wo man war, als man das Spiel ausgeschaltet hat.
Und auch sonst gibt es unnötig Laufwege allenthalben. Shortcuts, die man sich im Laufe der Zeit erarbeitet, existieren kaum.
Besonders irritierend ist ein oft benötigtes Portal in die dunkle Welt nördlich des Städtchens Kakariko. Bis man das Item ergattert hat, mit dem man den schweren Stein aufheben kann, der davor platziert ist, ist man fast komplett mit dem Abenteuer durch und muss bis dahin jedes Mal einen nervigen Umweg in Kauf nehmen. Solche und ähnliche Störfaktoren gibt es häufig.
