The Elder Scrolls Online Vorschau: Spielwelt, Quests, Erkundung

Special Matthias Dammes
The Elder Scrolls Online - Beta im Praxis-Test: Molag Bal bedroht Tamriel mit seinen Dunklen Ankern.
Quelle: PC Games

Wir hatten am vergangenen Wochenende die Gelegenheit ausführlich in die aktuelle Beta-Version von The Elder Scrolls Online reinzuspielen und uns einen ersten Eindruck vom Online-Rollenspiel zu verschaffen. In unserer Vorschau berichten wir vom Kampfsystem, den Quests sowie der Geschichte, Gruppeninhalten und dem Crafting-System.

Mein Weg wird ziemlich weit sein, denn die Welt ist ziemlich groß

Himmelsrand, Cyrodiil, Morrowind - die Spiele der The Elder Scrolls-Reihe beschränkten sich bisher immer auf einen ganz bestimmten Teil Tamriels. In The Elder Scrolls Online dient der gesamt Kontinent als Schauplatz. Viele Gebiete Tamriels, wie zum Beispiel das Kernland von Himmelsrand, bleiben zwar zunächst ungenutzt, dennoch bestehen die Gebiete der drei Fraktionen schon jetzt aus fünf großen Provinzen. So haben wir uns in der Beta zum Beispiel allein 25 Spielstunden in Steinfälle aufgehalten, dem ersten großen Gebiet des Ebenherz-Paktes, und dabei noch lange nicht alle Geheimnisse und Geschichten der Provinz entdeckt. Zwar führt auch in den Gebieten ein leichter roter Faden durch die Story der Provinz, darüber hinaus lädt das Spiel jedoch zum Entdecken ein.

Die Insel Auridon, die erste von fünf großen Provinzen des Aldmeri-Dominion. Quelle: PC Games Die Insel Auridon, die erste von fünf großen Provinzen des Aldmeri-Dominion. Beim Durchstreifen der Landschaft tauchen auf dem typischen Kompass immer wieder Symbole für interessante Orte wie Farmen, Ruinen, Höhlen und Burgen auf. Dort findet ihr in der Regel einen Questgeber, der eure Hilfe bei einem bestimmten Problem rund um die zugehörige Örtlichkeit braucht. Bei der Erledigung dieser Aufgaben erkundet ihr auch automatisch weiter die nähere Umgebung, was euch wiederum zu neuen Orten und Quests führt. So entsteht ein angenehmer Spielfluss aus der Erkundung der Umgebung und dem erledigen von Aufträgen. Natürlich findet ihr auch überall Rohstoffe wie Erz-, Holz-, Fisch- und Stoffvorkommen sowie Kräuter, die euch von eurem Weg abbringen und eventuell zu weiteren Entdeckungen führen.

Der Blick in ungewöhnliche Ecken lohnt sich auch wegen den Himmelsscherben und versteckten Truhen, die sich gerne hinter verborgenen Felsvorsprüngen oder im dichten Dickicht verbergen. In jeder Provinz findet ihr zudem mehrere größere Städte. Dort wird Handel betrieben und dem Handwerk nachgegangen. Außerdem trefft ihr in den Städten auf die Krieger- und Magiergilde sowie andere Gruppierungen wie die Unerschrockenen. Diese bieten nicht nur eigene Questreihen an, sondern bringen euch auch eigene Skill-Linien, mit denen ihr besondere Fähigkeiten freischaltet. Das Portfolio der Aufgabe bei Haupt- und Nebenquests reicht genre-typisch vom Sammeln bestimmter Gegenstände bis zur Bekämpfung bestimmter Gegnergruppen.

Allerdings halten sich die typischen "Töte 10 von X"- und "Sammle 15 von Y"-Aufträge erfreulich in Grenzen oder werden teilweise geschickt verpackt. Häufig verfolgt ihr auch bestimmte Ziele, wie die Befreiung eines Gefangenen oder das Löschen von Bränden in einem überfallenen Dorf. Weniger Mühe haben sich die Entwickler aber leider bei den Belohnungen für erledigte Aufgaben gegeben. Enthält die Quest eine Gegenstandsbelohnung, so habt ihr keine Wahl über die Art des Gegenstands. Wer mit seinem Charakter auf schwere Rüstung setzt und eine Reihe von Quests erledigt, die nur leichte und mittlere Rüstung als Belohnung geben, hat Pech gehabt. Selbiges trifft auch auf Spieler zu, die während einer Quest plötzlich vor unlösbaren Aufgaben durch übermächtige Feinde stehen. Eine Markierung für Gruppeninhalte im Questlog fehlt nämlich.

