Wir leisten unseren Beitrag: Starship Troopers: Terran Command im Test

Test Felix Schütz 22,49 €
Wir leisten unseren Beitrag: Starship Troopers: Terran Command im Test
Quelle: Slitherine Software

Und es geht doch: Nach all den Jahren gibt es endlich ein Spiel zu Starship Troopers, das zur Abwechslung auch mal Spaß macht. Perfekt ist es bei Weitem nicht, aber das hat auch niemand erwartet. Die Strategie-Überraschung im Test.

Bildgewaltig, brutal und oftmals missverstanden: Als Starship Troopers im Jahr 1997 in die Kinos kam, ging der Film vielen Kritikern gründlich gegen den Strich. Paul Verhoevens ambitionierter Sci-Fi-Streifen wurde von manchen als gefühlskalte Schlachtplatte verschrien, andere deuteten den Film als verrohenden Lobgesang auf das Militär. Hierzulande stand die ungekürzte Fassung sogar jahrelang auf dem Index. Regisseur Verhoeven wehrte sich gegen die Vorwürfe, der Film fand zahllose Fans - und genießt heute ein kleines bisschen Kultstatus. Dass man in 25 Jahren auch das Gleiche über Starship Troopers: Terran Command sagen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Denn das Echtzeitstrategiespiel ist alles andere als kultverdächtig, im Test zeigt es klare Mängel und kann sein geringes Budget kaum verbergen. Und trotzdem: Wir hatten richtig Spaß mit dem Ding!

Denn die Entwickler von The Artistocrats haben verstanden, worauf es ankommt: Einen respektvollen Umgang mit der Lizenz, gepaart mit solidem Gameplay und ordentlicher Atmosphäre - mehr braucht es gar nicht für ein paar unterhaltsame Stunden. Und auch der Preis spiegelt das wider: Mit fairen 25 Euro positioniert sich Terran Command selbstbewusst in der zweiten Reihe und versucht gar nicht erst, mit Schwergewichten wie Total War oder Age of Empires 2 zu konkurrieren. Terran Command backt kleinere Brötchen und nimmt dafür manchmal auch ziemlich günstiges Mehl. Wenn man aber eh keine teure Gourmet-Stulle erwartet, geht das absolut in Ordnung.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nur ein toter Bug ist ein guter Bug

Terran Command ist nach dem ersten Film angesiedelt und greift auf keine bekannten Charaktere zurück. Wir wissen nur: Der Krieg zwischen Menschen und Bugs - ein todbringendes Insektenvolk - ist immer noch in vollem Gange. Wer wir sind, verrät uns das Spiel übrigens nicht: Als Spieler sind wir kein Teil der Handlung und tun deshalb nichts weiter, als Kommandos zu erteilen. Terran Command bietet auch keinen Multiplayer, keinen Skirmish und keine besonderen Modi, sondern konzentriert sich ganz auf seine Einzelspielerkampagne, die euch etwa 15 Stunden lang beschäftigen sollte. Der Feldzug gegen die Bugs führt euch diesmal auf den Wüstenplaneten Kwalasha, der optisch stark an Klendathu aus der Filmvorlage erinnert: Ihr bekommt also vorwiegend Geröll, Sand und hier und da mal ein paar Gebäude zu Gesicht, manche Levels spielen auch in unterirdischen Höhlen und Minen oder in einer verwüsteten Stadtkulisse. Der Spielablauf ist völlig linear, es gibt also keine strategische Map oder Entscheidungen zwischen den Missionen. Ihr könnt auch keine Einheiten von einem Kapitel ins nächste übernehmen oder einen Techtree ausbauen - das alles haben sich die Entwickler gespart.

Bildergalerie

Stattdessen gibt's eine Mischung aus solide designten Missionen, von denen die meisten aber auf die gleichen Ziele hinauslaufen. In der Regel müsst ihr entweder die Karte von Bug-Kolonien befreien und ihre unterirdischen Höhlen ausräuchern, oder aber ihr sollt eine Basis gegen immer stärkere Angriffswellen verteidigen, während die Insekten mit riesigen Arachnoiden und anderen hirnlosen Krabbelmonstern anrücken. In den Indoor-Missionen könnt ihr keinen Nachschub ordern, in den Freiluftlevels stehen euch dafür meistens unbegrenzte Reserven zur Verfügung.
In manchen Levels werdet ihr auch regelmäßig von Plasma-Bugs beschossen, das sind im Grunde riesige Artillerie-Einheiten mit enormer Reichweite. Hin und wieder stehen auch kleine Eskortierungseinsätze auf dem Programm. Das Missionsdesign ist also nicht direkt einfallsreich, aber für die Spielzeit ist das okay und wird manchmal sogar richtig spannend: Auf dem dritten von fünf Schwierigkeitsgraden haben wir zwar nur selten richtig geschwitzt, aber in manchen Situationen wurde es durchaus mal eng. Das Gefühl, gegen eine zahlenmäßig weit überlegene Insektenarmee anzukämpfen, bringt Terran Command überzeugend rüber.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk