Worst Of 2024: Die 10 schlimmsten Spielekatastrophen des Jahres im Rückblick!

Special Stefan Wilhelm
Worst Of 2024: Die 10 schlimmsten Spielekatastrophen des Jahres im Rückblick!
Quelle: Sony

Vom Live-Service-Millionengrab bis zum steuerfinanzierten Totalschaden: Wir lassen die schlimmsten, erfolglosesten und unbeliebtesten Spiele des Jahres 2024 Revue passieren und nehmen euch mit auf Katastrophen-Kreuzfahrt!

Der Jahreswechsel steht vor der Tür und damit ist es höchste Zeit, den ganzen alten Mist, der sich 2024 so angestaut hat, endlich hinter sich zu lassen.

Damit ihr wisst, welche Spiele ihr nach diesem Jahr getrost von der Festplatte löschen könnt, lassen wir die zehn größten Flops und Fails noch einmal Revue passieren. Aber gut festhalten, es besteht erhöhtes Unfallrisiko!

Platz 10: Suicide Squad: Kill the Justice League

Tja, das überrascht jetzt wirklich niemanden, oder? Suicide Squad: Kill the Justice League war objektiv gesehen nicht das schlechteste Spiel des Jahres. Lange über Wasser halten konnte sich das von Anfang an unbeliebte Projekt aber trotzdem nicht.

Es wirkt, als hätte man die Geschichten von Anthem, Redfall, Marvel's Avengers und Babylon's Fall studiert und daraus eine Art Anti-Erfolgsformel entwickelt, um den vorhersehbarsten Flop des Jahres zu landen.

Schritt 1: Schnappt euch ein renommiertes Entwicklerstudio, das eigentlich schon seine perfekte Nische gefunden hat, und reißt es aus dieser Nische raus. Schritt 2: Nehmt euch ein Genre vor, bei dem der Markt bereits komplett gesättigt ist. Wichtig: Euer Entwicklerstudio sollte möglichst wenig Expertise darin haben.

Schritt 3: Macht ein Live-Service-Spiel draus, in der falschen Hoffnung, euer Millionengrab mit Mikrotransaktionen und Battle Passes wieder zuschütten zu können. Am besten hatte der Entwickler vorher auch noch nie etwas mit Online-Spielen zu tun.

Schritt 4: Haltet selbst dann noch an eurer Idee fest, wenn bei der Entwicklung Unmengen an Zeit und Geld verbrannt werden und euch Fachpresse und Spieler ganz klar machen, dass sie überhaupt keinen Bock auf euer Spiel haben.

Schritt 5: Verkündet, dass sich das Produkt unter den Erwartungen verkauft hat und ihr deswegen das Studio dichtmachen oder einen großen Teil der Belegschaft entlassen müsst.

Wir würden ja hoffen, dass im nächsten Jahr nicht schon wieder irgendein Entwickler auf der Strecke bleibt, weil er Trends hinterherlaufen muss, die vor zehn Jahren das letzte Mal frisch waren. Aber inzwischen wissen wir's leider besser.

Platz 9: Funko Fusion

Funko Pops. Die einen sehen in den schwarzen Knopfaugen nichts als seelenlose Franchise-Ausschlachtung. Die anderen haben so viele von den Dingern in der Wohnung stehen, dass das Regal mit den Funkos schon als tragende Wand funktioniert. Dazwischen gibt's eigentlich nichts.

So oder so ist es aber keine schlechte Idee, aus dem Konzept mal ein Spiel zu machen. Schließlich bedeuten viele Franchises doch auch, dass für jeden was dabei ist. Oder? Naja, vermutlich reichen bekannte Marken allein doch nicht aus, wenn das Spiel dahinter nichts taugt.

Selbst wenn euch bei einer popkulturellen Referenz sofort die Freudentränen aufs "Bazinga!"-T-Shirt tropfen, bekommt ihr hier trotzdem nur einen mittelmäßigen Abklatsch der Lego-Games, der bis auf seine teils steinalten Lizenzen nicht viel zu bieten hat.

Ein müder Mix aus Kloppen, Ballern und Backtracken wird auch nicht besser, wenn Figuren aus He-Man und Hot Fuzz drin auftauchen. Vor allem, wenn die leblosen Gesichter kaum Persönlichkeit zeigen oder sprechen dürfen. Zum Release wurde das Non-Erlebnis dann auch noch mit einer ordentlichen Prise Game-Breaking-Bugs veredelt.

Und apropos Release: Wenn ihr euch jemals überflüssig fühlt, dann denkt einfach daran, dass Funko Fusion eine Woche nach Astro Bot auf den Markt geschmissen wurde. Damit auch noch der letzte Käufer weiß, wieviel besser man Nostalgie eigentlich anzapfen kann.

Platz 8: Skull and Bones

Ubisoft hat 2024 ein, nennen wir's mal, turbulentes Jahr erlebt. Es ging mit Prince of Persia: The Lost Crown richtig stark los, aber danach eigentlich nur noch abwärts. XDefiant startete noch mit der Hoffnung, ein echter CoD-Konkurrent zu werden, wird aber ein knappes Jahr nach dem Release schon wieder offline genommen.

Star Wars Outlaws kam auch nicht so gut an, wie erhofft, und der eigentlich geplante Release von Assassin's Creed Shadows wurde zuerst komplett vom Kulturkampf-Gezeter überschattet und dann aufs nächste Jahr verschoben. Das Ergebnis: Stetig fallende Aktienkurse und Berichte, dass der chinesische Megakonzern Tencent das Ruder übernehmen will.

Eine Kampfszene aus Skull and Bones. Quelle: Ubisoft Worst Of 2024: Die 10 schlimmsten Spielekatastrophen des Jahres im Rückblick! Ubisoft setzte auch schon früh die Segel in Richtung eines schwierigen Jahres. Denn obwohl man sich augenscheinlich mit Händen und Füßen dagegen wehrte, musste man langsam wirklich mal dieses olle Skull and Bones veröffentlichen.

Im Februar lief das Spiel nach absurden elf Jahren Entwicklungszeit endlich vom Stapel. Wobei "endlich" schon ein zu starkes Wort ist, gemessen daran, dass wirklich niemand noch darauf zu warten schien.

Das ist auch kein Wunder, immerhin war Skull and Bones quasi einfach nochmal Assassin's Creed 4: Black Flag.

Aber halt mit kaum Gameplay an Land und ohne eine nennenswerte Story. Dazu noch langweilig, repetitiv, und, wie es sich für einen Flop mit Ansage nun mal gehört, in ein Live-Service-Korsett gequetscht.

200 Millionen Dollar soll die Entwicklung verschlungen haben, und es wird angenommen, dass Ubisoft das sinkende Schiff nur deswegen nicht vorzeitig verlassen konnte, weil der Staat Singapur die Produktion mitfinanziert hat. Vielleicht ist das auch der einzige Grund, warum das halbgare Piratenspiel bis heute online ist. Oder die paar Kapitäne, die hier immer noch übers Meer schippern, haben wirklich prall gefüllte Kreditka... ähhh Schatztruhen.

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