Klar als Aktivitäten für mehrere Spieler zu erkennen sind die Totenkopf-Symbole auf eurem Kompass. Als Einzelkämpfer solltet ihr um diese Gebiete einen weiten Bogen machen, denn hier warten starke Gegner in größeren Gruppen auf euch. In der offenen Spielwelt trefft ihr außerdem auf die Dunklen Anker von Molag Bal, die von zahlreichen Kreaturen aus Kalthafen verteidigt werden. Eine schlagkräftige Heldentruppe ist hier sehr zu empfehlen. Gleiches gilt für die sogenannten öffentlichen Dungeons. Das sind abgetrennte Gebiete, die zum Beispiel über ein Portal erreicht werden und von jedem betreten werden können. Auch hier wartet eine spezielle Questreihe auf euch. Durch stärkere Gegner stellen diese Dungeons jedoch eine größere Herausforderung dar.

Instanzen bieten Herausforderungen für Gruppen aus vier Spielern. Quelle: PC Games Instanzen bieten Herausforderungen für Gruppen aus vier Spielern. Natürlich gibt es in The Elder Scrolls Online auch reguläre Instanzen für Gruppen aus vier Spielern. Den ersten entsprechenden Dungeon besucht ihr ab Level 12. Jede Fraktion verfügt über ihre eigenen Instanzen, die ihr jedoch über den Gruppenfinder unabhängig eurer Fraktionszugehörigkeit alle besuchen könnt. In der Beta funktionierte das praktische Tool nur eingeschränkt, was jedoch auf die bisher geringe Zahl der Spieler auf den Servern zurück zu führen ist. Die Anfangsinstanzen fallen noch nicht besonders lang aus und sind innerhalb von 20-30 Minuten bezwungen. Allerdings war auch die Beute in unseren Testpartien sehr bescheiden. Den einzigen wirklich wertvollen Gegenstand haben wir als Belohnung für die Quest zum Dungeon erhalten. Leider jedoch in der falschen Rüstungsart.

Bankenkrise in Tamriel?

Eure Beute landet im Inventar, das mit einer nach Typ sortierbaren Listenansicht für das verwöhnte MMO-Auge zunächst sehr unaufgeräumt und unübersichtlich wirkt. Als leidgeprüfter Skyrim-Spieler stellt das Inventar jedoch eine gehörige Verbesserung dar. Anders als im Singleplayer-Vorbild wird eure Tragfähigkeit nicht durch das Gewicht von Gegenständen beeinflusst. Stattdessen habt ihr 50 Inventarplätze von denen jeder Gegenstand je einen verbraucht. Stapelbare Items wie Erze verbrauchen dabei ebenfalls nur einen Slot, egal wie groß der Stapel ist. Sollte es doch einmal eng werden in eurer Tasche, könnt ihr in größeren Städten euren Rucksack gegen entsprechende Goldzahlungen erweitern oder ihr geht direkt zu einer Bank.

Auch hier stehen euch nur begrenzte Slots zur Aufbewahrung von Gegenständen zur Verfügung, die sich ebenfalls gegen bare Münze erweitern lassen. Das Menü der Bank ist identisch zum Inventar aufgebaut, was in diesem Fall jedoch weniger gut funktioniert. So lassen sich Bankfach und persönlicher Rucksack zum Beispiel nicht direkt gegenüber stellen, um die Inhalte zu vergleichen. Auch fällt es in einer prall gefüllten Bank eher schwer in der Listenansicht eine vernünftige Ordnung zu halten. Zum Glück hält sich The Elder Scrolls Online mit unnützen Gegenständen weitestgehend zurück. Mit wenigen Ausnahmen landen in eurem Inventar hauptsächlich Rüstungsteile, Waffen, Tränke und Handwerksmaterialien.

Bildergalerie

  1. Seite 1 The Elder Scrolls Online Vorschau: Story, Kampf- und Skillsystem
  2. Seite 2 The Elder Scrolls Online Vorschau: Spielwelt, Quests, Erkundung
  3. Seite 3 The Elder Scrolls Online Vorschau: Crafting, Rollenspiel, Grafik und Probleme
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