Idle-Games Special: Idle Boss Rush

Special Marian Waworka Annika Menzel
Idle-Games Special: Idle Boss Rush
Quelle: PC Games

Idle Boss Rush kommt mit neuen und eigenen Ideen. Die Entwickler verwandeln die stumpfe Klickerei in ein Strategie-Spiel.

Strategie in einem Idle-Clicker

Die wahre Sensation kommt durch Skillbäume, Ausrüstung und Lootgrind. Anstatt immer weiter in einer Richtung einzukaufen, entscheiden wir uns ständig dafür, welche Taktik uns am besten gefällt. Wir suchen aus, welche Art von Krieger unseren Build ergänzen.

Es gibt zum Beispiel verschiedene Arten von Elementarmagie für den Kampf, wie Eis-, Feuer- oder Giftschaden, welche alle ihre eigenen Mechaniken mitbringen. So erzeugt Eis Schwachpunkte, die erst beim Anklicken Lebenspunkte des Bosses abziehen.

Anders als in vielen Rollenspielen funktionieren auch Gift und Feuer sehr unterschiedlich. Während Feuer den Brenneffekt mit jedem Treffer erhöht und somit Schaden über Zeit verursacht, löst Gift immer dann eine dicke Explosion aus, sobald der Feind eine gewisse Anzahl an Giftschlägen einstecken musste.

Das Design der Bossmonster basiert oft auf Wortwitzen oder Fantasy-Klischees. Dabei greifen die Entwickler tief in die Trickkiste und präsentieren Ideen, die wirklich raffiniert sind. Quelle: PC Games Das Design der Bossmonster basiert oft auf Wortwitzen oder Fantasy-Klischees. Dabei greifen die Entwickler tief in die Trickkiste und präsentieren Ideen, die wirklich raffiniert sind. Allein diese drei Mechaniken erlauben schon grundverschiedene Spielweisen und lassen sich individuell kombinieren. Talentbäume und Ausrüstung unterstützen diese kreativen und gemischten Taktiken weiterhin. So können wir mit manchen Fertigkeiten zum Beispiel Eisschwachpunkte in Giftmarken verwandeln.

Der Spaß floriert dabei, die Talente zu kombinieren, sodass dabei starke Strategien entstehen. Wer die Grundmechaniken beherrscht, kann sich an die Boss-Arenen trauen, um üppige Belohnungen zu verdienen. Diese stellen den Spieler vor eine gewisse Anzahl von Monstern, die es in der Zeitbegrenzung zu erledigen gilt.

Lootgrind für die Upgrades

Wer trotz aller Finesse nicht weiterkommt, der sollte sich die Ausrüstung genauer anschauen. Ebenfalls bieten alle Items verschiedene Boni für Kampf oder Dorfaufbau - alles eher speziell angefertigte Upgrades, die besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Um die Items zu verbessern, könnt ihr die richtigen Materialien sammeln und öfter das gleiche Stück Ausrüstung kombinieren. Jeder Boss bietet dabei, neben dem verspielten Pixel-Art-Design und einzigartigen 16-Bit-Songs, auch eigene Beute.

So viel wie auf dem Bildschirm passiert, könnten neue Spieler schnell den Überblick verlieren. Allerdings bringt einem das Spiel am Anfang jede Mechanik Schritt für Schritt bei. Quelle: PC Games So viel wie auf dem Bildschirm passiert, könnten neue Spieler schnell den Überblick verlieren. Allerdings bringt einem das Spiel am Anfang jede Mechanik Schritt für Schritt bei. So muss der Spieler auswählen, welchen Boss er bekämpfen möchte, um den richtigen Loot für seinen Kampfstil zu erhalten. Das entpuppt sich als Mammutaufgabe, da die meisten Objekte eine Drop-Chance von 15 bis 30 Prozent haben, die letzten Upgrades aber 1000-mal den gleichen Gegenstand kosten.

Bosse hinterlassen sehr selten auch Haustiere, was eine Sammelaufgabe für Langzeitspieler darstellt. Dann gibt es noch Herausforderungen und so viele weitere Inhalte, dass selbst diese ausführlichere Darstellung nur an der Spitze des Eisbergs kratzt.

Was unter dem Strich zählt

Wenige verschwenden heute noch einen Gedanken an den Cookie Clicker. Manche können sich vielleicht nicht erinnern, ihn jemals gespielt zu haben. Und die meisten speichern dieses Stück Software als folgendes ab: ein verrücktes oder langweiliges Genre, das im Hype gewesen, aber genauso schnell wieder irrelevant geworden ist.

Ganz im Gegenteil: Wir sehen, dass diese früh entwickelten Mechaniken heute ihren konkurrenzlosen Platz in dem größten Teil der Videospielbranche gefunden haben; dass sie die effektivste Methode darstellen, um mit einem Spiel Geld zu verdienen; und dass ohne diese Methode viele andere Medien - auch Spiele - keine Chance zur Finanzierung bekommen hätten.

Gleichzeitig hat sich das Genre nie ganz aus seiner Nische vertreiben lassen. Mit genügend Finesse lässt sich aus dem simplen Konzept auch ein schönes Gelegenheits- und Grind-Spiel entwickeln, das seine ganz eigene Zielgruppe findet. Aber vor allem lernen wir daraus, dass wir auch kleine und eigenartige Genres nicht unterschätzen sollten.

  1. Seite 1 Die Geschichte von Cookie Clicker
  2. Seite 2 Der Mobile-Games-Markt
  3. Seite 3 Der Erfolg von Clash of Clans
  4. Seite 4 Idle Boss Rush
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