Stray in der Vorschau: Cyberpunk-Adventure mit tierischem Charme - Alle Infos
Special
Nachts sind alle Katzen grau. Nur nicht in Stray, da leuchten sie in den Farben der Neonreklamen. Im Action-Adventure schlüpft ihr in das Fell eines Vierbeiners und erkundet eine menschenleere Cyberpunk-Metropole. Was euch dabei erwartet, haben wir uns noch vor Release in einer großen Gameplay-Präsentation angesehen. Alle Erkenntnisse gibt's in der Vorschau.
Nicht nur einen Kater haben, sondern auch mal ein Kater sein! Dieser Wunsch geht mit Stray endlich in Erfüllung. Im Indie-Titel schlüpft ihr in das Fell eines Vierbeiners, erkundet aus der Third-Person-Perspektive eine dunkle Sci-Fi-Welt und macht unzählige Katzendinge: Schnurren, Sofas zerkratzen, Tassen von Tischen schmeißen und nebenbei ein uraltes Mysterium lösen.
Ein Konzept, das bei Spielern offenbar gut ankommt: Stray (jetzt kaufen 9,98 € ) ist sowohl unter Wishlists als auch unter den Vorbestellungen auf Steam unter der aktuellen Top 10. Auf YouTube hat der letzte Trailer, der endlich das Veröffentlichungsdatum verrät, fast eine Dreiviertelmillion Aufrufe. Und auch in unserer Redaktion lässt sich die Vorfreude kaum im Zaum halten. Umso glücklicher waren wir, dass wir uns noch kurz vor Release eine umfangreihe Gameplay-Präsentation anschauen und die Macher mit unseren brennendsten Fragen zu dem animalischen Abenteuer löchern konnten.
Cybercat 2077
"Im Kern ist Stray ein Adventure-Game", erklärt uns Producer Swann Martin-Raget im Interview. Das heißt, dass der Fokus klar auf dem Erzählen einer Geschichte liegt. Die dreht sich rund um eure Katze, die wortwörtlich in eine Cyberpunk -Spielwelt geschmissen wird: Zu Spielbeginn fällt euer Stubentiger in die Straßen einer dystopischen Zukunfts-Metropole hinab. Verletzt und verlassen, weit weg von daheim muss er jetzt irgendwie einen Weg zurück zu seiner Familie finden und dabei ein uraltes Rätsel entwirren. Welches genau, das wollte man uns noch nicht verraten. Wobei sich vieles wohl um die zentrale Frage drehen wird, warum in Stray nur Roboter unterwegs sind, aber keine Menschenseele.
In diesem Artikel
In Sachen Inszenierung setzen die französischen Entwickler vornehmlich auf klassische Cutscenes und Dialoge, aber auch viel auf Environmental Storytelling. Heißt: Die Stadt schreibt ihre eigenen Geschichten, die ihr beim Erkunden und Erforschen aufschnappt. Stray besteht zu großen Teilen aus Open-World-Abschnitten, in denen ihr euch komplett frei bewegen dürft - nahtlos, ohne Ladezeiten.
Da seid ihr damit beschäftigt, Quests zu erfüllen, Puzzles zu lösen und mehr über die Umgebung zu erfahren. Die Entwickler versprechenden in dem Kontext jede Menge farbenfrohe Charaktere mit interessanten, einzigartigen Hintergrundgeschichten. Selbst, wenn Stray also linear abläuft, gibt es bei der Spielzeit Luft nach oben und unten: In normalem Tempo seid ihr in ungefähr sieben bis acht Stunden durch. Wer wirklich alles machen und alles entdecken will, kann mit bis zu zehn rechnen.
Nachts sind nicht alle Katzen grau
Aber nicht nur die Figuren sind abwechslungsreich gestaltet, sondern auch die Stadt selbst: Verschiedene Viertel wie Mid Town, Dead End oder die Slums kommen alle mit ihrem individuellen Stil daher. In Sachen Design haben sich die Macher stark von der Kowloon Walled City inspirieren lassen, einem ehemaligen Stadtteil von Hongkong. Die Szenerie ist von dunklen engen Straßenschluchten geprägt, von Dreck, Graffiti und Rauch. Gleichzeitig mischt sich das fernöstlich angehauchte Setting mit typischen Cyberpunk-Elementen: Neon-Reklamen spiegeln sich in Pfützen, Hologramme flackern durch die Nacht, in den zwielichtigen Seitenstraßen rosten kaputte Roboter vor sich hin.
Quelle: Annapurna Interactive
Stray: Das Cyberpunk-Katzen-Adventure in der Vorschau. (1)
Grafisch ist Stray richtig schick anzuschauen. Auch wenn ihr leider auf Raytracing -Support verzichten müsst, zeichnet das Spiel ein stimmungsvolles Gesamtbild, das vorwiegend vom Kontrast zwischen eurer Katze, einem kleinen lebendigen Energiebündel, und der kalten, metallisch-kantigen Umwelt lebt. Außerdem erwarten euch einzigartige Szenerien wie Ant Village, ein Stadtteil, der um einen alten Vorratsspeicher herum gebaut wurde, der in einem Meer aus Müll schwimmt.
