The Blood of Dawnwalker: Spannendes Konzept um Zeit und jede Menge spielerischer Freiheit
Special
Hinter The Blood of Dawnwalker stecken ehemalige Entwickler von The Witcher 3 - und das merkt man auch! Wir haben das düstere Vampir-RPG in Aktion erlebt und viel über spielerische Freiheiten und das spannende Zeitdruck-Konzept erfahren.
Ziel der Quest ist es, aus dem Grab eines Heiligen ein legendäres Schwert zu besorgen. Erster Anlaufpunkt ist die Kathedrale der Stadt Svartrau. Als Vampir nutzt Coen hier Fähigkeiten wie "Plain Shift" und "Shadow Step", um sich unbemerkt über die Dächer der Stadt zu bewegen und schließlich in das Gotteshaus einzudringen. Verborgen im Dachstuhl des Gebäudes belauscht der Held eine Gruppe von Wachen und betrachtet Gemälde an der Decke.
Auf diese Weise sammelt er Informationen, die ihm dabei helfen, sein nächstes Ziel ausfindig zu machen: die Bibliothek des angeschlossenen Klosters. Die ist nachts natürlich nicht geöffnet, aber wo ein Vampir mit magischen Fähigkeiten ist, da ist auch Weg. In einem der Bücher in der Bibliothek findet Coen schließlich den richtigen Hinweis auf die Ruhestätte des Heiligen - und damit einen möglichen Fundort des gesuchten Schwerts.
...oder Tags als Mensch
Nachdem die Entwickler das Grab betreten haben, machen sie erst einmal einen Cut und laden einen anderen Spielstand. Sie wollen uns nun den Weg zur selben Stelle zeigen, diesmal aber bei helllichtem Tag. Coen spaziert als Mensch unerkannt durch die belebten Straßen der Stadt, bis er schließlich an der Kathedrale ankommt. Er betritt das Gebäude, setzt sich auf eine der Bänke und lauscht einer Tauffeier. Nachdem die Zeremonie vorbei ist, spricht er den Dekan an, um Zugang zur Bibliothek zu erbitten.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Bei Nacht stehen euch mächtige Vampir-Fähigkeiten zur Verfügung.
Der Kirchenmitarbeiter lässt aber natürlich nicht einfach so jemanden in seine Bibliothek spazieren. Wir sollen für den Geistlichen zunächst eine Aufgabe erfüllen und nach einem Kollegen suchen. So stolpert unser Held in einen Nebenhandlungsstrang, gefüllt mit mysteriösen Toten und sogar einem kleinen Boss am Ende. Den würden wir nicht zu Gesicht bekommen, wenn wir die Suche nach dem Schwert des Nachts absolvieren.
Nach getaner Arbeit werden wir schließlich in die Bibliothek gelassen, wo Coen erneut die nötigen Information über das Grab findet. Allerdings fehlt uns diesmal noch ein Hinweis, den der Held in der Nachtversion der Quest im Dachstuhl der Kathedrale aufgeschnappt hat. Tagsüber müssen wir diese Information woanders beschaffen. Die Entwickler wissen genau, wohin sie müssen und beschleunigen den Prozess an der Stelle ein wenig. Das spannende Konzept der unterschiedlichen Herangehensweisen ist aber auch so mehr als deutlich geworden und hat uns richtig gut gefallen.
Flüssiges Kampfsystem
Zum Abschluss zeigen uns die Macher noch, was schließlich im Grab passiert - dort erwartet uns nämlich ein knackiger Bosskampf. Das Kampfsystem bezeichnen die Entwickler als eine Mischung aus Action-Rollenspiel und einem auf Richtungen basierenden taktischen Ansatz. Coen kann Angriffe des Gegners relativ einfach auf Kosten von Ausdauer abwehren. Wenn der Spieler aber in die richtige Richtung blockt, stellt er dabei etwas Ausdauer wieder her.
Führt man den Block auch noch im richtigen Moment aus, wird automatisch eine Parade ausgeführt, auf die man idealerweise einen Angriff folgen lässt. Auch hierbei kann man entweder einfach nur die Angriffstaste drücken, oder aber die Richtung des Angriffs manuell bestimmen. Diese Kampfweisen soll man nach Belieben nutzen und kombinieren können. Über verschiedene Schwierigkeitsgrade lässt sich der Anspruch an individuelle Spielweisen anpassen.
Quelle: Bandai Namco Entertainment
Ihr müsst eure Familie retten, Zeit ist kostbar. Ob das am Ende wirklich Spaß macht... oder Nerven kostet?
Für den trainierten Q&A-Tester, der die Demo bei unserer Präsentation spielt, ist der Boss damit kein Problem. Uns wurde jedoch versichert, dass er den gezeigten Kampf nur einfach aussehen lässt. Leider durften wir noch nicht selbst Hand anlegen, um das zu überprüfen... auch wenn es uns sehr in den Finger gejuckt hat.
Mehr als nur Witcher mit Vampiren
Denn The Blood of Dawnwalker (jetzt kaufen 199,99 € / 62,99 € ) hat uns in der Präsentation durchaus gefallen. Man merkt dem Rollenspiel zunächst an, dass ehemalige Witcher-Entwickler daran sitzen. Das an Osteuropa angelehnte Setting, die Kämpfe und selbst die Musik lassen unweigerlich Vergleiche zum Hexer aufkommen. Aber das Spiel hat auch beeindruckend seine eigene Identität unter Beweis gestellt.
Meinung
Die Dualität des Helden mit seinen unterschiedlichen Skillsets am Tage und in der Nacht versprechen spannendes Questdesign und große spielerische Freiheit. Die Inszenierung sah hervorragend aus. Zur Story selbst können wir natürlich noch nicht viel sagen. Aber es ist in jedem Fall ein Rollenspiel, das man unbedingt im Auge behalten sollte. The Blood of Dawnwalker erscheint 2026.
