Videospiele sind reine Männersache? Von wegen!

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Videospiele sind reine Männersache? Von wegen!
Quelle: pexels.com

Zocken gilt fälschlicherweise als Jungs-Hobby. Ein Erklärungsversuch, warum das so ist & wieso es in Wahrheit immer mehr Frauen zu Controller & Co. zieht.

Gamerinnen würden sich demnach von Gamern in Punkten wie Plattform, Genre und Spielmotiv unterscheiden. So seien Frauen gerade im Bereich des mobile(n) Gamings, aber auch bei Online-Games stark vertreten. Wenn es um das Lieblingsgenre von Spielerinnen geht, dann sind Simulationen, aber auch Rollenspiele ganz weit vorn. Zu den beliebtesten Spielen bei Männern gehören vor allem Action- und Strategiespiele sowie Shooter. Sie mögen Spiele mit aggressiveren Inhalten und einem Wettkampf-Aspekt. Frauen würden zumeist zur Zerstreuung und nicht aus Wettkampf-Gründen spielen. Auch würden sie Spiele bevorzugen, die Spielfiguren personalisierbarer machen und erlauben, den eigenen Charakter und Handlungen individuell zu gestalten. Und während Männer eher Fantasierollen bevorzugen würden, hätten Frauen einen stärkeren Bezug zu realitätsnahen Rollen.

Sabine Hahn schreibt weiter, dass es für Spielerinnen wichtig sei, sich mit dem Spielcharakter zu identifizieren. Leider hätte es in der Vergangenheit an positiven Frauenrollen gemangelt. Das ändere sich nun aber zum Glück langsam. Am Ende geht es eben nicht nur um das Genre oder die Inhalte von Videospielen. Es geht um die Rollen, in die man schlüpft und darum, die eigene Figur im Charakter-Editor nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Videospiele sind reine Männersache? Von wegen! (2) Quelle: pexels.com Videospiele sind reine Männersache? Von wegen! (2)

Wie es weitergehen könnte

Dass Computer- und Videospiele lange Zeit als Hobby für Jungs und Männer galten und Mädchen und Frauen einfach weniger Lust hatten, sich mit ihnen die Zeit zu vertreiben, ist schon lange nicht mehr so haltbar. Dass immer mehr Frauen zocken, macht deutlich, dass Spielen kein reines "Jungenhobby" ist, wie es das Marketing der 80er-Jahre glauben machen wollte.

Bereits ein Jahrzehnt darauf standen Entwickler massiv unter Druck, auch eine weibliche Zielgruppe einzubeziehen. Immerhin war es bares Geld, das die Branche potenziell verlor. Es folgt einer ökonomischen Logik, dass weitere Zielgruppen erschlossen wurden und werden, um weiter Rekordumsätze zu machen.

Trotzdem darf der soziale Aspekt nicht aus den Augen verloren werden. Weiterhin werden männliche wie weibliche Charaktere in Computer- und Videospielen hypersexualisiert. Es braucht also weitere, glaubwürdige und weniger klischeebehaftete Rollen. Auch muss sich das Angebot an Spielen abseits des Blockbuster-Einheitsbreis weiterentwickeln, um Alternativen anzubieten.

Fazit

Gerade der Indie-Sektor macht es in puncto Alternativen immer wieder vor. Hier werden Spiele herausgebracht, die erfrischendes Gameplay, toll geschriebene Charaktere und Geschichten veröffentlichen.

Es bleibt also zu hoffen, dass bezüglich Geschlechtergerechtigkeit noch einiges passiert. Computer- und Videospiele sind jedenfalls auf einem zunehmend guten Weg. Es wird bestimmt weiterhin große wie kleine Titel geben, die genügend erfrischende Charaktere bereithalten und uns in spannende Welten abtauchen lassen.

Sicherlich wird es auch dann noch brachiale Shooter mit einer Fülle an markigen One-linern geben, oder knallharte Action-Adventures, in denen der Held ordentlich die Muskeln spielen lässt. Daran gibt es keinen Zweifel und das kann durchaus auch so bleiben. Das Angebot an Alternativen darf aber sehr gerne erweitert werden, sodass am Ende alle ein Spiel finden, das ihnen gefällt und für alle Spielenden erinnerungswürdige Charaktere bereithält.

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