Weiter geht es mit dem Adventure Valiant Hearts: The Great War und dem Open-World-Hit Ghost of Tsushima.
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Valiant Hearts: The Great War
Dieses Spiel ist schon etwas älter, wir können es euch aber immer noch bedenkenlos empfehlen. Valiant Hearts ist der Beweis dafür, dass Videospiele auch sehr ernste Themen aus der Geschichte anständig behandeln können. In diesem Fall ist das der Erste Weltkrieg, der zwischen 1914 und 1918 tobte.
Lasst euch nicht vom Comic-Look des Spiels abschrecken. Die Story des Adventures bleibt bis zum Ende sehr erwachsen. Sie erzählt die Schicksale von vier Menschen, die aus verschiedenen Gründen in den großen Krieg hineingezogen werden.
Quelle: Ubisoft
Der Überlebenskampf in den Schützengräben macht keinen Spaß. Das weiß auch Anna, die verwundeten Soldaten von beiden Seiten an der Front hilft.
Valiant Hearts wurde vom französischen Entwicklerstudio Ubisoft Montpellier entwickelt. Die große Stärke des Spiels liegt dabei weniger im Gameplay, sondern in der Erzählung.
Die wird unterstützt von zahlreichen Hintergrundinformationen, die in einem Glossar präsentiert werden. Während also die Geschichte der vier Hauptfiguren fiktional ist, ist das Szenario zugleich sehr nah an der Realität zu dieser Zeit.
Wie sich in unserem Test zeigte, ist Valiant Hearts alles andere als eine trockene Geschichtsstunde. Aber macht euch darauf gefasst, dass ihr früher oder später die Taschentücher rausholen müsst. Valiant Hearts ist ein echtes Anti-Kriegs-Spiel.
Ghost of Tsushima
In Ghost of Tsushima hingegen spielt ihr als Samurai Jin Sakai im japanischen Mittelalter - oder genauer gesagt während der Invasion des Mongolenreichs im 13. Jahrhundert. Zu Beginn des Spiels steht die größte Streitmacht dieser Zeit mit ihrer Flotte vor den Toren Japans und greift zunächst die namensgebende Insel Tsushima an.
Nur eine Handvoll Samurai versucht, den übermächtigen Gegner aufzuhalten. Das kann natürlich nur schiefgehen, und so wird Protagonist Jin in den ersten Spielminuten schwer verwundet - nur um danach auf eigene Faust einen Guerillakrieg gegen die Mongolen zu starten.
Quelle: PlayStation PC LLC
Als die mongolische Flotte Tsushima erreicht, scheint die Lage aussichtslos für Jin Sakai und seine Verbündeten, die zahlenmäßig weit unterlegen sind.
Mit Khotun Khan schafft es Ghost of Tsushima außerdem, einen wirklich interessanten Antagonisten einzuführen. Denn der Anführer ist zwar brutal, aber auch kultiviert. Er hat die Kultur der Japaner studiert und bietet ihnen sogar an, sich zu ergeben. Für ehrenhafte Samurai ist das aber natürlich keine Option.
Ghost of Tsushima legt viel Wert auf Realismus und Details - eine Tugend, die im Nachfolger Ghost of Yotei noch verfeinert wurde. Damit geht die Spielereihe gewissermaßen einen ähnlichen Weg wie das vielgelobte Red Dead Redemption 2.
Das Spiel ist übrigens auch ein Traum für Fans der alten Samurai-Filme. Denn am Anfang des Spiels habt ihr die Möglichkeit, den Kurosawa-Modus auszuwählen. Dann spielt ihr nur in Schwarz-Weiß, mit japanischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln - also ganz im Stil der Filme von Akira Kurosawa.
Obwohl das Spiel einst ein Prestigeprojekt und Exklusivtitel für die PlayStation war, könnt ihr es inzwischen als Director's Cut auch am PC spielen. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß mit dem Samurai-Abenteuer. Auf der nächsten Seite geht es um Through the Darkest of Times und das kommende Action-Adventure Hieronymus.
