Im Genre der Aufbauspiele trifft gemütliches Errichten von Traumstädten auf anspruchsvolles Überleben mit wenigen Ressourcen. In unserer Top 10 der aktuell besten Aufbauspiele findet ihr beides und noch mehr!
Auf dieser Seite
Northgard
Entwickler: Shiro Games
Erstveröffentlichung: 07. März 2018
Plattformen: PC, MacOS, Linux, PS4, XBO, NSW
Bevor Pioneers of Pagonia Ende 2023 in den Early Access startete, galt Northgard für viele Aufbauspieler als beste Alternative für Siedler-Fans. Und es ist immer noch eines der besten Aufbauspiele dieser Art. Als Anführer eines von bis zu 16 verschiedenen Wikingerclans besiedelt ihr den mysteriösen Kontinent Northgard. Ihr kümmert euch also um Nahrung für eure Leute, baut Rohstoffe ab und zimmert Unterkünfte, Kasernen, Märkte und was man sonst so braucht auf die Karte.
Die ist übrigens in mehrere Gebiete unterteilt, die ihr zunächst erkundet und dann stückweise erobert. Sofern euch nicht die KI im Singleplayer oder andere Spieler im Multiplayer dabei zuvorkommen. Denn in Northgard wetteifern verschiedene Clans um den Anspruch auf den Thron des Kontinents.
Wie ihr euch die Vorherrschaft sichert, könnt ihr dank der verschiedenen Siegbedingungen selbst bestimmen. Von Handelseinfluss, über militärische Eroberung bis hin zu Kartenspezifischen Bonus-Siegmöglichkeiten wird jeder Vorliebe etwas geboten. Idealerweise nutzt ihr dabei auch die Stärken der unterschiedlichen Clans aus, um einen dafür passenden Siegtypen anzustreben.
Zusätzlich zum normalen Versus-Modus könnt ihr eure Wikinger auch in zwei Kampagnen zu Ruhm führen und alleine oder im Koop im Eroberungsmodus ran. Aber auch in einem Kreativmodus dürft ihr euch austoben oder tägliche und wöchentliche Herausforderungen bestreiten.
Oxygen not Included
Entwickler: Klei Entertainment
Erstveröffentlichung: 30. Juli 2019
Plattformen: PC, MacOS, Linux
Oxygen Not Included ist eines dieser Spiele, das wegen seines knuffigen Grafikstils zwar simpel anmutet, tatsächlich aber zu den komplexesten und besten des Genres gehört. Innerhalb eines außerirdischen Asteroiden müsst ihr eine Basis für eure Kolonisten errichten und ihr Überleben sichern. Anfangs ist das noch kein Problem - ihr grabt neue Gänge und Räume in das Gestein, sorgt für simple Nahrungsmittel und arbeitet an ersten Forschungen. Schnell wird das aber deutlich anspruchsvoller, was unter anderem an den gut gemachten Physiksimulationen für Flüssigkeiten, Gase, Temperatur und Energie liegt.
So müsst ihr darauf achten, dass der Sauerstoffgehalt überall stimmt, sauberes Wasser und Abwasser ordentlich getrennt werden und auch sonst alles reinlich zugeht. Ansonsten fangen sich die Kolonisten flugs Keime ein und eine Epidemie bricht aus. Auch die psychische Gesundheit spielt eine wichtige Rolle in der Kolonie - nur zufriedene Kolonisten verrichten ihre Arbeit ordentlich.
Bei der Expansion eurer Basis in den Asteroiden stoßt ihr außerdem auf weitere Rohstoffe, Gase, Flora und Fauna. Manche Tierchen und Pflanzen könnt ihr dann für euch nutzen, während andere euch ans Leder wollen. Eine große, gut geölte Kolonie auf den zufällig generierten Karten aufzubauen, ist also kein Spaziergang. Doch wenn es gelingt, macht es umso mehr Freude, den Kolonisten bei ihren schick animierten Tätigkeiten zuzusehen und sich stolz auf die Schulter zu klopfen.
Rimworld
Entwickler: Ludeon Studeos
Erstveröffentlichung: 17. Oktober 2018
Plattformen: PC, MacOS, Linux
Wer Rimworld länger spielt, entwickelt mit der Zeit zwangsläufig eine gewisse Hassliebe dazu. Dieses Kolonie-Aufbauspiel versteht es hervorragend, die Spannung in einer Partie ständig hochzuhalten und euch einen riesigen Sandkasten zum Austoben hinzustellen. Zu Spielbeginn wählt ihr nämlich einen der unterschiedlich anspruchsvollen KI-Erzähler aus, die euch dann mit Zufallsevents konfrontieren. Da stürzt dann mal eine Person mit einer Rettungskapsel auf den Planeten, die ihr dann rekrutieren könnt. Oder ihr stoßt beim Graben in einem Berg auf ein Nest von Rieseninsekten. Oder ihr werdet von einer Herde wilder Tiere attackiert. Oder, oder, oder...
