Offene Welt, viele Probleme: So haben sich Open-World-Spiele verändert

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Offene Welt, viele Probleme: So haben sich Open-World-Spiele verändert
Quelle: Nintendo

Von den ganz frühen Anfängen bis hin zu Titeln wie Starfield und Zelda: Tears of the Kingdom: So haben sich Open-World-Spiele im Laufe der Zeit verändert.

Im Jahr 2004 kam aber ein anderes Spiel auf den Markt, welches offene Welten auch in Multiplayer-Titeln und MMOs salonfähig machte. Die Rede ist von Blizzards World of Warcraft, welches bis heute das populärste MMORPG aller Zeiten ist. In Spitzenzeiten tummelten sich über zwölf Millionen Spieler gleichzeitig in Azeroth, rund alle zwei Jahre erscheint ein neues Add-ons und erweitert die Welt von Azeroth. Weitere Entwickler versuchten in den kommenden Jahren, den Erfolg von Blizzard zu kopieren, doch keiner der Konkurrenten konnte dieses Ziel erreichen. Lediglich das 2010 erschienene und zwischenzeitlich rebootete Final Fantasy 14 darf sich als ernsthafter WoW-Konkurrent bezeichnen.

Open Worlds für alle Genres

Gerade Franchises, die in den 2000er-Jahren entstanden, werden auch heute in vielen Fällen noch mit neuen Titeln versorgt. Diese entwickelten die Reihen weiter. Aus Spielen, die die Geschichte in den Vordergrund rückten, die von einer offenen Spielwelt geschmückt wurden, wurden oftmals riesige Games, in denen Spieler hunderte Stunden versenken können - und das teilweise, ohne eine einzige Story-Mission anzurühren. Doch dazu später mehr.

Eine weitere wichtige Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte ist nämlich die Tatsache, dass Open Worlds inzwischen für fast jedes Genre zur Verfügung stehen.

Laut einer Studie des niederländischen Unternehmens Newzo, einem der größten Datenlieferanten für Videospiele und Unterhaltungselektronik weltweit, bekamen in den Anfangszeiten der offenen Spielwelten meist nur (Action-)Adventures dieses Feature. Inzwischen beinhalten Renn- und Rollenspiele, Shooter, Simulationen und Strategie-Titel genauso häufig eine offene Welt.

Und es entwickelte sich ein neues Open-World-Genre: Survival-Games. Titel wie Rust (2013) und Ark: Survival Evolved stellten den Spieler vor die Aufgabe, in einer offenen Spielwelt um das Überleben der eigenen Figur zu kämpfen.

Eine ungebrochene Faszination

Kommen wir noch einmal zum eingangs erwähnten Zitat von Ubisofts Europa-Chef Alain Corre. Die Philosophie des Entwicklers, alle Franchises mit einer Open World zu versehen, zahlte sich aus. Und nicht nur Ubisoft folgte dieser Strategie, der Nachschub an Spielen mit offener Spielwelt ist gefühlt unerschöpflich.

Laut dem Jahresreport der deutschen Games-Branche 2023 des Verbandes game tummelten sich unter den 20 beliebtesten Videospielen der Deutschen 2022 zahlreiche Open-World-Titel oder solche mit Open-World-Elementen. Gleich sieben solcher Games waren in dem Ranking vertreten, darunter Elden Ring, God of War: Ragnarök und mehrere Pokemon -Spiele.

Landschaftsblick in Elden Ring Quelle: From Software Elden RIng

Gute Designer sind schwer gefragt

Ebenfalls interessant: Designer von offenen Spielwelten sind schwer gefragt - und schwer zu bekommen. Der Verband game befragte Entwicklerstudios und Publisher danach, welche Positionen am schwierigsten zu besetzen seien. 56 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten demnach Probleme, Level- und Welt-Designer zu finden.

Und das ist kein Wunder. Unsere Nachfrage bei verschiedenen nationalen und internationalen Entwicklerstudios wie Ubisoft, Crytek und mehr hat ergeben, dass die Arbeit der beteiligten Personen unfassbar aufwendig ist.

Wie eine offene Welt entsteht

Noch bevor eine einzelne Zeile Code geschrieben wird, beginnt bei den meisten offenen Spielwelten die Hintergrund-Recherche. Denn: Viele Spiele wie beispielsweise Assassins Creed setzen auf ein realistisches Setting.

Um die historischen Schauplätze aus dem Assassinen-Epos detailgetreu nachbilden zu können, verbrachten Ubisoft-Entwickler unzählige Stunden damit, Hintergrundmaterial zu recherchieren. Weiteres Beispiel: Für den Titel Infamous: Second Son bildete Entwickler Sucker Punch die US-Stadt Seattle nach. Dafür verbrachten die Mitarbeiter des Studios hunderte Stunden mit Kameras auf den Straßen der Großstadt und sammelten Eindrücke.

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