Galaxy's Edge - Erlebnisbericht

Special Matthias Dammes
Galaxy's Edge - Erlebnisbericht
Quelle: PC Games

Beim Anspielevent zu Star Wars Jedi: Survivor in Los Angeles gehörte auch ein Besuch im Galaxy's Edge zum Programm. Ein Erlebnisbericht unseres Autors.

Zunächst werden wir jedoch in Zellen abgeführt. Hier lauschen wir bedrohlichen Reden von General Hux und Kylo Ren, bis schließlich ein Team von Widerstandskämpfern durch die Wand bricht und wir von Droiden gesteuerte Fluchtfahrzeuge besteigen. Es beginnt die waghalsige Flucht durch die Korridore des Sternenzerstörers. Dabei wird alles aufgefahren, was man sich als Star-Wars-Fan so vorstellen kann. Es geht quer durch einen Hangar voller AT-AT-Läufer, durch Fenster sehen wir die Ankunft der Widerstandsflotte und wie dadurch eine gewaltige Raumschlacht entbrennt. Unterwegs stellt uns auch Kylo Ren, doch kurz bevor er uns den Garaus machen kann, gibt es einen Hüllenbruch, der durch geschickten Einsatz von Wind ein Erlebnis für alle Sinne wird. Schließlich erreichen wir eine Rettungskapsel. Als diese ausgelöst wird, spüre ich für einen kurzen Moment tatsächlich das Gefühl des freien Falls, bevor es in den waghalsigen Absturz auf den Planeten unter uns geht.

Der Ride kommt damit zu seinem Ende. Alles in allem waren das vielleicht nicht einmal 10 Minuten. Aber das Erlebnis war wirklich spektakulär. So gut, wie es in einem Freizeitpark-Setting mit Unmengen von Menschen geht, wird hier eine tolle Illusion erzeugt, wenigstens für kurze Zeit in der Star-Wars-Welt zu sein. Das Erlebnis unterscheidet sich in jedem Fall deutlich von dem, was man sonst auf klassischen Fahrgeschäften wie Achterbahnen hat. Ich möchte diese Erfahrung jedenfalls nicht missen und bin gespannt, was in der Zukunft mit fortschreitender Technik noch alles möglich ist.

Reihen von Sturmtrupplern stehen vor der Hangaröffnung eines Sternenzerstörers. Quelle: PC Games Als unser Transporter aufgebracht wird, finden wir uns in einem Hangar voller mies gelaunter Typen wieder.

Neuer Lichtschwert-Besitzer

Der Tag war inzwischen ein gutes Stück in den Nachmittag vorgedrungen und nach all der Aufregung war es Zeit für eine Stärkung. Gut, dass sich ein paar Kollegen für genau diese Zeit zum Lunch in der Docking Bay 7 verabredet hatten. Ich machte mich also auch auf den Weg in das Etablissement, das zu den besten in Black Spire zählen soll. Hier gibt es Star-Wars-typische Gerichte wie Endorian Fried Chicken, Ithorian Garden Patty Bun und Felucian Kefta & Hummus Garden Spread. Ich entschied mich allerdings für die Trandoshan-style Pasta with Braised Bantha. Nun gibt es natürlich (leider) nicht wirklich Bantha-Fleisch. Stattdessen handelte es sich um Beef-Gulasch mit Nudeln, Gemüse und einer ganz leckeren Avocado Sauce. Bei schönem Wetter und Sonnenschein setzten wir uns auf die Terrasse und genossen unser Mittagessen in einzigartigem Ambiente.

Da wir keine große Eile hatten, blieben wir auch recht lange sitzen und tauschten uns über unsere Erlebnisse aus. Allerdings hatte ich mir einen Tagesordnungspunkt noch für den Abschluss aufgehoben. Und zwar den Besuch in Dok-Ondar's Den of Antiquities, dem vermutlich besten Laden im gesamten Galaxy's Edge - zumindest für erwachsene Star-Wars-Fans. Der Shop liegt direkt neben Savi's Workshop, wo Interessierte unter Anleitung ihre eigenen Lichtschwerter zusammenbauen können. Aber mein Interesse lag heute nicht in einem Eigenbau. Dok-Ondar's Den ist mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet und hat ein einzigartiges Angebot an Produkten, die es in den anderen, eher auf jüngeres Publikum zugeschnittenen Geschäften nicht gibt. Kernstück sind die Legacy Lichtschwerter bekannter Star-Wars-Figuren, die es nur hier zu kaufen gibt.

Dabei handelt es sich nicht um billige Imitate, wie man sie von diversen Spielzeugherstellern kennt, sondern um hochwertige Replikas aus Metall und mit eingebauter Sound- und Lichtklingenfunktion. Schon vor der Reise nach LA war es fest in meinem Plan verankert, dass ich mir hier diesmal so ein hochwertiges Stück für die private Sammlung sichern wollte. Als ich nun vor der großen Vitrine mit den Lichtschwertern von Plo Koon, Qui-Gon Jinn, Darth Vader und Luke Skywalker stand, fühlte ich mich wie im Paradies. All diese legendären Waffen der Helden und Schurken aus meinem Lieblingsuniversum und sie lagen hier in ihrer ganzen Schönheit einfach so vor mir. Die, auf die ich es eigentlich abgesehen hatte, waren aber leider nirgends zu sehen.

Replika der Lichtschwerter von Ahsoka Tano. Quelle: PC Games Ich konnte am Ende nicht widerstehen und habe mir die Lichtschwerter von Ahsoka Tano gegönnt.

Schon seit einiger Zeit hatte ich die gebogenen, neuen Lichtschwerter von Ahsoka Tano ins Auge gefasst. Eine Nachfrage beim Verkaufspersonal versetzte meiner Begeisterung dann aber erst mal einen Dämpfer. Die schicken gebogenen Lichtschwerter, wie sie Ahsoka seit Star Wars Rebels trägt, gab es nur im vergangenen Jahr als limitierte Edition. Sollte ich doch mit leeren Händen nach Hause gehen? Dieser Rückschlag hat mich zumindest einige Minuten über mein Vorhaben nachdenken lassen. Am Ende war der Drang, ein paar legendäre Lichtschwerter im eigenen Besitz zu haben, aber stärker. Ich entschied mich also für die Clone-Wars-Variante von Ahsokas Lichtschwertern. Jene Waffen, die die junge Togruta als Padawan von Anakin trug und die sie schließlich als Folge von Order 66 zurückließ.

Glücklich mit meinem Einkauf neigte sich mein Tag im Galaxy's Edge schließlich auch dem Ende entgegen. Ich hatte alles gesehen und erreicht, was ich mir für meinen Besuch diesmal vorgenommen hatte. Mit meinen neuen Lichtschwertern unter dem Arm machte ich mich schließlich noch auf einen gemütlichen Bummel durch den Rest des Disneylands. Ich hatte noch ein wenig Zeit, bis mein Shuttle zum Hotel zurückfuhr, also wollte ich mir zumindest Teile des Parks noch anschauen. Zum Anstellen an irgendwelchen Fahrgeschäften hatte ich jetzt allerdings keine Nerven mehr. Stattdessen ließ ich die Magie von Disney noch ein wenig auf mich wirken, bevor ich in der Nähe des Ausgangs noch einem putzigen Barbershop-Quartet lauschte. Bis zum nächsten Mal.

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