Worst Of 2024: Die 10 schlimmsten Spielekatastrophen des Jahres!

Special Stefan Wilhelm
Worst Of 2024: Die 10 schlimmsten Spielekatastrophen des Jahres!
Quelle: Sony

Vom Live-Service-Millionengrab bis zum steuerfinanzierten Totalschaden: Wir lassen die schlimmsten, erfolglosesten und unbeliebtesten Spiele des Jahres 2024 Revue passieren und nehmen euch mit auf Katastrophen-Kreuzfahrt!

Platz 7: South Park: Snow Day!

Klopapier, kennste? Das ist so selten, das kann man schon als Währung benutzen! Was für ein Brüller. Wer im Jahr des Herrn 2024 immer noch mit Pandemie-Witzen auf die Bühne kommt, der muss schon ein wirklich starkes Restprogramm auf Lager haben, damit am Schluss nicht die Tomaten fliegen.

Bei South Park: Snow Day! ist das Restprogramm ein Koop-Actionspiel, das es irgendwie schafft, gleichzeitig total chaotisch und ganz schön langweilig zu sein. Das Buttonmashing-Gekloppe reicht von anspruchslos bis unfair, die Levels sind farbloser als bei einem Militär-Shooter und genauso schlauchig.

Nicht einmal der legendäre South-Park-Humor und die Charaktere können in Snow Day! so richtig zünden, aber das wundert euch nach dem Klopapier wahrscheinlich auch nicht mehr. Nach knapp fünf Stunden wird der zahnlose Tiger dann auch schon wieder eingeschläfert.

Wir empfehlen euch stattdessen, zur Unterhaltung mal wieder euren Namen in den Schnee zu pinkeln. Davon habt ihr zwar keine fünf Stunden lang was - außer, ihr habt wirklich ungesund viel Druck auf der Leitung - aber hey, es ist immerhin kostenlos. Nur nicht den gelben Schnee essen!

Platz 6: Star Wars Battlefront Classic Collection

Man möchte meinen, Neuauflagen beliebter Spieleklassiker sind eigentlich eine sichere Bank. Die alte Grafik ein bisschen aufhübschen, vielleicht ein paar Systeme überarbeiten, Komfortfunktionen einbauen und die Steuerung auf Vordermann bringen. Klingt nicht gerade nach Hexenwerk - vor allem, wenn man einen Entwickler damit beauftragt, der hauptberuflich quasi nichts anderes macht.

Mit der Star Wars Battlefront Classic Collection geriet die Portierungsmaschine von Aspyr aber ganz schön ins Stottern. Zum Launch sorgten gewaltige Serverprobleme für eine Störung der Macht, und der Fans. Die Online-Features wirken lieblos, die Controllersteuerung hat ihre Macken und grafisch hat man sowieso nur das nötigste getan. Die KI gewinnt auch keinen Blumentopf mehr.

Dafür gab's aber viele neue, kleine Pannen, wodurch selbst die dicke Nostalgiebrille auf der Nase nicht mehr viel hilft. Aspyr hat ein paar Patches hinterhergeschoben, aber es bleibt der Eindruck eines Produkts, das für den schnellen Credit entwickelt wurde.

Vor allem auf dem PC, wo die beiden Originalspiele zusammen deutlich weniger kosten als die Sammlung. Bethesda hat sein Next-Gen-Update zu Fallout 4 dieses Jahr wenigstens gratis versaubeutelt, was ist eure Ausrede?

Platz 5: The Inquisitor

The Inquisitor ist ein echter Blast from the Past. Bei den Animationen, Gesichtern und dem Gamedesign denkt man fast, man hätte gerade eines dieser leicht suspekten No-Name-Spiele aus der Grabbelkiste in seine Konsole gelegt. Also in die PS3, nicht die PS5. Nun könnte sich dahinter natürlich auch ein Geheimtipp verbergen, aber nicht in dem Fall. Bei The Inquisitor hält man den Tipp lieber geheim. Oder die Tatsache, es gespielt zu haben.

Das Gameplay des düsteren Abenteuers ist schon ordentlich abgespeckt, und trotzdem wirkt es, als hätte man sich zu viel vorgenommen. Bossgegner lassen sich mit einem einzigen Knopf vermöbeln, die Rätsel lösen sich wie von selbst und die Detektivarbeit in diesem Detektivspiel läuft vollständig auf Schienen ab.

Hier und da kann mal ein bisschen Mittelalter-Atmosphäre durchscheinen. Aber die wird zuverlässig von bekloppten Quicktime-Events und Dialogsequenzen vernichtet, für die man vielleicht besser Standbilder benutzt hätte.

Dann bräuchte man auch keine Mimik, Animationen oder Charaktermodelle.Ihr wisst schon, Kram, der einen aus so einem bierernsten Story-Spiel reißt, wenn er unfreiwillig komisch aussieht. Oder verbuggt. Oder als wäre er schon vor 15 Jahren entwickelt, auf einen USB-Stick von Hama gezogen und dann aufm Dachboden vergessen worden. Oder alles davon.

Platz 4: Police Simulator: Patrol Officers Switch

Wir beneiden echt keinen Entwickler, der jetzt noch gezwungen ist, ein großes, aktuelles Spiel auf die Hardware der Nintendo Switch zu portieren. Wohlwissend, dass es eigentlich nur noch im Trauerspiel enden kann.

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Case in Point: Der Police Simulator: Patrol Officers, der, anders, als es der Name vielleicht vermuten lässt, tatsächlich nicht das schlimmste Spiel aller Zeiten ist. Außer auf der Switch. Hier sieht das Polizeiabenteuer nämlich aus, als würde es einem schon nach kurzer Zeit die Netzhaut abschmirgeln.

Die mickrige Sichtweite verwandelt die Stadt in ein Silent Hill für Arme, und bei den Sachen, die tatsächlich mal reingeladen werden, wünscht man sich, dass sie direkt wieder im Nebel verschwinden.

Es warten schauderhafte Texturen und Figurenmodelle, Glitches an jeder Ecke, Schatten wie aus einem Rorschach-Test und so viel Kantenflimmern, dass man nicht weiß, was noch Kante und was schon Flimmern ist. Vielleicht hätte man lieber nur ein einziges Exemplar dieser Portierung herstellen sollen, und es als postmodernes Kunstwerk bezeichnen. Wir sind uns sicher, irgendein Crypto-Milliardär, der seine Villa mit Geldbündeln heizt, hätte ein hübsches Sümmchen dafür hingelegt.

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