Star Wars Jedi: Survivor - "Wir hatten die Möglichkeit, Cal 2.0 zu machen" - Interview

Special Matthias Dammes
Star Wars Jedi: Survivor - "Wir hatten die Möglichkeit, Cal 2.0 zu machen" - Interview
Quelle: Electronic Arts

Im Rahmen des Anspielevents von Star Wars Jedi: Survivor konnten wir vor Ort auch mit den Entwicklern von Respawn Entertainment sprechen. Im Interview mit Senior Producer Blair Brown und Design Director Jeff Magers plaudern wir über die Lehren, die das Team aus dem Vorgänger gezogen hat, welche Features besonders im Fokus von Verbesserungen standen und wieso wir noch so wenig über die Gegenspieler wissen.

Wir wurden kürzlich von Respawn Entertainment und Electronic Arts eingeladen, um erstmals selbst Star Wars Jedi: Survivor zu spielen. Ganze vier Stunden haben wir mit Cal Kestis auf dem Planeten Koboh verbracht. Unsere Eindrücke aus diesen ersten Spielstunden lest ihr in unserer Vorschau mit Video. Da wir aber schon einmal vor Ort waren, haben wir es uns natürlich auch nicht entgehen lassen, mit den Entwicklern direkt zu sprechen. Dazu haben wir uns mit Senior Producer Blair Brown und Design Director Jeff Magers zusammengesetzt. Beide haben schon am Vorgänger bei Respawn gearbeitet, haben also die komplette Entwicklung mitgemacht. Blair Brown hatte zuvor bereits mehrere Jahre Erfahrungen bei Bioware gesammelt. Jeff Magers war vor seiner Zeit bei Respawn unter anderem bei Santa Monica Studio tätig. Im Interview sprechen wir mit beiden über die Möglichkeiten und Herausforderungen eines Sequels. Außerdem versuchen wir, ihnen ein paar Geheimnisse über die Mysterien der Handlung zu entlocken.

PC Games: Wie froh seid ihr, dass wir jetzt vier Jahre später wieder hier sitzen, und ihr die Gelegenheit hattet, einen Nachfolger zu Fallen Order zu machen?

Greez Quelle: Electronic Arts Star Wars Jedi: Survivor - Entwicklerinterview (6) Blair Brown: Fantastisch. Ich glaube, es ist selten in dieser Branche, dass man eine echte Fortsetzung machen kann. Manchmal muss man das ganze Spiel umgestalten oder das Team hat sich aufgeteilt, um an anderen Projekten zu arbeiten. Aber Jedi: Fallen Order endete, wir hatten das komplette Team, und es hieß: Hey, wir machen eine Fortsetzung, lasst uns weitermachen. Es war eine Gelegenheit, all das Feedback der Spieler und unser eigenes internes Feedback nach der Entwicklung des ersten Teils zu nutzen und das, was sich gut anfühlte, zu verfeinern und zu verbessern. Wie beheben wir Dinge wie die Schnellreise für Leute, die nicht gerne zurückreisen, oder wie beheben wir, dass es im ersten Spiel nicht genug Anpassungsmöglichkeiten gab, das sollten wir zu einem Schwerpunkt machen und uns darauf konzentrieren. Es war großartig.

Jeff Magers: Wir hatten die Möglichkeit, eine Art Cal 2.0 zu machen. Wir haben seine Kampffähigkeiten genommen und sie wirklich erweitert und verfeinert und neue Haltungen hinzugefügt, die die Art und Weise, wie man das Spiel spielen kann, verändert haben. Außerdem haben wir uns seine Bewegungsfähigkeiten angeschaut und wie er sich anfühlt, und wie wir es erreichen können, dass er wie ein reiferer Jedi wirkt. Er ist reaktionsfreudiger und fühlt sich in all seinen Bewegungen besser an, die er hat.

PC Games: Weil ihr von Cal sprecht. Im Verlauf von Fallen Order haben wir uns mit Cal stetig verbessert und seine Fähigkeiten in der Macht wiedererlangt. Wie schafft ihr jetzt in der Fortsetzung ein Gefühl des Fortschritts, ohne den Protagonisten zu Beginn künstlich zu schwächen? Und wie sorgt ihr im Gegenzug dafür, dass Cal nicht zu mächtig und zu einer Karikatur seiner selbst wird?

Magers: Wir hielten es für wichtig, Cals Fähigkeiten zu Beginn des Spiels nicht zu beschneiden. Wir verfolgen Cals Reise und Cals Geschichte. Aber Cal ist nicht der Cal, den ihr am Ende von Fallen Order seht. Es liegen fünf Jahre dazwischen, in denen er seine Fähigkeiten verfeinern konnte. Dennoch ist er immer noch kein vollständiges Produkt, richtig? Er hat das letzte Spiel als Jedi-Ritter beendet und es gibt noch mehr für ihn zu lernen, er muss weiter wachsen und das ist Teil der Entwicklung. Ihr müsst spielen und all das sehen, um die Antwort auf deine Frage herauszufinden. Er wird immer noch wachsen und seine Kräfte erweitern und dadurch neue Gebiete entdecken können. Es ist definitiv eine schwierige Balance.

Brown: Die Zusammenarbeit mit Lucasfilm hilft uns auch, ihn auf dem Boden der Tatsachen zu halten. Er wird in diesem Spiel Fähigkeiten erlernen, aber es fühlt sich nicht so an, als würde er durch die Luft fliegen und einen Sternenzerstörer vom Himmel holen. Sie halten uns sehr gut in Schach und wir haben eine großartige Beziehung zu Lucasfilm. Das Spiel muss sich immer noch so anfühlen, als würde es in der Star-Wars-Welt existieren, ohne dass Cal zu einer Karikatur eines Jedi wird.

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