Starlink: Ubisoft-Open-World trifft auf modulares Spielzeug

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Starlink: Ubisoft-Open-World trifft auf modulares Spielzeug
Quelle: Ubisoft

Mit Starlink: Battle for Atlas für PS4, Xbox One und Switch kombiniert Ubisoft sein typisches Open-World-Spielprinzip mit modularen Spielzeugen. Das Ziel: Jüngeren Spielern das volle Ubisoft-AAA-Spielerlebnis bieten ohne die Gewalt eines Assassin's Creed oder Far Cry. Wir haben das Sci-Fi-Action-Adventure mehrere Stunden gespielt und konnten neben einigen Hauptstory-Abschnitte erstmals auch die Switch-exklusiven Star-Fox-Missionen ausprobieren.

Auf den ersten Blick wirkt Starlink: Battle for Atlas (jetzt kaufen / 26,99 € ) wie ein weiteres, typisches Toys-to-Life-Spiel der Sorte Skylanders, Disney Infinity oder Lego Dimensions. Und die Ähnlichkeit zu den zuvor genannten Reihen ist durchaus nicht abzustreiten, immerhin setzt auch Starlink auf echtes Spielzeug, das in die Spielwelt integriert wird, nutzt einen Comicstil und richtet sich in erster Linie an jüngere Spieler. Doch wenn man die Starlink-Entwickler von Ubisoft Toronto fragt, steckt noch weit mehr hinter Ubisofts Raumschiff-Action-Adventure. Bereits fünf Jahre arbeitet das Studio schon an dem ambitionierten Weltraumspiel, in dem man das Atlas-Sternensystem mit sieben Planeten und dem dazwischenliegenden Weltraum ganz ohne Ladezeiten erkunden kann - auf Wunsch auch jederzeit im lokalen Splitscreen-Koop zu zweit. Außerdem betonten die Macher, als wir in London zu einem mehrstündigen Anspiel-Event geladen waren, dass Starlink das komplette AAA-Paket bietet, das man auch von anderen Ubisoft -Spielen wie Assassin's Creed, Far Cry und Konsorten kennt.

Starlink: Modulare Raumschiffe

Sofern ihr genug Bauteile habt, ist eurer Phantasie theoretisch keine Grenze gesetzt und ihr könnt zum Beispiel zwei verschiedene paar Flügel aufeinanderbauen. Das wirkt sich aber auf das Gewicht des Schiffs aus. Quelle: Ubisoft Sofern ihr genug Bauteile habt, ist eurer Phantasie theoretisch keine Grenze gesetzt und ihr könnt wie hier zwei verschiedene paar Flügel aufeinanderbauen. Das wirkt sich aber auf das Gewicht des Schiffs aus. Gespielt wird Starlink mit modular zusammenbaubaren Raumschiffen, die standardmäßig aus einem Piloten, einem Schiffsrumpf, zwei Flügeln und zwei Waffen bestehen und per Klammer direkt auf dem Controller befestigt werden. Wer mag, kann theoretisch aber auch noch ein zweites paar Flügel aufs Schiff montieren, was die Statuswerte erhöht, aber auch das Gewicht. Je schwerer das Raumschiff ist, desto langsamer und weniger wendig wird es aber auch. Bei der Bewaffnung gibt es unter anderem Raketen, Schnellfeuerkanonen oder Rammen, wobei jede Waffe ein Element wie Feuer, Eis, Vortex und so weiter aufweist. Wie üblich richten Feuer-Waffen erhöhten Schaden gegen Eisgegner an, zudem haben die Elemente einen Bonuseffekt. Mit Feuerwummen können Gegner entflammt werden, wodurch sie zusätzlichen Schaden über Zeit einstecken, Stasis-Waffen hebeln dagegen die Schwerkraft aus und lassen getroffene Gegner so kurzzeitig betäubt zurück. Werden zwei Elemente miteinander kombiniert, entstehen darüber hinaus zusätzliche Boni oder Modifikatoren.

