Seit dem Launch von Splatoon 2 hat sich viel getan im schönen Inkopolis. Die meisten Neuerungen wurden nun kürzlich mit zwei großen Updates hinzugefügt, die das Spiel unter anderem mit dem neuen Rangkampf-Modus Muschelchaos erweitern. Wir verraten euch, wie sich der Modus spielt, was sonst alles neu ist seit dem Start im Juli 2017 und ob sich ein Wiedereinstieg lohnt.
Als Splatoon 2 im Juli für die Switch erschien, hatte es bereits einen ordentlichen Umfang mit. Doch dabei wollten es die Entwickler nicht belassen und wie schon zuvor bei Splatoon für Wii U wird Splatoon 2 (jetzt kaufen 49,50 € ) für Switch seit dem Release fleißig mit kostenlosen Inhalts-Updates erweitert, die zusätzliche Waffen, Klamotten und Maps hinzufügen. Ende November und Mitte Dezember erschienen mit den Updates 2.0 und 2.1 die bisher größten Neuerungen, die sogar einen komplett frischen Spielmodus im Rangkampf mit sich bringen. Ein guter Anlass, um mal wieder einen Blick auf Nintendos farbenfrohen Mehrspieler-Spaß für Switch zu werfen.
Krieg der Muscheln
Die größte Ergänzung ist der neue Muschelchaos-Modus, der nun ebenfalls Teil der Rotationen im Rangkampf und Ligakampf ist. Hier dreht sich alles um die namensgebenden Muscheln, die ihr auf den Maps verteilt am Boden findet. Lauft oder schwimmt ihr über solch eine Muschel, folgt sie euch fortan. Das bedeutet aber auch, dass euch die Gegenspieler die Muscheln abluchsen können, wenn sie euch zuvor erledigen. Das Ziel besteht darin, die Muscheln im Korb des anderen Teams zu versenken und als erste Mannschaft 100 Punkte zu erzielen - oder zumindest mehr Punkte als die Anderen bis zum Ablauf der Zeitbegrenzung.
Quelle: PC Games
Muscheln, die ihr im neuen Rangkampf-Modus Muschelchaos aufsammelt, folgen euch fortan überall hin.
Allerdings sind die Körbe beider Mannschaften durch Barrieren geschützt. Diese lässt sich nur mit einer Powermuschel durchbrechen, die wie ein Football aussieht und aus zehn normalen Muscheln erstellt wird. Der Haken: Sobald ihr eine Powermuschel habt, wird eure ungefähre Position für alle Gegenspieler sichtbar und ihr werdet zur Zielscheibe. Damit nicht genug, müsst ihr verdammt nahe an den gegnerischen Korb ran, um ihn mit dem Football zu treffen. Gelingt euch das aber, winken direkt ein paar Punkte und euer Team kann für eine begrenzte Zeit lang Muscheln versenken.
Gepaart mit den vielen Taktiken, die sich durch die Waffen und das Tintenfeature in Splatoon 2 ergeben, entbrennen spannende Schlachten um Muscheln und Körbe. Wie in den anderen Rangkampf-Modi spielt Teamwork bei Muschelchaos eine extrem wichtige Rolle. Mit einem gut koordinierten Vorstoß des gesamten Teams können in kurzer Zeit viele Punkte gutgemacht und Matches mitunter auch noch komplett gedreht werden.
Mehr Abwechslung
Aber auch in Sachen Karten, Waffen und Ausrüstung hat sich viel getan seit dem Release letzten Juli. Bei den Arenen haben es zum einen weitere Klassiker des ersten Teils in neuem Gewand ins Spiel geschafft - etwa die Tümmlerkuppel, der Punkasius Skatepark und das Kofferfisch-Lager. Zum anderen haben die Entwickler in den letzten Monaten aber auch einige interessante komplett neue Karten hinzugefügt. In Manta Maria wird beispielsweise auf einem großen Segelschiff gekämpft, das im Hafen vor Anker liegt. Durch die Laufstege an den Masten und viele andere Höhenunterschiede ist es neben den Muränentürmen eine der vertikalsten Maps in Splatoon 2. Als genaues Gegenteil entpuppt sich der Cetacea-Markt, der mit seinen weiten offenen Flächen ideal für Sniper, Roller-Spieler und andere Nutzer von Waffen, die schnell Fläche einfärben. Im Grätenkanal dient hingegen ein mit Wasser gefüllter Kanal als natürliches Hindernis, das die Karte in zwei Hälften teilt.
