Der heimliche Star hieß SID: Der Commodore-64-Soundchip leistete für seine Zeit schier Unglaubliches. Wir müssen nur einen einzigen Screenshot sehen! Und wer in sich hineinlauscht, kann die Bilder förmlich hören ...
Doch warum zur Hölle macht man Musik auf einem Steinzeitgerät, das älter ist man selbst? Dibbert, Jahrgang 1983, sagt: "Ich liebe die Herausforderung, etwas mit diesem antiquierten, aber tollen Soundchip zu erschaffen, der bis heute noch irgendwie modern klingt. Es ist faszinierend, moderne Musik aus den 2000ern oder Neueres damit umzusetzen. Kurz gesagt: Beschränkungen fördern die Kreativität."
Und bei welchen Screenshots legendärer C64-Spiele hat ein SID-Komponist sofort den Ton im Ohr? Im Falle von Benjamin sind das International Karate, Maniac Mansion und der Titel, der es bei uns auf Platz 2 geschafft hat - die Auflösung dazu gibt's in der nun folgenden, letzten Bildergalerie.
Platz 10: Summer Games
Die Startmusik kennt man auch von anderen Sportspielen, z.B. Decathlon. Es handelt sich bei dem Stück um Bugler's Dream von Léo Arnaud, das der US-Fernsehsender ABC ab 1968 als olympische Erkennungsmelodie nutzte.
Quelle: Harald Fränkel
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Die Musik des Briten Mark Cooksey versprüht vor allem durch das Heulen, das an einen spukenden Geist erinnert, massig Atmosphäre. In Teilen handelt es sich bei der Titelmelodie um eine Interpretation von Frédéric Chopins Prélude Nr. 20.
Quelle: Harald Fränkel
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Axel F vom deutschen Komponisten Harold Faltermeyer tauchte nicht nur im Spiel auf. Es wurde in den 80er-Jahren oft umgesetzt, um die Fähigkeiten von SID zu demonstrieren. Unser Hörbeispiel von der Active Cracking Crew gehört zu den beliebtesten Versionen.
Quelle: Harald Fränkel
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Noch vor Spielbeginn ertönt ein Sprachsample ("Hello and welcome to Turrican, be my guest! Another day, another try, but remember: Shoot or die!"), gefolgt von einem gehässigen Lachen. Am Soundtrack mischte Chris Hülsbeck maßgeblich mit.
Quelle: Harald Fränkel
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Der Brite Matt Gray lieferte mit dem Soundtrack zu diesem Action-Adventure sein Meisterstück ab. Boris Schneider urteilte seinerzeit in Happy Computer 8/88: "Die zwölf Musikstücke sind durchweg gut, manche der Kompositionen hitverdächtig."
Quelle: Harald Fränkel
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Fans lieben dieses Geschicklichkeitsspiel nicht nur wegen des Gameplays, sondern auch wegen der Sprachausgabe. Fahrgäste rufen uns mit einem krächzenden "Hey Taxi!" herbei und geben dann sogar das Flugziel (z.B. "Pad 2, please!") an.
Quelle: Harald Fränkel
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Die Musik zu diesem in Deutschland lange indizierten Ballerspiel gilt als bekanntestes Werk des Engländers Rob Hubbard. Besonders kultig: die beim Eintragen in die Highscore-Liste zu hörende, sentimentale Melodie.
Quelle: Harald Fränkel
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Das Spiel beginnt mit einem Karaoke-Intro, das zum Singen des Hits von Ray Parker Jr. animiert. Fängt man einen Geist, ertönt das Sprachsample "Ghostbusters!", beim Versagen das legendäre "He slimed me!"
Quelle: Harald Fränkel
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Der Soundtrack von Chris Hülsbeck wurde bereits von mehreren großen Orchestern gespielt und erreichte so noch größere Bekanntheit. Auch der kurze Jingle zum Start in den Level blieb Jump&Run-Fans bis heute im Ohr.
Quelle: Harald Fränkel
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Gleich zu Beginn begrüßt uns der verrückte Professor Elvin Atombender mit den Worten "Another visitor. Stay a while, stay forever!" Wenn es um ein cooles Sprachsample geht, denken acht von zehn Leuten an Impossible Mission. EPYX-E.P.I.S.C.H.!
Quelle: Harald Fränkel
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Kommen wir zum Ende unseres Ausflugs mit SID: Wenn ich die 35 Screenshots der drei Bildergalerien durchgehe, kann ich immerhin 19 davon hören. Falls ihr weniger schafft, bitte nicht weinen, ihr verliert gegen einen Profi!
Ich neige ja niemals nie nicht zu Übertreibungen und Angeberei, aber wenn ich mit meinem absoluten visuellen Gehör ein Foto von einem auf 33 ⅓ Umdrehungen pro Minute eingestellten Plattenspieler sehe, auf dem eine Single von Kylie Minogue liegt, höre ich Rick Astley singen. Wer diesen abschließenden 80er-Jahre-Gedenk-Mördergag nicht versteht, klicke hier und finde Erleuchtung!