Splatoon 2: Octo Expansion im Test: Tolles, großes DLC-Add-on
Test
Inklinge zieht euch warm an, dank der neuen DLC-Erweiterung Octo Expansion mischen ab sofort die Oktolinge in Splatoon 2 für Nintendo Switch mit! In über 80 abwechslungsreichen Levels stellt euch die neue Kampagne vor knackige Herausforderungen und baut den Lore aus. Wie gut sich das spielt und was ihr sonst noch zur Erweiterung wissen solltet, verrät unser Test.
In vielen Mehrspieler-Shootern dienen Einzelspielerkampagnen neben dem Vermitteln einer (mehr oder minder guten) Handlung vor allem als gut verpacktes Tutorial, das dem Spieler die Grundzüge der Steuerung und Spielsysteme als Einführung auf den Mehrspieler-Part vermittelt. Das gilt auch für die ursprüngliche Kampagne in Splatoon 2 (jetzt kaufen ), die das einzigartige Tintenfeature mit einem grandiosen Leveldesign kombinierte, aber recht fix vorbei war und dabei nie sonderlich anspruchsvoll wurde. Doch mit der DLC-Kampagne Octo Expansion drehen die Entwickler bei Nintendo den Spieß jetzt um, denn diese Erweiterung ist explizit für Splatoon-Veteranen entworfen worden. Zum einen stehen hier statt lockerflockiger Eingewöhnung richtig knackige Herausforderungen an und zum anderen wird die Hintergrundgeschichte der Charaktere sowie der Welt von Splatoon 2 ordentlich ausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
Viel Abwechslung
In etwas über 80 Levels kämpft ihr euch mit Agent 8 - einem Oktoling, der die Seiten gewechselt hat - durch eine unterirdische Forschungseinrichtung, deren Abschnitte durch ein U-Bahnsystem miteinander verbunden sind. Auf dem Streckennetz wählt ihr die gewünschten Missionen aus, während euch die Wagons der Tiefseebahn als Rückzugsort dienen. Der Star der Erweiterung sind ganz klar die vielen Challenges, die reichlich Abwechslung bieten und die Spielmechaniken immer wieder auf neue Weise nutzen, um euch vor neue frische Weise auf die Probe zu stellen.
Quelle: PC Games
Die etwas über 80 Missionen in Splatoon 2: Octo Expansion bieten viel Abwechslung und coole Ideen. Diese Mission ist etwa eine nette Anspielung an Space Invaders.
Mal bekommt ihr es mit einer Übermacht an Gegner zu tun, mal müsst ihr eure Umgebung clever für euch nutzen, um ans Ziel zu gelangen, mal sollt ihr Kisten gezielt zerlegen, um ein vorgegebenes Gebilde nachzubauen und wieder ein anderes Mal schleicht ihr euch ohne Waffe an den Gegnern vorbei zum Levelende. Unsere Favoriten waren die Missionen, in denen wir nicht jederzeit unsere Tinte aufladen konnten und mit dem haushalten mussten, was zur Verfügung stand. Dadurch gewinnt jeder abgefeuerte Schuss eine enorme Relevanz und man muss stets gut überlegen, wie man Tinte spart.
Hart aber fair
Obwohl die Entwickler nicht mit Checkpoints in den Levels geizen, ist der Bildschirmtod ein häufiger Gast. Das liegt zumeist an den knackigen Vorgaben wie den stark begrenzten Leben, begrenzter Zeit oder dem cleveren Leveldesign kombiniert mit der zur Verfügung gestellten Bewaffnung. Trotzdem fühlt sich das Spiel dabei nie unfair an (mit Ausnahme des unglaublich schweren, optionalen Geheim-Bosses), denn selbst wenn euer Oktoling mal das Zeitliche segnet, könnt ihr im Tausch für die Spielwährung der Kampagne (Cornichon-Punkte) nochmal ran.
Quelle: PC Games
Die DLC-Kampagne hat es in Sachen Schwierigkeitsgrad echt in sich. In dieser Mission müssen wir zum Beispiel eine bestimmte Zeit lang überleben, ohne auch nur ein mal getroffen zu werden.
Beißt ihr euch an einem Level doch mal die Zähne aus, könnt ihr diesen auch überspringen, sofern ihr bereits oft genug verloren habt. Allerdings erhaltet ihr dann nicht das entsprechende Souvenir. Je einen dieser Sammelgegenstände gibt's nämlich für das Abschließen der Missionen. Habt ihr ein Souvenir-Set zusammen, erhaltet ihr von einem der NPCs als Belohnung ein neues Oktoling-Outfit-Teil für den Mehrspieler. Sobald ihr die Kampagne abgeschlossen habt, dürft ihr zudem fortan auch als Oktoling in den Mehrspielerpartien ran. Zudem dürft ihr überflüssige Cornichon-Punkte an einem Automaten
gegen zufällige Items tauschen.
Im Untergrund
Doch selbst ohne die Belohnungen lohnt es sich, alle Levels abzuschließen denn bis auf ein paar wenige Ausnahmen fühlt sich jede Mission anders an. Und das ist eine stattliche Leistung, wenn man bedenkt, dass das Oktoling-Abenteuer mit etwa 10 Stunden doppelt so lang ausfällt wie die ursprüngliche Kampagne von Splatoon 2. Etwas schade ist nur, dass die Bossgegner von damals als schwerere Varianten einfach wiederverwertet werden. Richtig gelungen finden wir dagegen die Schlussphase des Spiels sowie den dazugehörigen Showdown, der zudem eine interessante Lore-Enthüllung mit sich bringt.
Bildergalerie
Überhaupt gelingt es den Entwicklern gut, mit der Octo Expansion der Welt von Splatoon 2 mehr Facetten und Atmosphäre zu verleihen. In der Tiefseebahn trefft ihr etwa auf allerhand schräge Passagiere, die mit ihrem schaurig-kreativen Design auf sich aufmerksam machen. Weitere Details stecken in der Umgebungsgestaltung, die aufmerksame Spieler zunehmend auf die düsteren Machenschaften in der Forschungseinrichtung hinleiten. In Chatlogs, die ihr im Spielverlauf freischaltet, wird derweil mehr zu den Hintergrundgeschichten von Marina, Perla und Käpt'n Kuttelfisch preisgegeben.
DLC richtiggemacht
Die Octo Expansion zu Splatoon 2 ist ein gutes Beispiel dafür, wie man eine DLC-Erweiterung richtigmacht. Serienfans erhalten für ihre 20 Euro reichlich neue Aufgaben, die gleichzeitig fordern und in der Handhabung der Waffen und des Tinten-Features schulen. Zudem erfüllt Nintendo mit der Octo Expansion den Wunsch derjenigen Fans, die mehr über die Spielwelt und die Charaktere erfahren wollen. Doch allem voran spaltet die Erweiterung nicht die Mehrspieler-Gemeinde, da die Kampagnen-Belohnungen nur kosmetischer Natur sind und man daher keinerlei Nachteil in den Revier- und Ranglistenkämpfen hat, wenn man auf den DLC verzichtet. So muss das sein!
