Nach "The Fast and The Furious" und "xXx" begab sich Rob Cohen in schwindelerregende Höhen -- und legte eine satte Bruchlandung hin
Ben Gannon (Josh Lucas), Kara Wade (Jessica Biel) und Henry Purcell (Jamie Foxx) sind die besten Piloten der US Navy und haben die Ehre, den hypermodernen "Talon"-Tarnkappenbomber zu fliegen. Sie beherrschen die futuristischen Prototypen aus dem Effeff und fiebern nach vielen erfolgreichen Trainingseinsätzen echten Missionen entgegen.
Missstimmung im Team kommt allerdings auf, als Einsatzleiter Captain Cummings (Sam Shepard) dem Trio offenbart, dass ein vierter Wingman das Dreiergeschwader ergänzen soll. Dieser ist zudem nicht aus Fleisch und Blut, sondern ein noch fortschrittlicherer Stealth-Bomber, der von einem Supercomputer mit dem Spitznamen EDI (Extreme Deep Invader) gesteuert wird. EDI soll die Waffe der Zukunft werden und bald menschliche Piloten ersetzen.
Künstliche Intelligenz
Bis es soweit ist, muss sich die redende Blechbüchse aber noch bewähren und einige Tricks von ihren humanen Kollegen abschauen. Nur dumm, dass sich EDI nicht nur das Können, sondern nach einem Blitzschlag auch die Macken seiner Vorbilder aneignet und wie Ben eine Vorliebe für das Missachten von Befehlen entwickelt. Als er drauf und dran ist, die Welt in einen Atomkrieg zu stürzen, werden die Talons losgeschickt, um EDI zum Stützpunkt zurückzubringen. Der hat aber mittlerweile einen eigenen und sehr starken Willen ...
In Anbetracht des hanebüchenen Scripts von Drehbuchautor W.D. Richter ("Big Trouble in Little China") sowie Rob Cohens Inszenierung lässt sich kaum noch von Intelligenz sprechen. Die schwachsinnige Story ist weder neu noch originell, strotzt nur so vor Klischees und platten Dialogen, tritt Realität und Logik immer wieder mit Füßen und nimmt sich dabei auch noch viel zu ernst. Cohens vorhergehende Werke hatten zwar auch keine "Oscar"-reife Story, aber immerhin noch eine Seele -- was man von "Stealth" leider nicht behaupten kann.
