Star Wars hautnah: Das Galaxy's Edge im Disneyland Anaheim - Ein Erlebnisbericht
Special
PC-Games-Redakteur Matthias Dammes wurde zum Anspielevent für Star Wars Jedi: Survivor nach Los Angeles eingeladen. Dabei gehörte auch ein Besuch im Galaxy's Edge im Disneyland Anaheim zum Programm. Was er dabei alles erlebt hat und was Smugglers Run und Rise of the Resitance für Star-Wars-Fans zu bieten haben, schildert er in seinem Erlebnisbericht.
Nach Aussagen der Einheimischen habe ich die ersten wirklich schönen Tage in diesem Jahr erwischt, um nach Los Angeles zu kommen. Da bin ich irgendwie ganz froh, dass sich das Anspielevent von Star Wars Jedi: Survivor durch die Verschiebung des Spiels ebenfalls um einige Wochen verschoben hatte. So erfreue ich mich an Sonnenschein und angenehmen 20 Grad, statt Dauerregen und kühlen Temperaturen, wie sie hier die vergangenen Wochen geherrscht haben. Die örtliche Bevölkerung freut sich dagegen, endlich die derzeitigen Frühlingsferien, hier auch Spring Break genannt, in vollen Zügen genießen zu können. Genau wie mich zieht es daher also jede Menge Leute, allen voran Familien, in den Vorort Anaheim, in das dortige Disneyland Resort. Für mich gehört der Besuch zum Rahmenprogramm des Anspielevents. Auf diesen Teil der Reise habe ich mich im Vorfeld mindestens genauso gefreut wie auf das Erleben des Spiels selbst.
Grund dafür ist natürlich Galaxy's Edge, das kleine Paradies für Star-Wars-Fans inmitten des riesigen Freizeitparks. Hier kann man zumindest mal ein wenig in das geliebte Universum eintauchen. Nun war dies nicht mein erster Besuch im Galaxy's Edge. Ich war bereits vor vier Jahren anlässlich eines Events zum Vorgänger Fallen Order hier. Damals war allerdings die Zeit recht begrenzt und auch längst waren nicht alle Attraktionen, die es heute gibt, bereits zugänglich. Diesmal hatte ich einen ganzen Tag Zeit, um mir in Ruhe alles anzuschauen, was ich gerne sehen wollte. Ich hatte sogar einen Plan, bei welchen ganz besonderen Merch-Gegenständen ich mir erlauben werde, schwach zu werden. Ob es dazu wirklich gekommen ist, erfahrt ihr später. Zunächst würde ich euch gerne mitnehmen auf eine Erlebnisschilderung meines Ausflugs in eine weit, weit entfernte Galaxie.
Quelle: PC Games
Im Herzen des Disneyland vor dem Schloss von Dornrösschen steht die Statue von Micky Maus und ihrem Schöpfer Walt Disney.
Parkplatzschlange
Los ging es erst mal mit einem Shuttle von unserem Hotel in Hollywood einmal quer durch Los Angeles zur anderen Seite der Stadt. Den Vorort Anaheim kennen Sportfans vielleicht als Heimat der Anaheim Ducks, früher auch Mighty Ducks of Anaheim. Eben hier steht mit dem Disneyland Resort auch der älteste Freizeitpark des Maus-Konzerns, den Walt Disney persönlich bereits im Jahre 1955 entworfen und eröffnet hat. Natürlich hat sich seitdem sehr viel getan. Zahlreiche neue Attraktionen, wie eben auch das Galaxy's Edge, sind hinzugekommen, ein zweiter Park namens Disney California Adventure ist gegenüber entstanden und zusammen umfasst die Anlange inzwischen mehr als 500 Hektar.
Die Anfahrt endet auf dem Toy Story Parkplatz, ungefähr drei Blocks vom Eingang zum Disneyland entfernt. Eine Strecke, die man eigentlich laufen könnte. Aber in Amerika wird nicht gelaufen, also werden alle auf dem Parkplatz ankommenden Leute in Busse verfrachtet, um direkt zum Park gekarrt zu werden. Hier bekomme ich bereits einen Vorgeschmack auf ein zentrales Element des typischen Disneyland-Erlebnisses: Warteschlangen. Es ist zwar Dienstagvormittag, aber dank Spring Break ist der Andrang auch unter der Woche riesig. So heißt es also schon beim Warten auf den Shuttlebus in eine lange Schlange einreihen und geduldig warten.
Quelle: PC Games
Am Eingang des Disneyland begrüßt uns Minnie Maus aus Blumen und das historische Gebäude der Main Street Station.
Willkommen in einer Welt der Fantasie
Am Eingang des Parks angekommen, geht es dagegen dann erstaunlich schnell. Nach einer kurzen Taschenkontrolle lasse ich mein Ticket elektronisch scannen und schon stehe ich im Inneren. Viel zu sehen ist hier erst mal noch nicht. Vor meinen Augen erhebt sich ein kleiner grasbewachsener Hügel, auf dem mit Blumen das Gesicht von Minnie Maus gepflanzt ist. Obendrauf steht das ikonische Gebäude der Main Street Station für die Disneyland Railroad, das schon im Jahre 1955 die ersten Besucher im Park begrüßt hat. Um in den eigentlichen Park zu gelangen, führen linker und rechter Hand Durchgänge unter der Bahnstrecke hindurch. Über diesen Durchgängen hängt ein Schild, dass jeden Besucher darauf einstimmt, dass er jetzt eine andere Welt betritt.
"Hier verlässt du das Heute und betrittst die Welt von gestern, morgen und der Fantasie."
Auf der anderen Seite eröffnet sich vor meinen Augen dann die berühmte Main Street USA, die große Hauptstraße, auf der regelmäßig thematische Paraden mit diversen Disneyfiguren stattfinden. Dafür war ich allerdings nicht hier. Ich wollte mich auf dem schnellsten Weg in die Star-Wars-Ecke des Parks begeben. Aber natürlich bleibt mir trotzdem nicht die Magie dieses Ortes verborgen, die immer wieder dafür sorgt, dass ich stehen bleibe, die Szenerie auf mich wirken lasse und Fotos mache. Am Ende der Main Street erhebt sich das Schloss von Dornrösschen über einen zentralen Platz. Die Prinzessinnen-Schlösser der Disney-Parks sind ja von jeher ikonische Symbole des Maus-Konzerns. Auf dem Platz vor dem Schloss steht eine Bronzestatue des Firmengründers Walt Disney zusammen mit seiner wohl berühmtesten Schöpfung, Micky Maus.
