Rasiermesserscharf und garantiert nicht jugendfrei: Diese sieben Spiele machen Schwertkampf besser als alle anderen!

Special Stefan Wilhelm
Rasiermesserscharf und garantiert nicht jugendfrei: Diese sieben Spiele machen Schwertkampf besser als alle anderen!
Quelle: Deep Silver

Authentisch, physikalisch, innovativ: Viele Spiele drücken euch ein Schwert in die Hand, aber nur die wenigsten machen eine Kunst draus. Wir küren in diesem Special die sieben besten Schwertkampf-Systeme!

Oder ihr lernt die Technik des Meisterhaften Schlags, um besonders taffe Kämpfer zu knacken, indem ihr im perfekten Moment aus der entgegengesetzten Richtung zuschlagt.

Die Tiefe geht bei der Ausrüstung weiter: Weist eure Rüstung Lücken auf und der Gegner landet dort einen unglücklichen Treffer, dann ist hier sehr schnell Schicht im Schacht. Damit ihr lange etwas von eurem Lieblingsschwert habt, müsst ihr es regelmäßig schärfen, was über ein eigenes Minispiel am Schleifstein geschieht. Ihr spielt sogar mit eingeschränkter Sicht, wenn ihr für besseren Schutz das Visier eures Helms herunterklappt.

Weil euch Kingdom Come 2 nicht allzu oft in Zwangskämpfe schickt, ist es außerdem empfehlenswert, ab und zu mal mit Holzschwertern oder bei Lehrmeistern zu trainieren, damit ihr im Ernstfall wisst, was zu tun ist.

Das ist so konsequent designt und authentisch, dass wir Kingdom Come 2 auch verzeihen, dass Kämpfe gegen mehrere Gegner immer noch ganz schön frickelig werden können. Aber auch das gehört zum realistischen Anspruch: Ganz so leicht wie in den meisten Spielen ist ein ungleicher Kampf im echten Leben garantiert nicht zu gewinnen!

Hellish Quart - PC

En Garde! Prêts? Allez! Wenn ihr ans Fechten denkt, dann habt ihr wahrscheinlich die moderne Sportart im Kopf, bei der sich zwei Kontrahenten in hieb- und stichfester Kleidung auf einer Bahn gegenüberstehen und versuchen, durch ausreichend starke Treffer am Körper des Gegners einen elektronischen Sensor auszulösen.

Schwertkampf in Hellish Quart Quelle: Kubold Hellish Quart Ihren Ursprung hat diese heute ungefährliche Disziplin aber natürlich in einer Epoche, in der das Fechten durchaus noch eine Frage von Leben und Tod sein konnte.

Wie das ausgesehen haben könnte, erlebt ihr bei Hellish Quart, einem Early-Access-Spiel, das sich der realistischen Abbildung von HEMA, also "Historical European Martial Arts", verschreibt. Das bedeutet, dass versucht wurde, historische Kampfstile mit unterschiedlichen Waffen spielbar zu machen.

Auf den ersten Blick wirkt Hellish Quart dabei noch wie ein recht klassisches Fighting Game: Ihr löst per Knopfdruck unterschiedliche Angriffe aus, merkt euch die Kombo-Möglichkeiten eurer gewählten Figur und achtet auf die richtige Distanz. Der feine Unterschied: Die Kämpfer und ihre Waffen sind physikalische Objekte, die miteinander interagieren können.

Um einen Treffer zu landen, muss eure Klinge also wirklich an der des Gegners vorbeikommen, und das lässt sich kaum bewerkstelligen, ohne dass ihr euch selbst in Gefahr begebt. Geblockt wird automatisch, Angriffe variiert ihr durch Richtungseingaben und unterschiedliche Waffenhaltungen.

Hellish Quart ist komplex und wegen des realistischen Anspruchs können schon einzelne Treffer verheerend sein - zumindest, wenn ihr mit scharfen Klingen spielt, denn das Spiel hat auch rein sportliche Kämpfe in petto, bei denen nachher nur der Schweiß aufgewischt werden muss.

Ihr fechtet euch in der Early-Access-Fassung durch Survival- und Arcade-Modi, verdient Dukaten, um Kostüme und Arenen freizuschalten, und die ersten Abschnitte des geplanten Story-Modus sind auch schon an Bord. PvP gibt es wegen der genauen Physiksimulation allerdings nur lokal an einem Bildschirm. Der Präsentation und den Menüs fehlt es außerdem noch deutlich an Feinschliff, aber nichtsdestotrotz ist Hellish Quart schon jetzt eines der einzigartigsten Schwertkampfspiele auf dem Markt.

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