Super Mario Bros. Wonder gespielt: Mario klingt anders, ist aber besser als jemals zuvor!

Special Lukas Schmid
Super Mario Bros. Wonder gespielt: Mario klingt anders, ist aber besser als jemals zuvor!
Quelle: Nintendo

Charles Martinet ist weg, aber Mario bleibt - & springt in sein wohl spannendstes Abenteuer seit vielen Jahren. Unsere Vorschau zu Super Mario Bros. Wonder!

Die vielen Talente der Pilzkönigreich-Bewohner

Als Ersatz für figurenspezifische Talente hat es nämlich ein Badge-System ins Spiel geschafft. Die schaltet man im Laufe des Abenteuers in bestimmten Challenge-Levels frei, anschließend lässt sich immer jeweils ein Badge auf einmal aktivieren. Wechseln kann man vor und nach Levels. Dank dieser Helferlein kann man dann zum Beispiel höher springen, einen erweiterten Wandsprung ausführen, nach einem Sprung durch die Luft segeln, unter Wasser eine Rammattacke absolvieren und mehr. Wobei in der Version, die ich spielte, nur eine Handvoll der Badges in einer recht umfangreichen Liste freigeschaltet war.

Hinzu kommen weitere, andersfarbige Badges, die wie die Yoshis und Nabbit dazu dienen, das Spielerlebnis auch Anfängern und jungen Spielern zugänglicher zu machen. Dank dieser Varianten startet man dann etwa immer mit einem Pilz für Notfälle im Inventar oder es werden mehr Blöcke in den Welten platziert, damit anspruchsvolle Passagen leichter geschafft werden können.

Multiplayer mit Fragezeichen

So weit, so sehr gut, und ich unterstütze natürlich den Ansatz, Mario Wonder für so gut wie jeden Spielertypen zugänglich zu machen. Etwas zwiegespalten bin ich aber noch, wie der Multiplayer umgestaltet wurde, nicht zuletzt, um diesem Umstand Rechnung zu tragen.

Nicht ganz so dramatisch sind die Veränderungen im lokalen Mehrspieler. Da hüpft man wie gewohnt mit bis zu drei Mitpilzkönigreichlern herum, allerdings können die Figuren nicht mehr gegenseitig physisch aufeinander Einfluss nehmen. Das heißt: Sich gegenseitig auf den Kopf zu springen, aufzuheben und so weiter geht nicht mehr. Stattdessen laufen die Figuren einfach durcheinander durch.

Der Gedanke dahinter ist, dass das Spiel nur positive Gefühle fördern und man eben nicht mehr dazu animiert werden soll, sich gegenseitig zu ärgern. Auf der einen Seite ist das verständlich, gerade mit Blick auf jüngere Spieler. Auf der anderen Seite waren diese kleinen Gemeinheiten durchaus ein wichtiger Part des Spielspaßes in den letzten paar Mario-Koop-Hüpfern.

Bowsers Schloss Quelle: Nintendo Ziemlich verwirrend wird es beim Online-Koop, den ich in einer für die Teilnehmer beim Anspielen zurecht-gefakten Session auch schon ausprobieren konnte. Da können zwölf Teilnehmer auf einmal ran, aber nur vier auf einmal pro Level - oder so.

Auch sieht man die anderen Spieler nicht, sondern nur ihre Geister, und man kommuniziert mit Emoticons und indem man spezielle Tafeln setzt, die einen wiederbeleben, wenn man getroffen wurde.

Man kann die Welten auch völlig unabhängig von den anderen Teilnehmern betreten und ist nicht an deren physische Nähe gebunden. Warum man dann überhaupt zusammen spielen soll, ist mir noch nicht so ganz bewusst.

Das ganze System wirkt unnötig kompliziert und furchtbar verkopft. Mag sein, dass mir die Genialität dahinter erst bewusst wird, wenn ich etwas länger ran darf.

Bisher scheint es mir aber so, als hätte man auf Zwang ein System basteln wollen, dass das direktere, simplere und gut funktionierende Online-Konzept der letzten paar Hüpfer ändert, weil ... nun, weil halt.

Auch hier zielt man wohl auf Zugänglichkeit ab, ich bin aber sehr skeptisch, ob der Plan aufgeht.

Das wird groß!

Davon ab bin ich von Super Mario Bros. Wonder bisher aber sehr, sehr angetan. Am Ende des Tages ist es halt doch einfach Mario, und sogar das schlechteste Mario-Jump&Run ist noch immer besser als die meisten anderen Genrevertreter. Und ich gehe davon aus, dass Wonder alles andere als ein schwacher Mario-Hüpfer werden wird, im Gegenteil.

Hier scheinen so viel Herz, so viel Mühe, so viel Kreativität drinzustecken, dass ich mir schon jetzt fast sicher bin, dass wir einen weiteren zeitlosen Klassiker spendiert bekommen werden. Ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, erfahren wir schon bald, nämlich am 20. Oktober 2023. Dann erscheint Super Mario Bros Wonder exklusiv für die Nintendo Switch.

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