Star Wars Outlaws: "Die Geschichte schreibt sich fast von selbst" - Interview mit Massive Entertainment

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Star Wars Outlaws: "Die Geschichte schreibt sich fast von selbst" - Interview mit Massive Entertainment
Quelle: Ubisoft

Im Rahmen von Ubisoft Forward konnten wir im Interview mit den Entwicklern von Massive Entertainment über ihr neues Spiel Star Wars Outlaws sprechen. Der Game Director und der Narrative Director erzählen von ihrer Vision und den Herausforderungen.

Zu den großen, positiven Überraschungen des Summer-Game-Fest-Wochenendes mit Xbox Showcase und Ubisoft Forward gehört mit Sicherheit die Ankündigung und Präsentation des ersten Gameplays von Star Wars Outlaws. Das Open-World-Spiel von Massive Entertainment will frischen Wind in die Landschaft der Star-Wars-Videospiele bringen. Was uns im Rahmen des Ubisoft-Forward-Events von den Entwicklern gezeigt wurde, hat bereits sehr viel Potenzial. Über ihre ambitionierten Ziele und Visionen für das Spiel sprachen wir in Los Angeles direkt mit den Machern. Dazu setzten wir uns mit Narrative Director Navid Khavari und Game Director Mathias Karlson zusammen und quetschten sie über die Arbeit im Star-Wars-Universum, verschiedene Gameplay-Systeme sowie die Illusion einer nahtlosen Spielwelt aus.

PC Games: Zunächst einmal: Star Wars. Wie ist es, mit diesem prestigeträchtigen Franchise und mit Lucasfilm zu arbeiten?

Mathias Karlson: Es ist sehr aufregend. Ich meine, es ist in vielerlei Hinsicht ein wahr gewordener Traum, etwas in diesem Universum zu machen, das ich liebe. Als wir anfingen, darüber zu sprechen, etwas mit Lucasfilm zu machen, als wir an der Yoda-Statue in San Francisco vorbeigingen [Anm.d.R.: Am Eingang zur Skywalker-Ranch], hat man das auf eine komische Weise gespürt.

Navid Khavari: Ich denke, als Autor ist dies der Werkzeugkasten und die Spielwiese, von denen man träumt. In der Welt von Lucasfilm Games arbeiten zu können, ist einfach fantastisch. Ich habe früher mit [Star-Wars-]Spielsachen auf dem Teppich im Haus meiner Eltern gespielt und mir Geschichten ausgedacht, und wenn ich mir dann vorstelle, dass wir jetzt hier sitzen, darüber reden und unsere eigenen Geschichten erfinden, ist das einfach unglaublich.

Portrait-Foto von Game Director Mathias Karlson. Quelle: Ubisoft Game Director Mathias Karlson. PC Games: Und wie kam es zu diesem Projekt? Denn seit über einem Jahrzehnt gab es die Marke Star Wars nur bei EA und nirgendwo anders. Ist Lucasfilm auf euch zugekommen oder hatten ihr die Idee zu diesem Spiel? Wie kam das Ganze zustande?

Mathias Karlson: Massive und unsere Mitentwickler, wir sind wirklich der kreative Motor der Idee und des Projekts als Ganzem. Und als wir anfingen, mit Lucasfilm zu sprechen, haben wir schnell herausgefunden, dass wir auf einer Wellenlänge damit liegen, eine Schurkengeschichte zu erzählen. Also diesen Archetyp, die Diebin Kay Vess in dieser Ära, genau zwischen "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi". Diese Geschichte will einfach gemacht werden. Sie schreibt sich fast von selbst.

Navid Khavari: Ich glaube, Lucasfilm Games ist begeistert davon, die Ära mit dieser Erzählung zu kombinieren, denn wenn der Bürgerkrieg zwischen den Rebellen und dem Imperium wütet, ist das die perfekte Gelegenheit für die Unterwelt, um sich zu erheben. Wenn unsere Schurkin also zum ersten Mal in ihrem Leben in der Unterwelt unterwegs ist, ist das eine einzigartige Erfahrung, eine Geschichte, die wir bisher noch nicht wirklich erforschen konnten. Also ja, es ist fantastisch. Ich glaube, Ubisoft sieht sich selbst als Experten für Open-World-Spiele, oder? Ich denke also, Lucasfilm war begeistert, sich darauf einzulassen. Wir haben einen erstklassigen Ansatzpunkt gefunden, an dem wir sehr schnell eine Zusammenarbeit beginnen konnten.

Kay sitzt auf einem Speeder-Motorrad und blickt über die Landschaft von Toshara Quelle: Ubisoft Star Wars Outlaws im Entwicklerinterview. (3) PC Games: Da ihr euch mit dem Spiel in einem wirklich bekannten Umfeld zwischen Episode 5 und 6 positioniert: Wie geht ihr mit den Problemen um, die damit einhergehen? Ihr müsst eine Geschichte erzählen, ohne dass es sich so anfühlt, als wäre sie vom Universum abgekoppelt, weil nichts davon bisher im Universum bekannt ist?

Navid Khavari: Ich denke, das Fantastische an den Möglichkeiten in dieser Ära ist, dass wir keine Geschichte über die Jedi oder die Sith oder das Imperium erzählen. Das Imperium ist die Kulisse für das, was passiert. Es hat die Galaxis im Würgegriff, aber wir erleben eine neue Figur, Kay Vess, die die Geschehnisse in dieser Ära aus ihrer eigenen Perspektive betrachtet. Das ist tatsächlich frischer, es ist eine spannende Herausforderung, die man annehmen kann. Ich denke, wenn man sich in einer offenen Welt befindet und neue Charaktere und ihre Interaktionen, ihre Dynamik und die Syndikate innerhalb dieser spezifischen Ära kennenlernt, wie zum Beispiel kriminelle Organisationen, und sieht, wie sie diese Ereignisse wahrnehmen, mit denen wir aufgewachsen sind und die wir kennen, ist das wirklich aufregend.

Mathias Karlson: Und das passt ganz natürlich zu einer wirklich offenen Welt. Denn das Imperium ist überall, ja, aber die Syndikate und die Unterwelt sind weit verstreut. Sie sind sehr vielfältig und befinden sich an verschiedenen Orten. Es ist also sehr interessant, nicht nur zwischen dem Weltraum und der Planetenoberfläche hin und her zu reisen, sondern auch zwischen verschiedenen Orten in der Welt.

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