Spielegrafik: Verbesserung bei Grafik ist wichtig

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Spielegrafik: Verbesserung bei Grafik ist wichtig
Quelle: Lunar Ray Games

Auch unter den brandneuen Games gibt es grafische Leckerbissen, misslungene Grafik sowie auch zahlreiche Stilarten bei der Darstellung. Solange die Grafik halbwegs zeitgemäß ist, trübt auch eine eher mäßige Grafik, meinen Spielspaß nicht. Und manche Spiele sind bewusst eher spartanisch gestaltet. Einer Sache kann ich aber nichts abgewinnen: einem sehr starken Retro-Grafikstil.

Immer bessere Grafik ist wichtig

Egal ob Retro-Grafik nun wieder gefeiert wird oder nicht: Es ist enorm wichtig, dass Entwickler ständig versuchen, die Grenzen der jeweils aktuellen PC- und Konsolen-Hardware neu auszureizen. Denn nur so gibt es Fortschritte - niemand will ja ernsthaft einen neuen Shooter mit der Grafik des ersten Dooms spielen wollen, außer vielleicht Just for Fun, um sich an alte Zeiten zu erinnern oder mal auszuprobieren, wie es sich damals anfühlte, als Opa daddelte.

Von Fortschritten bei der Grafik profitieren am Ende auch Spieler mit schwächeren PCs. Je intensiver die Entwickler an Spielegrafik und Engines arbeiten, desto effizienter kann Grafik dargestellt werden. Mit anderen Worten: durch neue Kniffe und verbesserte Engines kann ein Spiel auf einem PC die gleiche Grafikqualität mit beispielsweise 50 FPS bieten, die mit älteren Engines nur mir 30 FPS gelaufen wäre.

The Last of Us Part 2 Quelle: pcgames.de The Last of Us Part 2 Dies zeigt sich sehr gut sichtbar bei Spielekonsolen: Vergleicht man die PS4-Versionen von Blockbustern wie Red Dead Redemption 2 (Ende 2018) oder das gerade erschienene neue The Last of Us Part 2 mit PS4-Games aus dem Jahr 2013 oder 2014, dann sieht man, wie sich die Grafik in den letzten knapp sieben Jahren bei ansonsten gleichbleibender Hardware-Leistung verbessert hat. Dabei ist es in den letzten Jahren immer schwerer geworden, Verbesserungen wirklich deutlich zu kommunizieren, da seit vielen Jahren die Grafik schon auf einem Recht hohen Niveau ist und es nicht mehr - wie zum Beispiel 2004 mit Half-Life 2 - immer wieder Spiele gibt, die die Messlatte deutlich höher legen.

Manch einer blökt daher nun genervt als Comment unter die Screenshots oder Gameplay-Videos eines neuen Spiels, welches keine absolute Spitzengrafik bietet, dass die Optik eher an die Jahrtausendwende erinnere. Dass dies Quatsch ist, dürfte ein solcher Nutzer freilich selbst genau wissen - er sagt dies sicherlich nur in einem kleinen Anflug aus Enttäuschung, da er mehr erwartet hatte. Trotzdem zeigt sich sehr oft, wie anspruchsvoll die Spieler zum Teil geworden sind, auch da kleine Fortschritte oftmals nicht so stark auffallen wie noch vor 15 Jahren und früher, als neue Blockbuster-Games wirklich ganz neue grafische Maßstäbe setzen konnten.

Fifa 10 - im direkten Vergleich zu Fifa 11 wird man wenig Unterschiede erkennen. Ein Fifa 20 sieht aber eindeutig besser aus. Quelle: Archiv Fifa 10 - im direkten Vergleich zu Fifa 11 wird man wenig Unterschiede erkennen. Ein Fifa 20 sieht aber eindeutig besser aus. Dass die Grafik, nur als Beispiel, beim neuesten Fifa- oder Pro Evolution Soccer-Teil keinen Gamer von Hocker reißt, der die Vorjahresversion kennt, ist für Kenner keine Überraschung. Denn seit vielen Jahren sieht die Optik bereits vergleichsweise realistisch aus - es sind also keine großen Sprünge mehr möglich, vor allem nicht bei der beim Spielen typischen Kamera-Perspektive. Wer aber trotzdem über die neuste Version meckert, weil sie angeblich kaum anders als die letzte Version aussieht, sollte beispielsweise Fifa 20 mit Fifa 10 vergleichen - der Unterschied ist deutlich, und zwar nicht nur bei den Nahaufnahmen von Spielern, sondern auch im laufenden Spiel. Die kleinen Verbesserungen fallen bei einem jährlichen Blick auf die Spielereihe kaum auf, summieren sich aber im Laufe der Jahre dann eben doch. Und genau deswegen ist auch wichtig, dass Entwickler immer weiter an besserer Grafik arbeiten. Denn jeder kleine Schritt sorgt dafür, dass wir uns in Spielen einer fotorealistischen Grafik annähern - sofern sie denn erwünscht ist.

Half Life 2 aus dem Jahr 2004 Quelle: Archiv Half Life 2 aus dem Jahr 2004 Denn am Ende bleibt die Wahl beim Entwickler. Es gibt Spiele, bei denen die Grafik zwar technisch durchaus gut ist, die aber gar nicht realistisch wirken soll wie beispielsweise bei der Borderlands-Reihe. Oder Fälle, bei denen man sich auch aus stilistischen Gründen nicht für Fotorealismus entscheidet wie bei Dishonored und Dishonored 2. Bei Letzteren darf man allerdings trotzdem bemängeln, dass beispielsweise die ein oder andere Textur unnötig unschön aussieht. Letztlich muss der Entwickler aber selbst dann, wenn er sich bei den grafischen Details viel Mühe gibt und eine technisch anspruchsvolle Grafik bietet, stets entscheiden, ob er stilistisch eher Realismus oder Fiktion bieten will. Ein zu starker Realismus kann nämlich teilweise auch abschrecken - viele Gamer wünschen sich Figuren, die nicht zu "echt" aussehen. So unecht, dass sie aussehen wie ein Minecraft-Männchen, sollten sie aber für meinen Geschmack auch nicht sein - ein Comic-Stil oder ähnliches ist okay, ich kann auch mit nicht ganz so großartig gestalteten Texturen und Objekten leben. Aber absichtlich pixeliger Retro-Grafik kann ich einfach nichts abgewinnen, und glaubt mir: probiert habe ich es oft genug.

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