Stealth - Unter dem Radar

Test

Nach "The Fast and The Furious" und "xXx" begab sich Rob Cohen in schwindelerregende Höhen -- und legte eine satte Bruchlandung hin

Mission gescheitert

Unter den Kinogängern schien sich das alles schnell herumzusprechen. Mit einem mageren US-Einspiel von knapp 32 Mio. Dollar hob die 135 Mio. Dollar teure Produktion gar nicht erst von der Startbahn ab. Vermutlich auch ein Grund dafür, warum Geschwindigkeitsfanatiker Cohen keinen Audiokommentar für die DVD beisteuerte.

Nichtsdestotrotz bietet die Doppel-DVD aber eine gute Auswahl an werbefreien und interessanten Extras. Neben einer Featurette zur Filmmusik auf der Hauptdisc, in der überwiegend der Regisseur, Komponist BT und die Band Incubus zu Wort kommen, bietet die Bonusscheibe ein sehr ausführliches dreiteiliges Making of mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 75 Minuten, das alle (Action-)Aspekte des Drehs behandelt.

Wer noch tiefer in die Materie einsteigen will, bekommt unter dem Menüpunkt "Detailentwicklung Schlüsselszenen" die Entstehung zweier Action-Höhepunkte des Streifens in aller Ausführlichkeit und stellenweise mit der Möglichkeit serviert, die Sichtwinkel zu wechseln. Auch ein reines Multi-Angle-Feature ist mit an Bord, welches zwei weitere Sequenzen in verschiedenen Entwicklungsstadien bzw. aus unterschiedlichen Kamerapositionen zeigt. Lobenswert: Alle Beiträge werden mit deutschen Untertiteln angeboten.

Fazit

Film-Check: Unter dem Radar fliegt hier nichtnur das "Stealth"-Geschwader, sondern auch die hohle Story. Sie ist so ziemlich das Dümmste, was das Publikum im Kinojahr 2005 vorgesetzt bekam. Über Logik, Realismus und physikalische Grenzen sollte man sich also nicht mal im Ansatz Gedanken machen.Wer Hirn und Verstand abschalten kann, der erlebt hier zumindest fulminante Luftschlachten mit aufwändigen CGIs und reichlich Pyrotechnik. Klar, dass bei soviel Action und Krawall die Charaktere völlig unterbelichtet und damit auch die Schauspieler weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Für einen effektgeladenen Heimkinoabend reicht es gerade noch.
DVD-Fazit: Wenn der Film selbst auch nicht viel hergibt -- als Demoscheibe für die heimische Soundanlage eignet sich die DVD zweifelsohne. Und wer gerne hinter die Kulissen blickt, dürfte mit den angebotenen Extras rundum zufrieden sein.

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