Stranded: Alien Dawn in der Vorschau: Rimworld in 3D und Die Sims im Weltraum

Special Lukas Egner
Stranded: Alien Dawn in der Vorschau: Rimworld in 3D und Die Sims im Weltraum
Quelle: Frontier Foundry

In Stranded: Alien Dawn crasht ihr mit eurem Raumschiff auf einem fremden Planeten und müsst irgendwie versuchen, in einer feindlichen Umgebung zu überleben. Dabei setzt das Early-Access-Spiel auf ein tiefgreifendes Survival-Management-System rund um wenige, dafür umso wichtigere Charaktere und erinnert nicht selten an RimWorld. Macht das Spaß?

Gestrandet auf einem fremden Planeten, verdammt dazu, mit den wenigen Resten eurer Raumschiff-Crew zu überleben - das klingt wie ein wahr gewordener Albtraum, ist aber die Prämisse von Stranded: Alien Dawn. Im Hardcore-Survival-Management-Spiel führt ihr eine kleine Gruppe von Überlebenden durch die Wildnis des Planeten Sobrius, baut eine beeindruckende Basis, kämpft gegen wild gewordenes Alien-Getier und pflanzt Gemüse an, um eure Truppe zu versorgen.

Die Beschreibung des neuen Spiels der Surviving Mars - und Tropico -Macher wirkt auf ersten Blick reichlich austauschbar, das Abenteuer entpuppt sich nach und nach aber als komplexe Survival-Management-Erfahrung. Und es bietet euch neben dem Aufbau und der Erweiterung eurer Basis viele Möglichkeiten, das Überleben auf einem fremden Planeten möglichst akkurat zu simulieren. Wir haben uns die Early-Access-Version angeschaut und geben einen Einblick ins Spiel.

Gelandet im Paradies? Wohl kaum!

Der Alltag im Weltraum kann doch ziemlich langweilig sein. Ein unerforschter Planet da, zwei neue Alien-Spezies hier und eine feindliche Raumflotte, die euch den Garaus machen will. Oder vielleicht seid ihr als einfacher Dockarbeiter auch dazu verdammt, die Admiralskajüte tagtäglich zu schrubben und hinter den Offizieren herzuputzen. Jedenfalls wird der Tag von einigen Raumschiffanwärtern auf der Reise durchs Weltall schroff unterbrochen, als die Alarmsirenen ertönen.

Euer Schiff droht, abzustürzen! Und das auf einem völlig fremden Planeten! Was also tun, um nicht in Panik zu verfallen? Vielleicht freut man sich zunächst darüber, dass der Tag doch noch spannend wird. Und dann sollte man sich schleunigst daranmachen, eine der Rettungskapseln zu erwischen. Wenn man das geschafft hat, geht das Leben immerhin weiter. Aber dann beginnt der Überlebenskampf erst so richtig.

Jetzt gilt es: Schnellstmöglich ein paar Blechhütten aus den abgestürzten Raumschiffteilen zu bauen, um zumindest ein Dach über dem Kopf zu haben. Und ab da lässt euch Stranded: Alien Dawn völlige Freiheit, was ihr mit der Zeit auf dem Alien-Planeten anstellen wollt.

Natürlich sind bestimmte Dinge sinnvoller als andere, aber das Spiel zwingt euch zu nichts. Um den drohenden Winter zu überleben, solltet ihr aber vorsorgen: Genug Nahrung konservieren, ein erstes, festes Fundament bauen und für ein kuschelig warmes Zuhause sorgen. Und natürlich Verteidigungsanlagen errichten, um gegen die fiesen Rieseninsekten auf Sobrius anzukommen.

Ein Spiel für Survival-Nerds und Micro-Manager

Stranded: Alien Dawn klingt damit erst einmal wie ein weiteres 08/15-Survivalspiel. Aber allein schon die interessante Wahl der Kameraperspektive erinnert an Aufbau- und Managementspiele. Die ist nämlich isometrisch und schwebt über den Überlebenden, so gibt sie uns einen umfassenden Überblick.

Das Spiel versteht sich in gewisser Weise auch als eine Art Die Sims mit Survival-Mechaniken und ein bisschen wie Rimworld. Ihr könnt jede Aktion eines jeden Überlebenden einzeln abstimmen oder mit aufwendigen und in die Tiefe gehenden Tabellen automatisieren. Ihr baut eine Basis, die gut auf die Bedürfnisse eurer Überlebenden abgestimmt sein muss. Und eure Crew kann untereinander sogar Beziehungen entwickeln.

Die Innenansicht eines Hauses. Die Grafik ist nicht phänomenal, erfüllt aber ihren Zweck. Die meiste Zeit kontrolliert ihr eure Überlebenden ohnehin aus der Iso-Perspektive. Quelle: PC Games Die Innenansicht eines Hauses. Die Grafik ist nicht phänomenal, erfüllt aber ihren Zweck. Die meiste Zeit kontrolliert ihr eure Überlebenden ohnehin aus der Iso-Perspektive. All das bedeutet aber auch, dass ihr Ressourcen sammeln, Waffen und Items craften, neue Dinge erforschen oder Gemüse anpflanzen müsst. Je mehr ihr erforscht und je weiter ihr den Planeten erkundet, desto umfangreicher werden die Mechaniken: Sitzt ihr kurz nach dem Absturz noch in einer Blechhütte an einem improvisierten Lagerfeuer, zimmert ihr euch später schon euer erstes Haus zusammen, baut Nahrung an und zeigt den fiesen Alien-Kreaturen, wer der neue Boss auf Sobrius ist.

Und noch mal später könnt ihr dann sogar Strom erzeugen und alle möglichen Dinge damit machen: vom Automatisieren eurer Verteidigung mit Flammenwerfern, Geschütztürmen und Bewegungssensoren bis hin zu Kühlschränken, die eure Nahrung länger haltbar machen, bieten sich unzählige Möglichkeiten.

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