Mythen & Legenden in Videospielen: Was Zelda, Diablo, GTA & Co verbergen

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Mythen & Legenden in Videospielen: Was Zelda, Diablo, GTA & Co verbergen
Quelle: pcgames

Egal, ob Zelda, GTA, Pokémon oder Diablo. Wir haben einige der spannendsten Legenden der Videospielgeschichte herausgesucht und beleuchtet!

In weit über einem Jahrhundert der Videospiele haben sich auch zahlreiche Mythen und Legenden um das Medium gebildet. Wir haben die spannendsten, emotionalsten oder auch durchgeknalltesten Theorien herausgesucht und wollen sie näher beleuchten, aber auch klären, wie viel Wahrheit darin steckt. Weiter geht es mit einem Rollenspiel-Klassiker!

Aerith in Final Fantasy 7 retten

Für unsere nächste Legende sprechen wir eine klare Spoiler-Warnung aus - nämlich für Final Fantasy 7! Der folgende Mythos hat nämlich nichts mit bewusstseinsverändernden Videospielen oder Ähnlichem zu tun, sondern mit einer ganz natürlichen, menschlichen Emotion: Trauer. Trauer um eine der berühmtesten Figuren im Rahmen einer der tragischsten Szenen der Videospielgeschichte. Die Rede ist von Aerith in Final Fantasy 7. Als das Rollenspielschwergewicht 1997 für die erste Playstation auf den Markt kam, war das ein Hammerschlag für die gesamte Branche. Das JRPG setzte in Hinblick auf Inszenierung und Präsentation neue Maßstäbe. Die Story rund um den Megakonzern ShinRa, der dem Heimatplaneten der Figuren für Profit die Lebensenergie aussaugt, könnte heute kaum aktueller sein, und gerade die Charaktere wurden von Square Enix so gut in Szene gesetzt, dass sie einem schnell ans Herz wuchsen.

Allen voran gilt das für das Blumenmädchen Aerith. Zuerst begegnet man ihr nur kurz auf der Flucht nach einem Anschlag auf einen Reaktor, danach lernt man sie mit der Zeit immer besser kennen.

Sie hilft der Heldentruppe rund um Cloud Strife und entpuppt sich als Schlüsselfigur in der Story - bis sie in Akt zwei von Sephiroth, dem Bösewicht des Spiels, völlig überraschend heimtückisch ermordet wird.

Aerith aus Final Fantasy 7 Remake blickt in die Kamera Quelle: Square Enix Dieser Moment war für viele Spiele so dramatisch, dass er sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. So sehr, dass in den folgenden Jahren zahlreiche Mythen und Legenden entstanden sind, wie man Aerith angeblich retten könne. Eine bestimmte Tastenkombination, eine bestimmte Art, die Quests zu lösen, geheime Entwicklerumgebungen oder verschollene Items auf den CDs, all das war im Gespräch.

Zwischenzeitlich schaltete sich sogar ein angeblicher Übersetzer des Spiels ein, der aus internen Dokumenten erfahren haben wollte, dass Aerith wirklich wiederbelebt werden kann oder es zumindest mal geplant war.

Er lieferte sogar komplizierte Anleitungen, wie man vorgehen sollte, die aber - Überraschung - nicht funktionierten. Die ganze Geschichte entwickelte dennoch ein wildes Eigenleben. Mehr Anleitungen kamen in Umlauf, angebliche Augenzeugen meldeten sich, die Aerith Wiederbelebung selbst gesehen haben wollen und so weiter.

Das lief so sehr aus dem Ruder, dass sich am Ende sogar Square Enix selbst einschalten musste. Man erklärte mehrmals, dass es nicht möglich sei, Aerith zu retten.

Die geheimen Questitems waren nur ungenutzte Assets und der angebliche Übersetzer entpuppte sich als einfacher Troll, der sich die ganze Geschichte ausgedacht hatte. Heute, über 25 Jahre später, sind die meisten über das Trauerstadium des "Nicht-Wahrhaben-Wollens" hinweg. Zumindest, bis der zweite Teil des Remakes die Wunde in absehbarer Zeit wieder neu aufreißen dürfte.

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