The Chant in der Gamescom-Vorschau - Seite 2
Special 53,99 €
Ihr wollt euch diesen Herbst mal wieder richtig schön gruseln? Dann lohnt sich für euch vielleicht ein Blick auf The Chant. Das Third-Person-Horror-Adventure erzählt eine packende Geschichte rund um die Abgründe der menschlichen Psyche, gepaart mit jeder Menge Gameplay wie Crafting, Kämpfen und Rätseln. Wir haben in der Gamescom mal reingespielt und verraten, wie viel Nervenkitzel wirklich in dem Titel steckt.
Immerhin bauen die Entwickler aber schon mal ein wenig Spannung auf. Sie lassen immer wieder kleine Brotkrumen zur Lore fallen. In einem verlassenen Holzhaus im Wald finden wir etwa einen alten Filmprojektor der "Prismic Science" Gesellschaft, auf dessen Bändern wir mehr über die Viecher aus dem Nebel erfahren. Gelegentlich stolpern wir über kryptische Schriftstücke, die auf eine seltsame Vergangenheit der Insel hindeuten. Schnell kommt der Verdacht auf, dass es sich hier um weitaus mehr handelt als nur einen Rückzugsort für traumatisierte Patienten, dass hier ein düsteres Geheimnis schlummert. Das weckte schon in der Demo den Drang, mehr zu erfahren.
Dieses Environmental Storytelling kommt auch bei den vereinzelten Rätseln gut zum Einsatz. Während wir nach einem Weg suchen, eine Tür zu öffnen, stolpern wir etwa über eine Reihe von Notizen eines Pärchens, dessen junges Glück von der Alkoholsucht zerfressen wurde. Am Ende entdecken wir neben einer Leiche dann eine handgeschriebene Entschuldigung und einen Herzschlüssel, als ultimatives Symbol der Liebe. An anderer Stelle müssen wir aber auch nur zwei Gegenstände miteinander kombinieren oder eine Ersatzsicherung finden. Klassischer Puzzle-Adventure-Kram eben.
In diesem Artikel
Mit Räucherstäbchen gegen Monster
Quelle: Prime Matter
The Chant angespielt: Third-Person-Horror-Adventure in der Gamescom-Vorschau. (10)
Gelegentlich machen wir einen Abstecher in den Nebel, wo Jess von Halluzinationen und Selbstzweifeln geplagt wird. Auch zu Kämpfen kommt es. Dabei stehen uns verschiedene Nah- und Fernkampfwaffen zur Auswahl. Wobei der Begriff "Waffen" sehr wohlwollend ist. In unserer Demo konnten wir beispielsweise einen Schwarm Mücken mit Räucherstäbchen verprügeln oder eine mutierte Kröte mit Salz bewerfen.
Neben diesem Ungeziefer gibt es aber auch größere Brocken: Zombies mit Widderkopf oder seltsame humanoide Mutanten. Bei denen ist dann ein wenig mehr Taktik gefragt, als nur mit einem Bündel Salbei durch die Gegend zu wedeln. Ihr müsst feindlichen Attacken ausweichen, im richtigen Moment kontern und übernatürliche Fähigkeiten über eine Kette an eurem Hals entfesseln, unter anderem einen Stasis-Angriff oder eine Druckwelle.
Jäger und Sammler
Besonders knifflig ist das alles allerdings nicht. Es sieht auch nicht sonderlich spannend aus. Immerhin fordert euch The Chant aber durch ein wenig Ressourcenmanagement: Waffen gehen kaputt und müssen dann neu gebastelt werden. Außerdem muss Jess andauernd ihre geistige und körperliche Gesundheit im Blick behalten, die über Leisten am unteren Bildschirmrand dargestellt werden. Verbringt ihr zu viel Zeit im Dunkeln, seht etwas Traumatisierendes oder werdet von Gegnern getroffen, leidet eure Psyche. Das gipfelt irgendwann darin, dass ihr von einer Panikattacke überwältigt die Flucht ergreifen müsst.
Ihr könnt Lavendel futtern oder meditieren, um wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen. Zudem lassen sich in einem rudimentären Skilltree eure Charaktereigenschaften verbessern. Da eure geistige und körperliche Gesundheit aber einen enormen Einfluss darauf haben, welches Finale ihr zu sehen bekommt, solltet ihr nicht leichtfertig damit umgehen. Sonst könnte euer psychedelischer Trip durch die Welt von The Chant schneller vorbei sein, als euch lieb ist.
Meinung
The Chant erscheint in diesem Herbst für den PC via Steam. Zusätzlich haben Entwickler Brass Token und Publisher Prime Matter Konsolen-Versionen für Playstation 5 und Xbox Series S|X geplant. Einen genauen Termin für den Release gibt es bisher aber noch nicht. Die Old-Gen-Fassungen für PS4 und Xbox One wurden im Verlauf der Entwicklung gestrichen.
