Galaxy's Edge - Erlebnisbericht

Special Matthias Dammes
Galaxy's Edge - Erlebnisbericht
Quelle: PC Games

Beim Anspielevent zu Star Wars Jedi: Survivor in Los Angeles gehörte auch ein Besuch im Galaxy's Edge zum Programm. Ein Erlebnisbericht unseres Autors.

Black Spire Outpost

Durch das Frontierland, vorbei an der Anlegestelle für die Mark Twain Flussschiffe und Big Thunder Mountain, erreiche ich schließlich Galaxy's Edge. Der Bereich ist durch eine Hügelkette vom Rest des Parks optisch abgetrennt. Durch die Durchgänge betrete ich hier quasi ein zweite Fantasywelt innerhalb der Fantasywelt. Knapp sechs Hektar sind hier voll und ganz dem Star-Wars-Universum gewidmet. Kernstück ist der Black Spire Outpost, der laut Lore auf dem Planeten Batuu angesiedelt ist. Seine Architektur erinnert mich ein wenig an Tatooine, hat aber auch ihren eigenen Charme. In jedem Fall versprüht es durchaus Star-Wars-Atmosphäre. Wenn da nur nicht die Massen an Besuchern wären.

Dennoch gibt der Park sein Bestes, die richtige Stimmung aufkommen zu lassen. Nicht nur, dass diverse Animateure in Kostümen von Sturmtrupplern, Kylo Ren, Din Djarin und Rey durch die Straßen ziehen, restlos jeder Mitarbeiter, seien es die Verkäufer in den Shops oder nur die Reinigungskräfte, tragen Star-Wars-typische Kleidung und tragen damit zum Gesamtbild bei. Nachdem ich durch die ersten Straßen geschlendert bin, stehe ich schließlich vor dem Bild, das viele vermutlich aus dem Galaxy's Edge kennen - ein originalgetreuer Nachbau des Millennium Falkens. Das berühmte Raumschiff ist aber nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern markiert auch den Eingang zu einem der zwei Fahrattraktionen im Star-Wars-Bereich des Parks.

Der rasende Falke umringt von Besuchern. Quelle: PC Games Der Nachbau des Millennium Falken ist das Herzstück des Black Spire Outpost.

Smugglers Run

Da ich natürlich das volle Programm erleben möchte, stelle ich mich auch direkt für den Smugglers Run an. Für die normale Schlange wird zu diesem Zeitpunkt eine Wartezeit von ungefähr 75 Minuten angegeben. Gut, dass in meinem Park-Ticket der sogenannte Disney Genie Service enthalten ist. Damit kann ich über die offizielle Disneyland-App nicht nur meinen Tag planen, sondern habe auch Zugriff auf spezielle Lightning-Lane-Buchungen. Die muss ich ebenfalls speziell über die App aktivieren und innerhalb einer bestimmten Uhrzeit wahrnehmen. Da ich den Schnellzugang für den Smugglers Run bereits direkt beim Betreten des Parks gebucht hatte, war mein Zeitfenster auch schon gekommen und ich konnte mich direkt zum Lightning-Lane-Eingang begeben.

Hier komme ich zwar auch nicht sofort dran, aber, wenn ich mir die wartenden Massen in der regulären Schlange anschaue, bin ich ganz froh, dass ich mir das nicht antun muss. Auf dem Weg durch den verschlungenen Wartebereich schnappe ich bereits erste Hinweise auf, was mich im Inneren der Attraktion erwarten wird. Ich folge demnach offenbar einer Stellenausschreibung der Ohnaka Transport Solutions, die auf der Suche nach Piloten, Bordschützen und Ingenieuren ist. Schließlich komme ich mit anderen Freiwilligen in einem größeren Raum an, wo uns niemand Geringeres als Hondo Ohnaka persönlich ein Briefing der bevorstehenden Mission gibt. Er habe von Chewbacca den Falken gechartert und bräuchte jetzt eine fähige Crew für einen Schmuggeleinsatz. Also werden wir in Funktionen eingeteilt. Ich bekomme die Rolle eines Ingenieurs zugewiesen.

Im Cockpit des rasenden Falken. Quelle: PC Games Einmal selbst im Cockpit des Falken sitzen wird im Smugglers Run wahr. Bevor es losgeht, kann ich mit meinen Mitstreitern noch kurz im Aufenthaltsraum des Falken entspannen. Danach geht es in Sechsergruppen ins Cockpit. Schon allein in einem Nachbau des Falkencockpits zu stehen, ist ein surreal geiles Gefühl. Aber zum Genießen bleibt nicht viel Zeit, ich habe eine Aufgabe. Als Ingenieur sitze ich in der letzten Reihe hinter den Piloten und Bordschützen. Hier habe ich zwar einen guten Blick auf das Geschehen, muss aber gleichzeitig auch die Instrumente an der Wand neben mir im Blick behalten. Meine Aufgabe ist es nämlich, mögliche auftretende Probleme mit Lebenserhaltung, Maschinen und anderen Systemen zu beheben, indem ich unter Zeitdruck die richtigen Schalter und Knöpfe betätige. Gleichzeitig müssen die Piloten in der ersten Reihe das Schiff steuern und die Bordschützen feindliche Schiffe abwehren.

Aus der Leistung aller Mitstreiter wird am Ende ein Highscore errechnet. Für meine Gruppe hat es am Ende immerhin für den Rang "Hot Shot" gereicht. Auch wenn die ganze Angelegenheit ziemlich in Hektik ausartet und ich durch die Konzentration auf meine Aufgabe gar nicht so gut die "Story" verfolgen konnte, die sich vor den Cockpit-Scheiben abspielte, war Smugglers Run durchaus ein sehr gelungenes Erlebnis. Auf jeden Fall mal etwas ganz Anderes. So ein Fahrgeschäft, bei dem die Teilnehmer aktiv eingebunden werden, hatte ich so in der Form noch nicht erlebt. Eigentlich hätte ich auch direkt Lust gehabt, noch einmal mitzumachen, um eine der beiden anderen Positionen auszuprobieren, aber die zu erwartende Wartezeit hat mich dann doch abgeschreckt und ich wollte ja noch ein paar andere Dinge erleben.

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