The Elder Scrolls V: Skyrim im Test: Das hat uns gefallen, Teil 2

Test Katharina Pache

Gigantisch, einfach gigantisch! Die Spielwelt von The Elder Scrolls V: Skyrim lädt zum Erkunden, Entdecken und Erleben ein. Wir haben uns nicht lange bitten lassen und uns ins Abenteuer gestürzt - lest in unserem Test alles über Skyrim, das Open-World-Rollenspiel des Jahres!

Ich bin der Auserwählte!
Anstatt wie in Oblivion nur die undankbare Rolle des Handlanger des Kaisers zu übernehmen, habt ihr in Skyrim die Fäden in der Hand. Außer euch verfügen nur wenige Charaktere über die Fähigkeit, die arkanen Drachenschreie zu wirken, die mächtige Magie entfesseln. Ihr seid die Hoffnung von Himmelsrand, ihr seid Dovakhiin, das Drachenblut – und das fühlt sich einfach viel besser an, als einem NPC an die Macht zu helfen. Im Verlauf der Hauptstory habt ihr die Möglichkeit, euch verschiedenen Fraktionen anzuvertrauen, sodass der Verlauf der Handlung nicht ganz so linear erscheint wie im Vorgänger Oblivion. Die Drachenmagie hat es übrigens in sich: Ihr benötigt nicht den Magicka-Balken zum Wirken, sondern tätigt die Schreie über die RB-Taste. Jeder Schrei lässt sich zweimal verstärken und verfügt je nach Art und Stärke über eine bestimmte Cooldown-Zeit, die sich aber mit Hilfe von Gegenständen verkürzen lässt.

Hier gibt's was auf die Ohren!
Die musikalische Untermalung der Elder-Scrolls-Reihe war schon immer hervorragend. In Skyrim setzt Bethesda noch einen oben drauf! Die Hintergrundmusik ist eine wundervolle Mischung aus den bekannten Melodien der letzten zwei Spiele sowie Neukompositionen, die wunderbar zur Spielwelt passen. Und auch die Sound-Effekte sind erste Sahne: Wirkt ihr Magie, hört sich das wunderbar wuchtig an, und bei einem Stufenaufstieg ertönt der epische Männerchor aus dem bekannten ersten Trailer zum Spiel. Die Leistung der Sprecher ist befriedigend bis gut. In Skyrim ist es einfach eine wahre Wonne, die Lautsprecher ganz aufzudrehen!

Tolle Dungeons
Eine große Schwäche von Oblivion waren die gleichförmigen Dungeons und Oblivion-Tore. Diesem Kritikpunkt hat sich Bethesda angenommen und zauberhafte, vielfältige Dungeons geschaffen. Zwar gibt es überdurchschnittlich viele Hügelgräber, die von innen ähnlich aussehen, auf identische Versatzstücke wie in den Vorgängern werdet ihr aber kaum treffen. Ansonsten reicht die Höhlenvielfalt von frostigen Eispalästen bis zu gigantischen unterirdischen Wäldern und wurzelbedeckten Ruinen. Ab und zu löst ihr (einfache) Rätsel, während ihr in ein Verlies vordringt. Oder weicht tödlichen Fallen aus. Außerdem wartet bei fast allen Dungeons eine Art Endboss vor dem Ausgang. Und so stockfinster wie in Oblivion sind die Verliese auch nicht mehr, sondern sie erstrahlen in stimmungsvoller Beleuchtung. Das motiviert zum Schatzssuchen und Erkunden!

Gutes Balancing
Ebenfalls ein Problem in Oblivion war, dass ihr schnell sehr stark geworden seid. Spätestens ab Level 20 konntet ihr es mit so ziemlich jeder Bedrohung aufnehmen, auch dank der mitlevelnden Gegner. In Skyrim werden die Feinde zwar auch an eure Stufe angepasst, dennoch sind viele Widersacher auch nach der magischen Level-20-Grenze nicht zu einfach zu besiegen. Bei Endgegnern in Dungeons ist der Schwierigkeitsgrad genau richtig – manchmal erschlagt ihr den Boss sofort, manchmal stellt er euch vor eine Herausforderung, da eure Spezialisierung nicht auf das Bekämpfen eines Magiers, Nahkämpfers etc. ausgelegt ist.

Follow me!
In Skyrim stehen euch jede Menge Begleiter zur Verfügung, die ihr ausrüsten und dann mit auf eure Reise nehmen könnt. Einige Söldner stehen euch erst zur Verfügung, wenn ihr sie in einer zünftigen Wirtshausschlägerei besiegt habt, andere wollen euer Geld, und wieder andere bieten euch ihre Dienste an, sobald sie euch sympathisch finden. Dazu genügt meistens, ihnen oder Angehörigen bei einem Problem zu helfen.

