Offene Welt, viele Probleme: So haben sich Open-World-Spiele verändert
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Von den ganz frühen Anfängen bis hin zu Titeln wie Starfield und Zelda: Tears of the Kingdom: So haben sich Open-World-Spiele im Laufe der Zeit verändert.
Die größten Open Worlds aller Zeiten
Die genaue Größe von Midwinter lässt sich leider nur sehr grbn schätzen. Fakt ist aber: Mit einer solch massiven Map muss sich das 34 Jahre alte Spiel auch vor aktuellen Titeln nicht verstecken. Auf Platz zehn der größten offenen Welten aller Zeiten liegt aktuell Test Drive Unlimited 2, welches auf eine Mapgröße von 1600 Quadratkilometern kommt. Die weiteren Plätze lauten wie folgt:
- Platz 9: Final Fantasy 15 - 1812 Quadratkilometer
- Platz 8: The Crew - 4920 Quadratkilometer
- Platz 7: Fuel - 14.400 Quadratkilometer
- Platz 6: Guild Wars Nightfall - 38.849 Quadratkilometer
- Platz 5: The Elder Scrolls 2: Daggerfall - 160.000 Quadratkilometer
- Platz 4: Microsoft Flugsimulator - 510.072.258 Quadratkilometer
- Platz 3: Minecraft - Unbekannt
- Platz 2: Elite Dangerous - Unbekannt (400 Milliarden Sternensysteme)
- Platz 1: No Man's Sky - Unbekannt
The Elder Scrolls 2 ist ein beeindruckender Eintrag in dieser Liste, wenn man bedenkt, dass das Spiel 1996 erschien. Der originale Microsofts Flugsimulator erschien erstmals 1982 und wurde seitdem ständig erweitert.
Quelle: Bethesda
The Elder Scrolls: Daggerfall
Mittlerweile stehen zwei Millionen echte Städte zur Verfügung, die in dem Spiel erkundet werden können und der ganze Planet Erde ist theoretisch frei zu befliegen. Der "echte" blaue Planet kommt übrigens auch auf eine Oberfläche von 510 Millionen Quadratkilometern.
Bei Minecraft, Elite Dangerous und No Man's Sky lässt sich die Größe nahezu unmöglich berechnen. Elite Dangerous soll aber rund 400 Milliarden Sternensystem beinhalten, bei No Man's Sky sind geschätzt 18 Trillionen Planeten enthalten. Diesen Größenrekord wird so schnell wohl kein anderes Spiel knacken.
Entwicklung Richtung moderne Open Worlds
Wie man anhand der Weltengröße sieht, waren die 90er-Jahre extrem wichtig in der Entwicklung der offenen Spielwelten. Und das lag nicht nur an der schier unglaublichen Größe von Daggerfall.
Erstmals wurden Open Worlds in 3D entwickelt, Hunter aus dem Jahr 1991 führte sogar erstmals einen Tag- und Nacht-Zyklus ein. Die Spieler konnten in verschiedenen Fahrzeugen durch die Welt fahren, Gebäude betreten, Waffen kaufen, schwimmen gehen und mit anderen Spielfiguren interagieren.
Ebenfalls entstanden im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts eine Vielzahl von Spielreihen, die heute noch große Erfolge feiern. 1997 erblickte das erste Grand Theft Auto (GTA) das Licht der Welt. Zwar noch ohne 3D-Ansicht, dafür mit dem vereinfachten Schema des Spielprinzips, dass die Serie noch heute so beliebt macht.
Quelle: Rockstar Games
GTA
Entwickler Rockstar Games veröffentlichte nur zwei Jahre später den Nachfolger GTA 2, ehe man mit Teil drei den Sprung in die Dreidimensionalität wagte.
Auch die vorhin angesprochene Zelda-Reihe bot 1998 mit Ocarina of Time erstmals eine große 3D-Welt, von manchen Branchenbepbachtern wird auch Nintendos Super Mario 64 aus dem Jahr 1996 als Open-World-Game angesehen. Wie man es auch dreht und wendet, die 90er-Jahre waren für das Genre wegweisend.
Zelda trifft den Paten
Der erste GTA-Teil verkaufte sich mit knapp zwei Millionen Exemplaren, die über die Ladentheke gingen, prächtig. Gary Penn, der bis zum Jahr 2000 Creative Director bei Rockstar Games war, erinnert sich an den Entstehungsprozess der Reihe zurück.
Als wichtigsten Einfluss für die Entwicklung des Spiels nennt er das 1984 erschienene Elite. "Grundsätzlich haben wir ein Elite in einer Stadt erschaffen", sagte er gegenüber der Webseite Game Developer.
Doch mit GTA 3 legte Rockstar noch einmal eine Schippe drauf. Das beliebte Spielprinzip bekam eine 3D-Umgebung spendiert, laut Produzent Sam Houser ließ man sich dabei von The Legend of Zelda und Super Mario inspirieren.
Er beschrieb den dritten Teil von Grand Theft Auto als "Zelda trifft den Paten". Und dieses Konzept ging auf, GTA 3 wurde bis heute über 25 Millionen Mal verkauft.
Rockstar ritt eine riesige Erfolgswelle. Es folgten die Titel Vice City (2002, 25 Millionen Einheiten), San Andreas (2004, 30 Millionen Einheiten) und GTA 4 (2008, 25 Millionen Einheiten).
Wie wichtig GTA für die Entwicklung von Open-World-Games war, brauchen wir wohl kaum noch deutlicher betonen. Bis heute ist die Reihe einer der beliebtesten Titel überhaupt, alle Spiele zusammen sollen sich knapp 400 Millionen Mal verkauft haben.
Eine Open World im Multiplayer
Grand Theft Auto zeigte also, welches Potenzial in Open-World-Games schlummerte. Andere Entwickler wollten ein Stück von diesem Kuchen abhaben, und so erschienen Anfang der 2000er zahlreiche Kunstwerke, die noch heute eine große Anhängerschaft haben. Beispiele gefällig? Da sind etwa Deus Ex (2000), Gothic (2001), The Elder Scrolls 3: Morrowind (2002) und Freelancer (2003).
Ein Shadow of the Colossus setzte in dem Genre mit seinem Ansatz, dem Spieler eine rätselhafte Welt mit riesigen Bossen und wenigen Instruktionen vorzusetzen, ebenfalls neue Maßstäbe. Und auch Titel wie Assassin's Creed, Crysis (beide 2007) und Fallout 3 (2008) erfreuten sich größter Beliebtheit.
