Starfield: Wie funktionieren die Planeten?
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1000 Planeten erkunden! Das ist das Versprechen, das Starfield abgibt. Bethesdas neuestes Rollenspiel lässt euch auf hunderte Sonnensysteme mit entsprechenden Himmelskörpern los. Aber wie ist das denn jetzt mit dem Erkunden? Wie sind die Planeten aufgebaut, kann ich jetzt den ganzen Planeten erkunden oder nicht, was ist mit der Zufallsgenerierung und bleiben meine erkundeten Gebiete erhalten? Die Fragen sind nach wie vor zahlreich und die Antworten wollen wir euch jetzt liefern.
Der Aufschrei ergab sich aus einer ungünstigen Kommunikation seitens Bethesda. Dort wurde immer davon gesprochen, dass man den ganzen Planeten erkunden kann. Pete Hines bestätigte das sogar noch einmal in einem Tweet, kurz vor Release. Das suggerierte natürlich, dass es möglich wäre, den Planeten nahtlos zu umrunden, wenn man den wollen würde. Im Endeffekt geht DAS aber nicht.
Das hat Bethesda aber auch nie richtig gesagt. Es ging immer nur darum, einen Planeten zu erkunden und rein technisch haben sie damit nicht Unrecht. Man kann schließlich überall landen und die Umgebung erkunden. Nur hat man dann aber auch keine Möglichkeit, direkt von einer Kachel in die nächste zu springen. Man MUSS immer die Schnellreise per Schiff nutzen. Dafür gibt es aber schon Screenshots, die zeigen sollen, dass die Zonen die nebeneinander liegen, teilweise auch Bezug zueinander haben.
Im Endeffekt ist die Diskussion aber auch vernachlässigbar, denn Starfield ist natürlich darauf designt, dass man diese Grenzen im normalen Spielverlauf nicht erreicht. Grundsätzlich sind die Kacheln an sich schon sehr weitläufig und unterschiedlich groß. Während wir auf einem kargen und relativ unwichtigen Planeten nach 15 Minuten am Ende waren, brauchten wir von der Hauptstadt New Atlantis ungefähr eine halbe Stunde bis zur Grenze.
Quelle: PC Games
Obendrauf werden die Points of Interest auch eher rund um das eigene Schiff in die Welt gesetzt. Je weiter man sich vom Raumschiff entfernt, desto spärlicher werden die Punkte gesetzt. Es wird also immer uninteressanter, je näher man der Levelgrenze kommt. Spieler werden also eher in die andere Richtung gelockt.
Das entschuldigt natürlich nicht die schwammige Kommunikation seitens Bethesda. Es tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Wir sind beispielsweise beim normalen Spielen nie durch Zufall an die Levelgrenze gestoßen. Gleichzeitig muss man aber natürlich auch die Frage in den Raum stellen, wer wirklich schon mal in Star Citizen oder No Mans Sky einen Planeten zu Fuß umrundet hat und wie wichtig das wirklich für die Immersion ist.
Beachtet aber bei den Landezonen, dass ihr nur vier solcher zufälligen Gebiete pro Planet anlegen könnt. Macht ihr eine fünfte auf, wird eine der vorherigen gelöscht. Ihr könnt das etwas aufhalten, in dem ihr auf einer Landezone mehrmals landet und sie auch ein wenig erkundet. Dann wird die Zone länger gespeichert. Das System ist aber leider etwas inkonsistent und wir konnten nicht ganz nachvollziehen, wann eine Landezone jetzt wirklich wieder gelöscht wird. Ganz verhindern könnt ihr die Löschung natürlich, in dem ihr eine Basis auf dem Platz baut.
Wesentlich weniger Grenzen hat das Weltall. Wer will, kann nämlich tatsächlich innerhalb der Sonnensysteme zu den jeweiligen Planeten hinfliegen. Es dauert nur Ewigkeiten. Wir haben uns mal die Zeit genommen und sind zu einem relativ nahen Punkt ohne Schnellreise geflogen. Mit dem Startraumschiff Frontier haben wir für 700km locker über eine Echtzeitstunde benötigt. Da kann man sich dann ausmalen, wie lange man für mehrere Lichtsekunden zum Nachbarplaneten braucht.
Da die Planeten eigene Ladezonen sind, sind die Himmelskörper im Weltall auch keine festen Körper. Aber zumindest nehmen sie Bezug aufeinander, was die Licht und Schatten angeht. Hier sieht man nämlich sehr schön, wie eine Sonnenfinsternis entsteht.
Im Endeffekt kann man aber festhalten: Starfields Universum ist groß. Das prozedurale System ist durchaus ausgeklügelt, um einen großen Planeten zu simulieren. Und das Spiel gibt sich redlich Mühe, den leeren Planeten entgegenzuwirken. Das gelingt nicht immer und ja, nach einer gewissen Spielzeit wird man durchaus auch Wiederholungen sehen. Im Zusammenspiel mit Quests, zufälligen Begegnungen und anderen Points of Interest hat man aber definitiv überall was zu tun.