Starlink: Auch ganz ohne Spielzeug spielbar

Die Wahl des Piloten spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da die Fliegerasse über eine einzigartige Superfähigkeit verfügen, sowie aufstufbare passive Vorteile. Die geheimnisvolle Shaid kann ihr Schiff zum Beispiel tarnen, um Gegner auf dem falschen Fuß zu erwischen oder in brenzligen Situationen abzuhauen. Der Switch-exklusive Fox McCloud ruft mit seinem Super hingegen den Rest seiner Arwing-Staffel kurzzeitig zu Hilfe. Wie viel Auswahl ihr beim Umbau der Schiffe und Wechseln der Piloten habt, hängt aber von der Tiefe eures Geldbeutels ab, denn in den Starter-Sets sind nur jeweils ein Schiff, ein Pilot und drei Waffen (bzw. bei der Switch zwei Piloten und zwei Waffen) enthalten - alles weitere muss mit Booster-Packs erworben werden. Zwar lässt sich Starlink laut Entwicklern komplett mit den Inhalten der Einstiegspakete durchspielen, beim Anspieltermin hatten wir aber eindeutig mehr Spaß mit der großen Auswahl an dort vorhandenen Spielzeugen. Der große Vorteil im Vergleich zu Skylanders und Co. ist dagegen, dass man in Starlink nicht mit abgekapselten Spielinhalten konfrontiert wird, die nur mit Zusatzfiguren zugänglich sind. Ihr könnt also das komplette Abenteuer mit dem Starter-Set erleben.

Bildergalerie

Wer mit dem Spielzeug-Aspekt nichts anfangen kann, muss übrigens nicht verzagen: Starlink kann auch komplett ohne die physischen Schiffe und Piloten gespielt werden. Stattdessen baut man seine Weltraumflieger dann rein digital im Menü zusammen, man muss sie nur zuvor im Spiel registriert haben, bevor man sie im Schrank verstaut. Oder ihr holt euch gleich die Download-Version von Starlink, ganz ohne Spielzeug. Somit ist auch klar, wie das auf der Switch mit dem Handheld-Modus gelöst ist.

Starlink: Viel zu tun im Open-Universe

Spielzeug hin oder her, was taugt denn nun das Spiel selbst? Wir durften einige Story-Missionen in einem Kapitel ein paar Stunden nach Spielbeginn ausprobieren und haben uns an diversen Nebenbeschäftigungen auf einem der anfänglichen Planeten versucht. Die erste Erkenntnis: Mit dem Raumschiff durch die Spielwelt zu fliegen und den Gegnern eins vor den Latz zu ballern ist zwar nicht sonderlich komplex, dafür aber umso spaßiger. Besonders viel Freude hatten wir daran, mit dem Boost über die Planetenoberfläche zu düsen und an allen Ecken und Enden von irgendwas abgelenkt zu werden. Die zweite Erkenntnis: Statt die Spielzeuge umzubauen, könnt ihr eure Schiffe einfach im Menü anpassen. Dort baut ihr auch zuvor erbeutete Modifikationen in die Waffen und das Schiff. Quelle: Ubisoft Statt die Spielzeuge umzubauen, könnt ihr eure Schiffe einfach im Menü anpassen. Dort baut ihr auch zuvor erbeutete Modifikationen in die Waffen und das Schiff. Denn dass Starlink ein Ubisoft-AAA-Spiel ist, war nicht nur so daher gesagt. Die Zwischensequenzen sind komplett mit Motion Capture aufgenommen und sehen sehr schick aus, alle Dialoge sind vollvertont und vor allem findet man wie in anderen modernen Open-World-Titeln überall in der Spielwelt reichlich Nebenziele. Seien es wilde Tiere, die man für Forschungszwecke scannen kann, Rohstoffe, die man einsammeln und später verkaufen kann oder das Erschließen und Ausbauen von Stützpunkten. Der letzte Aspekt spielt in Starlink eine wichtige Rolle, da die Außenposten verschiedene Funktionen erfüllen. Zunächst mal könnt ihr dort im Kampf beschädigte Schiffe reparieren. Außerdem dienen sie als Handelsposten, die abhängig von ihrer Sorte bestimmte Waren kaufen und euch Modifikationen für eure Schiffe anbieten. Und zu guter Letzt senden manche Außenposten-Typen Einheiten von eurer Fraktion aus, um gegen die böse Forgotten Legion um die Vorherrschaft der jeweiligen Planeten zu kämpfen. Dieser Machtkampf wird zu jeder Zeit im ganzen Sternensystem simuliert, wobei es in erster Linie an euch ist, eurer Fraktion zum Vorteil zu verhelfen. Je besser ihr die Wirtschaft ausbaut, desto mehr Upgrades könnt ihr euch mit der Spielwährung für euer Mutterschiff Equinox leisten, was wieder weitere Vorteile bringt. Ihr merkt schon, in Starlink steckt einiges drin. Der Arwing von Fox ist originalgetreu im Spiel umgesetzt. Wenn ihr keine Waffen an ihm befestigt, schießt das Schiff etwa mit seinen typischen Lasersalven. Und eine Barrel-Roll lässt sich selbstverständlich auch jederzeit ausführen. Quelle: Ubisoft Der Arwing von Fox ist originalgetreu im Spiel umgesetzt. Wenn ihr keine Waffen an ihm befestigt, schießt das Schiff etwa mit seinen typischen Lasersalven. Und eine Barrel-Roll lässt sich selbstverständlich auch jederzeit ausführen.