Gleichzeitig setzt Rimworld auf eine komplexe Stimmungs- und Beziehungssimulation für eure Kolonisten. Wenn sie nicht zufrieden sind, verweigern sie die Arbeit oder rasten sogar aus und zerlegen die halbe Basis. Das sorgt in Kombination immer wieder für denkwürdige Momente und wilde Geschichten, wodurch Rimworld auch auf lange Zeit abwechslungsreich bleibt. Oft entsteht der Spaß bei Rimworld dann weniger durch das eigentliche Ziel, den Planeten lebend zu verlassen und mehr durch den Weg dorthin.
Dazu kommen viele weitere Spielmechaniken, die durch regelmäßige DLC-Erweiterungen ergänzt werden. Unter anderem ergänzen die das Spiel um ein komplexeres Sozialgefüge, ermöglichen Fortpflanzung oder sogar das Erschaffen von Vampiren. Und wer dann immer noch nicht genug hat, findet unzählige Mods von der fleißigen Community, darunter auch Komplettumwandlungen mit Bezug zu Command & Conquer, Warhammer 40K, Mass Effect und mehr. Entsprechend erfreut sich die Kolonie-Sim ungebrochen großer Beliebtheit auf Steam.
Settlement Survival
Entwickler: Gleamer Studio
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2022
Plattformen: PC, MacOS, Linux, Android
Mit Settlement Survival erwartet euch ein Aufbauspiel der Sorte Banished, das mit knapp 17 Euro ähnlich günstig zu haben ist. Mit einer kleinen Gruppe Überlebender baut ihr euch zunächst eine Siedlung auf, die im Laufe der Zeit zu einer großen Stadt heranwächst.
Wie man das so im Genre kennt, versorgt ihr eure Einwohner mit den nötigsten Grundbedürfnissen und einem Dach über dem Kopf. Soweit nix Besonderes. Wodurch sich Settlement Survival abhebt, ist die hohe spielerische Freiheit, die es euch beim Aufbau eures Reichs bietet. Das fängt damit an, dass ihr sogar die Umgebung anpassen und etwa Flüsse erschaffen könnt. Vor allem zeigt sich die Freiheit aber in dem Entwicklungsmenü, das euch unzählige Verbesserungen in Kategorien wie Landwirtschaft, Bildung oder Logistik gewährt. Es gibt dabei keinen festen Pfad zum Erfolg, stattdessen könnt ihr eure Stärken ausspielen oder von allem ein wenig verbessern.
Kämpfen müsst ihr in Settlement Survival gar nicht. Stattdessen bieten die stetig steigenden Bedürfnisse eurer Bürger und Naturkatastrophen die nötige Herausforderung. Und für Baumeister gibt es riesige Monumentalbauen, die man freispielen kann, um sie dann als Juwel der Stadt zu präsentieren.
Tropico 6
Entwickler: Limbic Entertainment
Erstveröffentlichung: 29. März 2019
Plattformen: PC, MacOS, Linux, PS4, PS5, XBO, XBX, NSW
Wenn ihr ein Spiel sucht, das neben klassischem Aufbauspaß auch mit Humor punkten kann, seid ihr bei Tropico 6 genau an der richtigen Adresse. Ihr schlüpft in den Anzug von El Presidente und regiert als Diktator eine tropische Bananen-Republik. In der Kampagne baut ihr diesmal nicht nur eine, sondern jeweils mehrere Inseln pro Karte auf. Da natürlich nicht auf allen Inseln die nötigen Rohstoffe sind, bastelt ihr also Brücken oder Tunnel, um die Landstriche zu verbinden und eure Produktionsketten in Schwung zu bringen. Denn auch als Diktator profitiert El Presidente davon, wenn es den Bürgern an nichts mangelt und die unterschiedlichen Fraktionen im Spiel zufrieden sind.
Für Abwechslung sorgen in der Kampagne witzige Missionen, die euch mit schrillen Charakteren und immer neuen logistischen Herausforderungen konfrontieren. Mal schürft ihr Gold an einem Vulkan, mal verdingt ihr euch als Freibeuter und ein anderes Mal setzt ihr voll auf Tourismus. Das geht besonders gut, wenn ihr kurzerhand Wahrzeichen wie die Freiheitsstatue oder den Eifelturm klaut und auf eure Insel pflanzt. Habt ihr euch bei den Missionen ausgetobt, könnt ihr im frei einstellbaren Endlosspiel ran oder im Multiplayer loslegen.
Und damit sind wir am Ende unseres Einkaufsführers für Aufbauspiele. Sich nur auf zehn Spiele zu begrenzen war gar nicht mal so leicht, da wir in den letzten Jahren mit einigen guten Genre-Vertretern gesegnet waren. In die nähere Auswahl kamen zum Beispiel auch Kingdoms and Castles, Nebuchadnezzar oder Endzone: A World Apart. Welches Aufbauspiel der letzten Jahre hat euch ansonsten begeistert? Schreibt es gerne in die Kommentare.