Zum Selberbauen
Eure Waffen nutzen sich in Skyrim nicht mehr ab. Die Fertigkeit "Waffenschmied" ist aber noch vorhanden und dient nun dazu, eigene Waffen, Schmuck und Rüstungsteile zu fertigen oder zu verbessern. Und auch das Verzaubern von Gegenständen und das Mischen von Tränken funktioniert nun viel pragmatischer und einfacher als zuvor. Zum Verzaubern nutzt ihr spezielle arkane Tische, an denen ihr magische Gegenstände auseinandernehmt, um die Verzauberung zu erlernen. Alles, was ihr euch so angeeignet habt, könnt ihr auf eure Waffe oder Rüstungsteile zaubern. Bei der Alchemie schleppt ihr nicht mehr Destilierkolben und ähnliches Handwerkszeug herum, sondern benutzt auch hier feste Stationen, an denen ihr eure Zutaten zusammenmischt. Das Kochen, bei dem ihr in Töpfen verschiedene Lebensmittel nach Rezept zusammenmischt, ist eine nette Idee und schön für alle diejenigen, die auf Realismus in Rollenspielen wert legen, wird aber dank starker Heiltränke und -Zaubern schnell überflüssig.

Die Drachenkämpfe in Skyrim sind um einiges cooler als die gleichförmigen Oblivion-Tore im Vorgänger. Quelle: Videogameszone Die Drachenkämpfe in Skyrim sind um einiges cooler als die gleichförmigen Oblivion-Tore im Vorgänger. Und Action!
Die Kämpfe sind flexibler, direkter und cooler inszeniert als in den Vorgängern. Nicht nur könnt ihr mit zwei Einhandwaffen kämpfen, ihr könnt in einer Hand zum Beispiel einen Heilzauber ausrüsten und mit der anderen einen Dolch. Außerdem stehen euch mächtige Angriffe zur Verfügung, die zu Finisher-Attacken führen können, die ähnlich wie in Fallout in kurzen Zwischensequenzen inszeniert sind. Außerdem gibt es neue Animationen: Duckt sich euer Feind hinter seinem Schild und ihr führt einen Angriff aus, schubst ihr den Gegner mit dem Knauf zurück. Später habt ihr die Möglichkeit, Talente zu erlernen, mit denen ihr Angreifer sogar mit einem Schlag enthaupten könnt.

Drachen über Skyrim
Die Kämpfe gegen die Drachen sind toll in Szene gesetzt – sobald ihr Flügelschläge hört, seht ihr automatisch gen Himmel, um zu prüfen, ob sich eine der riesigen Bestien nähert. Und wenn die epische Drachenkampf-Musik einsetzt fühlt ihr euch wie der größte Held von Himmelsrand! Die Umwelt reagiert übrigens ebenfalls auf die Echsen. Taucht ein Drache über einer Ortschaft auf, fangen die Wachen und kampffähigen Bewohner an, Pfeile auf das Ungetüm zu feuern. Erlegt ihr den Drachen in der Nähe von Personen, werden sie aus ihren Häusern kommen und beeindruckt das zurückbleibende Skelett bewundern. Auch die Animation der Monster ist hervorragend, egal ob sie majestätisch durch den Himmel gleiten, krachend eine Bruchlandung hinlegen oder einen Strahl Feuer auf ihre Angreifer speien.

Gut siehst du aus!
Während die meisten Personen in Oblivion nicht besonders ansehnlich waren, wurden die Gesichtszüge bei allen Rassen optimiert. Die Argoniern und Khajiit haben davon am meisten profitiert und sehen mit ihren glänzenden Schuppen beziehungsweise dem weichen Fell nun eindrucksvoller aus als je zuvor. Aber auch Elfen, Menschen und Orks wurden überarbeitet. Nun sollte es kein Problem mehr sein, einen attraktiven Hauptcharakter zu erschaffen – wenn ihr das wollt. Habt ihr Mut zur Hässlichkeit, stehen euch jede Menge Narben und Dreckflecke zur Gestaltung eures Helden oder eurer Heldin zur Verfügung.

Bildergalerie

  1. Seite 1 The Elder Scrolls V: Skyrim im Test: Das hat uns gefallen, Teil 1
  2. Seite 2 The Elder Scrolls V: Skyrim im Test: Das hat uns gefallen, Teil 2
  3. Seite 3 The Elder Scrolls V: Skyrim im Test: Das hat uns an Skyrim nicht gefallen
  4. Seite 4 The Elder Scrolls 5: Skyrim - Unser Fazit
  5. Seite 5 Unser FAQ zu Skyrim (Vorsicht, Spoilergefahr)
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