The Finals gespielt: So geht Zerstörung in einem Ego-Shooter
Special
Free2Play, Teamfokus und jede Menge Umweltzerstörung: Das ist das Konzept von The Finals, dem neuen Online-Shooter von Embark Studios. Wir haben's gespielt.
Im sogenannten Cashout-Modus treten vier Dreierteams gegeneinander an, um auf der Karte nach Cashboxen zu suchen und die an vorgegeben Vaults abzuliefern. Das dauert seine Zeit, während der ihr eure Beute verteidigen müsst. Oder ihr dreht den Spieß um, lasst andere die Drecksarbeit für euch machen und schnappt ihnen die Kohle direkt vor der Nase weg. Am Ende gewinnt, wer nach acht Minuten das meiste Geld gescheffelt hat. Schnell und einfach, in der Theorie. In der Praxis artet das relativ schnell in ziemliches Chaos aus - in herrlich unterhaltsames Chaos. In The Finals passiert an jeder Ecke irgendwas: Statuen fallen bröckelnd in sich zusammen, Spieler beschießen sich gegenseitig mit Raketenwerfern, Geldboxen fliegen durch die Gegend. Das Spielgefühl ist rasant und dynamisch.
Das liegt auch an der extrem mobilen Fortbewegung. Die beiden Karten sind unglaublich interaktiv und vertikal gestaltet. Jede Tür lässt sich öffnen. Es gibt Aufzüge, Ziplines, Jump-Pads, Kletterseile. Wenn ihr irgendeinen Punkt auf der Karte erreichen wollt, dann kommt ihr da auch hin. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
So viel Freiheit!
An so viel spielerische Freiheit muss man sich erstmal gewöhnen, wenn man nur das stramme Korsett von Call of Duty und Co. gewohnt ist. The Finals erfordert eine komplett neue Herangehensweise, komplett neue Taktiken in der Offensive und Defensive - passend zu den zentralen Spielmechaniken. Ihr könnt euch beispielsweise mit einer Cashbox in einem Fahrstuhl verschanzen und Gegner auf Distanz halten. Ihr könnt gegnerischen Teams aber auch den Boden unter den Füßen wegbomben, sodass sie mitsamt Vault durch die Gegend fliegen und ihr den Cash-In-Prozess noch kapern könnt.
Ihr könnt aber auch einfach mit stumpfer Waffengewalt auf sie draufhalten, und zwar ordentlich. Die Spielfiguren in The Finals haben deutlich mehr Gesundheit als die anderer Genre-Vertreter, die Time-to-Kill ist deutlich höher. Auch das ist eine nette Abwechslung. Beim Waffenhandling muss sich der Free2Play-Shooter hingegen nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die Knarren steuern sich präzise, wuchtig und unterschiedlich.
Bau dir deinen Charakter
Womit ihr rumballern dürft, hängt auch davon ab, mit was für einem Charakter ihr spielt. The Finals beschreibt sich selbst als einen Hero-Builder, im Gegensatz zu einem Hero-Shooter könnt ihr euch euren Avatar also selbst zusammenbasteln: Geschlecht, Gesichtsform, Hautfarbe, Frisur - hier steht euch ein Haufen an Optionen zur Verfügung. Mal mehr, mal weniger ansehnlich.
Quelle: Embark Studios
Die wichtigste Entscheidung ist allerdings die für einen Körpertyp. In The Finals stehen euch davon drei Stück zur Auswahl: Light, Medium und Heavy. Je nachdem, welchen ihr euch davon aussucht, variieren eure Gesundheit, eure Bewegungsgeschwindigkeit und eure Ausrüstung. Als aufgepumpter Bodybuilder schwingt ihr beispielsweise einen fetten Raketenwerfer, für den Lauch mit Spaghetti-Armen bleibt nur die Pistole mit Schalldämpfer.
Das Arsenal bietet dankenswerterweise einiges an Auswahl: Granaten, Minen, Nachtsichtgeräte, MGs, Sturmgewehre und sogar Katanas. Da sollte für jeden Geschmack was dabei sein. Besonders spannend sind die individuellen Signature Abilitys: Mit einem Tarnumhang könnt ihr euch unsichtbar machen, mit einem Geschützturm Gegner automatisch aufs Korn nehmen und mit einer Goo Gun schnellhärtenden Schaum versprühen - wie aus der Baumarkt-Dose.