Quelle: PC Games
Hat euer Team die Barriere des gegnerischen Korbs durchbrochen, müsst ihr Muscheln reinwerfen, um zu punkten.
Der neue Spielmodus sowie die zusätzlichen Karten sorgen für noch mehr Abwechslung in den Farbschlachten und sind ein guter Anreiz, um nach einer längeren Pause wieder ins Spiel einzusteigen. Allerdings bedeutet das aber natürlich auch, dass eure Lieblingskarten und Modi seltener in der Rotation landen.
Wer ohnehin lieber nur im Koop Salmon Run spielt, der kann das inzwischen auf zwei weiteren Maps tun. Ende August wurde die Siedlungsruine veröffentlicht, in der der Sammelkorb in einem verfallenen Gebäude beherbergt und somit nicht so leicht zu erreichen ist. Mit Version 2.0 kam außerdem das Räucherwerk hinzu. Hier wird hauptsächlich auf zwei großen Plattformen gekämpft, die in der Mitte durch einen Kanal getrennt sind, der bei Flut nur mit zwei Propeller-Plattformen überquert werden kann.
Neue Waffen und Ausrüstung
Bei der Bewaffnung wurden in erster Linie haufenweise Variationen des bekannten Arsenals hinzugefügt, es haben auch aber völlig neue Wummen ins Spiel gefunden. So etwa die Parapluviatoren, die im Grunde Farbe verschießende Regenschirme sind. Beim einem kurzen Druck auf den Feuerknopf schießen sie wie eine Shotgun einen Farbschwall, hält man die Taste gedrückt, dient der aufgespannte Schirm als Deckung. Damit sind Spieler mit dieser Waffe natürlich besonders gern in Modi wie Herrschaft gesehen, in denen das Verteidigen von bestimmten Stellen enorm wichtig ist. Der Blubberwerfer dient dagegen als neue Spezialwaffe und versprüht riesige Seifenblasen, die mit Farbe gefüllt und dann zum Platz gebracht werden.
Quelle: PC Games
Seit Launch wurden viele neue Maps im Mehrspieler hinzugefügt. Darunter sind komplett neue Karte aber auch Splatoon-Klassiker wie das Kofferfisch-Lager.
Wer viel Wert auf das Äußere seines Inklings legt, hat dank den jüngsten Updates über mehr als 100 weitere Ausrüstungsgegenstände zur Wahl. Neue Effekte sind jedoch bisher nicht hinzugekommen, weshalb ihr ohne Probleme mit eurer bestehenden Ausrüstung konkurrenzfähig bleibt. Außerdem wurden für jedes Inkling-Geschlecht zwei neue Frisuren zum Editor hinzugefügt, es gibt diverse neue Musiktracks, das Level-Cap wurde auf 99 erhöht (und kann ähnlich zu Prestige-Rängen in Call of Duty darüber hinaus gesteigert werden) und die Foto-Funktion mittels Amiibo-Figuren wurde ein wenig erweitert. Die letzte Neuerung ist gleichzeitig die von Splatoon-Fans am längsten begehrte: Denn mit Version 2.0 kann man endlich seine Ausrüstung zwischen zwei Schlachten wechseln, ohne dafür die Lobby verlassen zu müssen!
An der bestehenden Voice-Chat-Situation hat sich jedoch nichts geändert. Wer sich während den Matches mit Freunden absprechen möchte, musst dafür weiterhin die Nintendo-Online-App für Mobilgeräte oder ein anderes externes Chatprogramm nutzen... Davon abgesehen leistet Nintendo aber hervorragende Arbeit mit den häufigen Updates für Splatoon 2, die das Spiel schön frisch halten. Und das auch noch völlig kostenlos.
