Erfolgreich und doch vergessen: Warum redet niemand über Zelda, Starfield, Diablo 4 und Co.?
Special
Starfield, Zelda: Tears of the Kindom und andere Spiele bekamen tolle Wertungen, verkauften sich blendend - und hinterließen trotzdem keinen Eindruck. Woran liegt das?
Dasselbe passierte übrigens auch fünf Jahre später beim Release von Horizon Forbidden West, als es von Elden Ring überschattet wurde. Trotz allem konnte sich das Horizon-Franchise eine treue Fanbase aufbauen und mehr als anständige Verkaufszahlen erreichen. Was alles ohne diese große Konkurrenz möglich gewesen wäre, werden wir wohl nie erfahren.
Fallout 4 überschattete 2015 Rise of the Tomb Raider, welches in Amerika genau am selben Tag und in Europa drei Tage nach dem heiß erwarteten vierten Hauptspiel der Fallout-Reihe erschien.
Trotz aller Schwächen von Fallout 4 konnte es sich schon in den ersten 24 Stunden zwölf Millionen Mal verkaufen, während Rise of the Tomb Raider in seiner ganzen Existenz bisher 11,8 Millionen schaffte. Wer weiß, wie viel höher die Verkaufszahlen gewesen wären, wenn es Fallout 4 nicht gegeben hätte.
Quelle: Square Enix/Crystal Dynamics
Rise of the Tomb Raider
Gegenwind kann von allen Seiten kommen
Anhand der genannten Beispiele lässt sich feststellen, dass es nicht den einen allgemeinen Grund gibt, weshalb gute bzw. bekannte Spiele nach einer bestimmten Zeit wieder vergessen werden. Es lässt sich durchaus darüber streiten, ob auf manche der genannten Titel mehrere der aufgelisteten Gründe zutreffen, daher hätte man das ein oder andere Beispiel womöglich für mehrere Unterkapitel verwenden können.
Somit ist der Untergang in die Vergessenheit eines Games vielmehr eine Kombination verschiedener Ursachen, die gegen ein Spiel arbeiten, an welchen die Entwickler nicht immer schuld sein müssen. Die genannten Games sind nur ein kleiner Teil der vielen vergessenen Gaming-Juwelen der letzten Jahrzehnte, die langsam im Sumpf, den dieser Markt darstellt, verloren gingen.
Es darf weiterhin nicht unerwähnt bleiben, dass nicht jedes Game dazu gedacht sein sollte, für immer in Erinnerung zu bleiben. Wenn ein Spiel Spaß macht und uns eine gute Zeit beschert, hat es seine wichtigsten Aufgaben eigentlich bereits erfüllt.
Dass manche Titel trotz ihrer hohen Qualität, darunter Diablo 4 und The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten, zeigt nur, wie hart umkämpft die Aufmerksamkeit der Fans ist und wie überwältigend der Gamingmarkt mittlerweile sein kann. Immerhin können sich Entwickler aus dem Fall Starfield Lehren ziehen, um für die Zukunft zu wissen, wie man ihr Spiel in Erinnerung behält - oder besser gesagt, wie nicht.
