Super Mario Bros. Wonder gespielt: Mario klingt anders, ist aber besser als jemals zuvor!

Special Lukas Schmid
Super Mario Bros. Wonder gespielt: Mario klingt anders, ist aber besser als jemals zuvor!
Quelle: Nintendo

Charles Martinet ist weg, aber Mario bleibt - und springt in sein vielleicht spannendstes Abenteuer seit vielen, vielen Jahren. Unsere Vorschau zu Super Mario Bros. Wonder!

Der Schock war groß, als Nintendo es vor einiger Zeit offiziell machte: Charles Martinet, die legendäre Stimme hinter Super Mario, Luigi und so, so vielen anderen Bewohnern des Pilzkönigreichs, hört auf. Uff, da ist mal so eben ein Teil der kollektiven Kindheit dahin! Passiert nicht oft, aber in diesem Fall hatte sich die Verschwörungstheorie, dass Marios Stimme im ersten Trailer zum nur wenige Wochen zuvor enthüllten Super Mario Bros. Wonder nicht Martinets ist, als richtig erwiesen.

Ich gebe unumwunden zu, dass auch mir da erst einmal ein Kloß im Hals saß, als ich von Martinets Abgang erfuhr. Ich bin seit früher Kindheit Nintendo-Spieler, habe ihn während meiner Karriere als Spielejournalist einige Male getroffen und stets als herzensguten, intelligenten Menschen erlebt - das trifft. Aber wie heißt es so klischeehaft: The show must go on, und während Martinet Nintendo immerhin als "Mario Ambassador" erhalten bleiben wird, tritt nun also ein (namentlich bisher nicht bekannter) Nachfolger in seine Fußstapfen. Herrje, ein so trauriger Abgesang auf Charles Martinet sollte das hier eigentlich gar nicht werden, sondern eine Vorschau zu Super Mario Bros. Wonder (jetzt kaufen 46,90 € )!

Stimmig trotz neuer Stimme

Es passt aber auf eine gewisse Weise sehr gut zum neuen Klempner-Hüpfer, dass Mario darin ganz neu klingt. Und nun, da ich selbst spielen und lauschen durfte, gab es anders als im ersten Trailer auch keinen Zweifel, dass hier ein neuer Sprecher am Werk ist.

Denn "ganz neu" war bei Nintendo offensichtlich das Motto, mit dem an die Entwicklung herangegangen wurde.

Super Mario Bros. Wonder ist ein 2D-Mario-Hüpfspiel, klar, und damit erfüllt es von Haus aus gewisse Erwartungen. Gleichzeitig bricht es aber mit zahlreichen Konventionen, welche die längste Zeit einfach als gegeben angesehen wurden.

Das ist auch gut und richtig so. Nicht zuletzt aufgrund der New-Super-Mario-Bros. -Reihe, die im Rahmen von vier stilistisch und spielerisch einander extrem ähnlichen Spielen das Kunststück geschafft hatte, vom als kreativ gefeierten Mario-Neustart zur Blaupause für faules Game-Design zu degenerieren, war ein solcher Schritt dringend notwendig.

Elefantenmario auf glitzernden Röhren Quelle: Nintendo

Mit dem Pow-Block Wände einreißen

Und dass Nintendo durchaus gewillt ist, scheinbar unumstößliche Grundpfeiler bei den diversen Marken des Konzerns einzureißen, wurde zum Beispiel mit 3D-Mario schon seit geraumer Zeit und zuletzt mit Zelda Breath of the Wild und Tears of the Kingdom eindrucksvoll bewiesen.

Was also ist neu? Nun, um mit dem Offensichtlichen anzufangen: Nintendo hat sich endlich vom ungeliebten Look der New-Spiele verabschiedet. Ersetzt wird der nach Meinung vieler Fans viel zu klinische Stil durch einen neuen, deutlich verspielteren, der die Hardware-Stärke der Switch-Konsole wesentlich besser nutzt.

Dabei beziehe ich mich auf die Texturqualität, das Spiel mit Farben, vor allem aber auf die Gestaltung der Figuren. Die strotzen nur so vor Charme und einzigartigen Animationen. Das hat man schon im ersten Trailer gesehen, beim Anspielen offenbarten sich mir aber noch so, so viel mehr absolut zuckersüße Details. Das Flower Kingdom, in das es die Bande diesmal anstatt ins Pilzkönigreich verschlägt, wird wirklich wundervoll zum Leben erweckt.

Mario sammelt einen Wonder Seed. Quelle: Nintendo

Ein schöner Klempner

Gönnen sich Mario und Co. das neue Elefanten-Power-up, so bedarf es für sie etwa einiger Mühe, in enge Röhren zu schlüpfen. Je nach Situation, je nach Kostüm, abhängig von viel zu vielen Aspekten, als dass ich sie alle aufzählen könnte, reagieren die Pilzkönigreichler einzigartig und immer stimmig.

Warum Super Mario Bros. Wonder so viel besser aussieht als New Super Mario Bros., obwohl es am Ende des Tages natürlich noch immer wie ... Mario aussieht, ist gar nicht so einfach zu erklären. Der Unterschied ist aber sofort offensichtlich, sobald man die beiden Titel nebeneinander sieht.

Dass der Titel auch in der Demo zu jeder Zeit butterweich lief, versteht sich von selbst. Nintendos Entwickler haben hier wieder einmal wahre Magie abgeliefert!

Spielerisch ist Wonders da schon eine Spur klassischer, innoviert aber dennoch reichlich und sinnvoll. Das Grundprinzip ist wie immer: Von einer Weltkarte aus geht es in diverse Levels, in den Levels selbst geht es darum, ans Ende und an die Zielfahne zu gelangen.

Bildergalerie

Neue Ideen im neuen Gewand

Aber! Wo 2D-Mario in den letzten Jahren furchtbar vorhersehbar war und selten mit ungewöhnlichen Ideen überraschte, reiht sich hier ein kreativer Moment an den nächsten. Erst einmal sind die Levels dem bisherigen Anschein nach deutlich mehr darauf ausgelegt, erkundet, zu werden, als das bisher stets der Fall war.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk