Stardew Valley: Steam Greenlight und Barones Entwicklung

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Stardew Valley: Steam Greenlight und Barones Entwicklung
Quelle: ConcernedApe

Stardew Valley: Warum Steam Greenlight, Blog-Updates und Barones Arbeitsweise den Weg zum Release ebneten.

Barone spielt zunächst mit dem Gedanken, sein Projekt als Indie-Game auf Xbox Live zu veröffentlichen, entscheidet sich dann aber für Steam, da Valve im August 2012 das Programm Greenlight gestartet hatte, bei dem die Steam-Community für ihre favorisierten Indie-Spiele abstimmen kann. Barone sieht dies als wichtigen "Stimmungstest", um herauszufinden, ob sein Konzept überhaupt funktioniert. Gleichzeitig erhofft er sich, dass Greenlight ihm eine gewisse Sichtbarkeit auf der damals schon weltweit größten Plattform für den Download von PC-Spielen verschaffen würde. Rückblickend eine sehr gute Entscheidung, denn die Resonanz auf die Ankündigung von Stardew Valley im September 2012 ist nicht nur überaus positiv, sondern auch größer als erhofft. Dadurch kann er wertvolles Feedback und Verbesserungsvorschläge sammeln. Ein weiterer Grund für das frühe Interesse am Spiel ist die Webseite www.stardewvalley.net, auf der der enthusiastische Entwickler seine Community mit ausführlichen, meist auch umfangreich bebilderten und vor allem sehr ehrlich formulierten Blogeinträgen auf dem Laufenden hält.

Mithilfe von Easter Eggs verweist Stardew Valley auf andere Indie-Games wie Terraria, Undertale oder Minecraft. Quelle: ConcernedApe Mithilfe von Easter Eggs verweist Stardew Valley auf andere Indie-Games wie Terraria, Undertale oder Minecraft. Eric Barone, der sich selbst als eher introvertiert beschreibt, nimmt das gesamte Projekt sehr ernst und arbeitet laut einiger Aussagen täglich bis zu zehn Stunden an Stardew Valley, auch an Wochenenden. Im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklern von Indie-Games, die oft in kleinen Teams zusammenarbeiten, will er Stardew Valley jedoch im Alleingang stemmen. Die dazu nötigen Fähigkeiten bringt er laut besagtem Interview mit Game Developer durchaus mit. "Solange ich denken kann, habe ich meine Freizeit mit Zeichnen, Musikmachen und Schreiben verbracht - im Grunde mit allen Aspekten der Spieleentwicklung. Damals ahnte ich nur noch nicht, dass ich all diese Dinge einmal miteinander verbinden und als stimmige Vision zum Leben erwecken würde", so Barone.

Zu den wichtigen Inspirationsquellen jener Zeit zählen aber nicht nur die Harvest-Moon-Spiele, sondern auch Animal Crossing (2001) von Nintendo, Minecraft (2011) von Mojang, Rune Factory: A Fantasy Harvest Moon (2006) von Marvelous sowie Terraria (2011) von 505 Games.

Mit Freeware und viel Zuneigung zum Erfolg

Technisch setzt Barone auf vergleichsweise kostengünstige Tools. Musik und Soundeffekte bearbeitet er mit der 300 bis 400 Euro teuren Software Reason des schwedischen Entwicklers Propellerhead Software (heute Reason Studios). Die aufwendigen Pixelgrafiken entstehen hingegen mit dem als Freeware erhältlichen Raster Graphic Editor Paint.NET (getpaint.net), der lediglich für Windows verfügbar ist. Für den technischen Unterbau entscheidet er sich für die plattformunabhängige Programmiersprache C# (ausgesprochen "C Sharp") und verwendet anfangs das XNA Framework - eine kostenlose Spieleentwicklungstechnologie von Microsoft.

Wer im ersten Jahr nachts die Augen im Spiel offenhält, hat eine sehr geringe Chance, ein UFO zu entdecken, das eine merkwürdige Kapsel hinterlässt. Quelle: ConcernedApe Wer im ersten Jahr nachts die Augen im Spiel offenhält, hat eine sehr geringe Chance, ein UFO zu entdecken, das eine merkwürdige Kapsel hinterlässt. Da Barone oft den ganzen Tag am Rechner sitzt, versucht er, sich seinen Arbeitsplatz so angenehm wie möglich zu gestalten. "Ich habe das Gefühl, dass natürliche Elemente um mich herum (z. B. Pflanzen, Steine und Flammen) für eine gewisse Erdverbundenheit sorgen und mich mit der Natur verbinden, anstatt mich völlig in den Computer zu vertiefen. Das hilft mir, während langer Spieleentwicklungsphasen kreativ und konzentriert zu bleiben", gibt Barone 2024 gegenüber Polygon zu verstehen. Zu Barones liebsten Deko-Items für den Schreibtisch zählen eine Salzlampe, Kerzen aus Bienenwachs und Pflanzen vom Geschäft um die Ecke.

  1. Seite 1 Vom Harvest-Moon-Fan zur Stardew-Vision
  2. Seite 2 Steam-Greenlight, Community und der Solo-Marathon
  3. Seite 3 Tools, Finanzierung und Chucklefish - bis zum Release
  4. Seite 4 Kritikerlob, Plattformen, Multiplayer und Update 1.6
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