In dem spannenden Horrorschocker des britischen "Dog Soldiers"-Regisseurs Neil Marshall endet der sportliche Ausflug sechs junger Frauen in einer Monsterhatz durch ein klaustrophobisches Höhlensystem
Bereits mit seinem zweiten Kinofilm, dem ironischen Werwolf-Movie "Dog Soldiers" (2002), lieferte der 36-jährige Neil Marshall eine kleine, dabei äußerst unterhaltsame Horror-Perle ab. Die Geschichte handelt von einem Trupp junger Royal Army-Soldaten, die während eines Manövers im Wald von Werwölfen angegriffen werden und sich in ein abgelegenes Farmhaus retten. Der vermeintlich sichere Unterschlupf entpuppt sich schnell als tödliche Falle für die Gejagten.
Drei Jahre später lieferte Marshall erneut einen minimalistischen Schocker der Extraklasse. Die Rede ist von "The Descent -- Abgrund des Grauens", der hierzulande sowohl als um zwei Minuten geschnittene Single-Disc (siehe Kasten) in den Handel kommt als auch als ungeschnittene und gut ausgestattete Deluxe Edition.
Die Handlung des Films spielt sich überwiegend im Dunkel eines unübersichtlichen Höhlensystems ab. Vordergründig sind also keine aufwändigen Kulissen oder atemberaubende Spezialeffekte zu erwarten. Aber der Teufel steckt hier im Detail. Ungeachtet der simplen Story ist es die enorm spannende Inszenierung, die den Zuschauer vor die Leinwand bzw. den Bildschirm bannt.
Raumangst inklusive
Nach einem Rafting-Ausflug mit ihren Freundinnen verliert Sarah (Shauna Macdonald) bei einem tragischen Autounfall ihren Ehemann Paul (Oliver Milburn) und ihre kleine Tochter Jessica (Molly Kayll). Sie selbst überlebt den Unfall beinahe unverletzt. Es dauert ein Jahr, bis die psychisch angeschlagene Frau die Kraft aufbringt, sich wieder mit ihren Freundinnen zu treffen.
Für das lang erwartete Wiedersehen hat sich die sportbegeisterte Juno (Natalie Jackson Mendoza) etwas Besonderes ausgedacht: Sie will mit Sarah, Rebecca (Saskia Mulder), Beth (Alex Reid), Sam (MyAnna Buring) und der burschikosen Holly (Nora-Jane Noone) eine Höhlenwanderung in den Appalachen unternehmen.