Starlink: Star Fox ist kein schöndes Anhängsel

Sogar noch etwas mehr steckt in der Switch-Version von Starlink, denn auf der Nintendo -Konsole zählt Fox McCloud aus der Star-Fox-Reihe zur Liste der Piloten und ist direkt im Starter-Set samt seinem Arwing als Raumschiff enthalten. Entsprechend haben ihm die Entwickler eine eigene Questkette spendiert, von der wir die ersten paar Aufträge ausprobieren durften. In den Star-Fox-Missionen seid ihr auf der Jagd nach Wolf, der mit einer schicken CGI-Sequenz gebührend im Spiel eingeführt wird. Quelle: Ubisoft In den Star-Fox-Missionen seid ihr auf der Jagd nach Wolf, der mit einer schicken CGI-Sequenz gebührend im Spiel eingeführt wird. Fox und seine Mitstreiter Peppy, Slippy und Falco sind mal wieder auf der Jagd nach Wolf, der sich aus bisher nicht näher bekannten Gründen im Atlas-System tummelt und bestimmt wieder nichts Gutes im Schilde führt. Sehr positiv überrascht waren wir darüber, wie viel Mühe sich die Entwickler bei der Umsetzung dieser Kooperation gegeben haben. Die Star-Fox-Missionen fügen sich sowohl im Hinblick auf Präsentation als auch spielerisch nahtlos in Starlink ein. Wir mussten zum Beispiel einen Außenposten eines Outlaws erobern, der gemeinsame Sache mit Wolf macht. Aber das ist noch nicht alles, denn Fox und seine Kameraden sind sogar in die normalen Hauptstory-Zwischensequenzen eingebunden wie jeder andere Pilot auch. Ebenfalls wie jeder andere Pilot wurde auch Fox für sämtliche Missionen vollvertont, schließlich könnt ihr das komplette Spiel auf der Switch mit ihm durchspielen. Fans des Weltraumfuchses haben somit einen echten Anreiz, zur Switch-Version von Starlink zu greifen. In Starlink kann jederzeit ein zweiter Spieler per Splitscreen einsteigen - einzig im Handheld-Modus der Switch geht das nicht. Quelle: Ubisoft In Starlink kann jederzeit ein zweiter Spieler per Splitscreen einsteigen - einzig im Handheld-Modus der Switch geht das nicht. Einzig bei der Technik müsst ihr im Vergleich zur PS4 und Xbox One natürlich spürbare Abstriche machen, gerade bei der spärlichen Vegetation im Vergleich zu den anderen Fassungen ist das sehr deutlich. Immerhin sind uns beim Spielen in London keine Ruckler untergekommen.

Unserem bisherigen Eindruck nach macht Starlink eine richtig gute Figur. Trotzdem bleibt noch abzuwarten, wie interessant die Handlung ist, wie es um die Abwechslung und Langzeitmotivation steht und ob man wirklich genug Spaß hat, ohne zu den Erweiterungs-Päckchen mit zusätzlichen Piloten, Schiffen und Waffen zu greifen. Aber das wird sich alles schon am 16. Oktober zeigen, wenn Starlink: Battle for Atlas für PS4, Xbox One und Nintendo Switch erscheint.

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